Claude in Excel, PowerPoint und Word: was der Assistent kann, mit drei echten Arbeitsabläufen
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Claude arbeitet seit dem 07.05.2026 direkt in Excel, PowerPoint und Word, als Add-in in einer Seitenleiste neben der geöffneten Datei, und er liest, rechnet und schreibt dort in der Datei, statt dir Text für ein Copy-and-paste zu geben. Voraussetzung ist ein bezahlter Claude-Plan ab Pro plus ein Microsoft-365-Abo, Word ist dabei den Plänen Team und Enterprise vorbehalten. Wir nutzen bei KI.ohne.Team einen zweiten Weg für dieselben Dateien, nämlich Claude Cowork mit den eingebauten Skills für Excel, Word und PowerPoint, und der Unterschied zwischen beiden Wegen entscheidet, welcher für dich der richtige ist. Die Seiten, die bei Google oben stehen, erklären fast alle die Installation. Was fehlt, sind Abläufe von Anfang bis Ende: eine Angebotskalkulation aus einer Preisliste, eine Monatsauswertung aus dem Export der Buchhaltung, eine Kundenpräsentation aus einem fertigen Angebot.
// Das Wichtigste in Kürze
- Claude in Excel ist ein Add-in aus dem Microsoft Marketplace. Es öffnet eine Seitenleiste neben deiner Tabelle und darf Zellen lesen und schreiben.
- Du brauchst einen bezahlten Claude-Plan ab Pro (20 $ im Monat, 17 $ bei Jahreszahlung) und ein Microsoft-365-Abo. Für das Add-in selbst zahlst du nichts extra.
- Excel und PowerPoint laufen ab Pro, Word nur in den Plänen Team und Enterprise. Excel funktioniert im Web, unter Windows, auf dem Mac und auf dem iPad.
- Die drei Add-ins teilen sich den Kontext. Eine Unterhaltung kann Tabelle, Folien, Dokument und Postfach zugleich betreffen.
- Ohne Microsoft 365 geht derselbe Job über Claude Cowork mit den eingebauten Skills für Excel, Word, PowerPoint und PDF. Das ist der Weg, den wir selbst täglich nutzen.
- Jede Zahl, die aus der Seitenleiste kommt, wird einmal gegengerechnet. Die drei Abläufe unten sagen jeweils, an welcher Stelle.
Was ist Claude in Excel?
Claude in Excel ist ein Add-in, also ein Zusatzprogramm von Anthropic, das du aus dem Microsoft Marketplace in dein Excel holst und das danach als Seitenleiste rechts neben der Tabelle sitzt. Du meldest dich dort mit deinem bestehenden Claude-Konto an, und ab dem Moment hat die Unterhaltung Zugriff auf die geöffnete Arbeitsmappe.
Der Unterschied zum Chat im Browser ist der Zugriff auf die Datei. Im Browser lädst du eine Tabelle hoch, bekommst eine Antwort und baust sie von Hand ein. In der Seitenleiste liest Claude die Zellen, die gerade da sind, und legt die Ergebnisse in derselben Datei ab: neue Spalten, neue Blätter, Formeln in Zellen. Das Kopieren fällt weg, und damit fällt auch die häufigste Fehlerquelle weg, nämlich die Zeile, die man beim Einfügen verrutscht.
Anthropic hat die Add-ins am 07.05.2026 allgemein verfügbar gemacht. Vorher lief das Ganze als Vorschau für einen Teil der Konten. Excel funktioniert im Web, unter Windows ab Build 16.0.13127, auf dem Mac ab Version 16.46 und auf dem iPad. Wer in den letzten Jahren einmal ein Office-Update gemacht hat, ist über diesen Versionsständen.
Zwei Dinge gehören gleich dazu. Das Add-in ist kein eigenes Produkt mit eigenem Preis, es hängt an deinem Claude-Abo. Und es ist ein Assistent, kein Buchhalter. Was er ausrechnet, steht danach in deiner Datei und sieht aus wie deine eigene Arbeit. Deshalb hat jeder der drei Abläufe weiter unten einen Absatz, der sagt, was du prüfen musst, bevor die Datei rausgeht.
Was ist Cowork mit dem Excel-Skill, und wann ist das der bessere Weg?
Claude Cowork ist die Arbeitsumgebung von Anthropic, in der Claude direkt mit Dateien auf deinem Rechner umgeht, und die vier eingebauten Anthropic-Skills für Excel, Word, PowerPoint und PDF sind genau dafür da: Tabellen, Dokumente, Folien und PDFs lesen, anlegen und ändern, ohne dass Microsoft 365 im Spiel ist.
Skills sind Ordner mit Anweisungen, Skripten und Ressourcen, die Claude nur dann lädt, wenn die Aufgabe dazu passt. Die vier Office-Skills sind von Anthropic mitgeliefert und laufen in Free, Pro, Max, Team und Enterprise, sobald in den Einstellungen die Code-Ausführung aktiviert ist. Mehr dazu, wie Skills aufgebaut sind und wie du eigene schreibst, steht im Artikel zu Claude Skills.
Wir arbeiten beide täglich in Claude Code und Cowork, und das läuft nicht im Free-Plan. Der Grund für Cowork ist bei uns kein Prinzip, es ist der Arbeitsalltag: Die Dateien liegen ohnehin in Ordnern auf dem Rechner, oft neben Markdown-Notizen, Bildern und HTML-Dateien aus demselben Projekt. In Cowork kann eine einzige Aufgabe eine CSV lesen, daraus eine Tabelle anlegen und im selben Zug die Folien dazu erzeugen. Das Add-in in Excel ist dagegen an die eine geöffnete Arbeitsmappe gebunden.
| Weg | Was du brauchst | Wo die Datei liegt | Wofür er passt |
|---|---|---|---|
| Add-in in Excel, PowerPoint, Word | Claude ab Pro plus Microsoft 365 | in Office, geöffnet | laufende Arbeit an einer Datei, die du sowieso offen hast |
| Cowork mit den Office-Skills | Claude-Konto mit aktiver Code-Ausführung | als Datei auf deinem Rechner | mehrere Dateien und Formate in einem Auftrag, auch ohne Microsoft 365 |
Kurz gesagt: Das Add-in ist für die Datei, die gerade offen ist, Cowork für den Ordner, in dem mehrere Dateien zusammengehören. Wie Cowork eingerichtet wird und was dort alles geht, steht im Artikel zu Claude Cowork.
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Die Grafik sagt in einem Satz: Das Add-in setzt Microsoft 365 voraus und arbeitet an einer geöffneten Datei, Cowork braucht nur ein Claude-Konto mit aktiver Code-Ausführung und arbeitet an mehreren Dateien in einem Ordner.
Was brauchst du, damit Claude in Excel auftaucht?
Du brauchst zwei Abos: einen bezahlten Claude-Plan ab Pro und ein Microsoft-365-Abo. Alles andere ist eine Frage der Version deines Office.
| Was | Bedingung | Stand: 6. September 2026 |
|---|---|---|
| Claude-Plan | Pro, Max, Team oder Enterprise | Pro 20 $ im Monat, 17 $ bei Jahreszahlung |
| Excel | ab Pro | Web, Windows ab Build 16.0.13127, Mac ab 16.46, iPad |
| PowerPoint | ab Pro | Add-in aus dem Microsoft Marketplace |
| Word | nur Team und Enterprise | Team ab 25 $ pro Nutzer im Monat, 20 $ bei Jahreszahlung |
| Microsoft 365 | Abo nötig | ohne Microsoft 365 geht nur der Weg über Cowork |
| Kosten für das Add-in | keine | läuft im Nutzungs-Pool deines Plans |
Die Tabelle sagt in einem Satz: Excel und PowerPoint bekommst du ab dem Pro-Plan, Word erst ab dem Team-Plan, und einen eigenen Preis hat das Add-in nicht.
Zu den Limits gibt es keine eigene Zahl für die Add-ins. Die Seitenleiste verbraucht aus demselben Topf wie deine Chats im Browser. Bei Pro und Max setzt sich das Sitzungs-Limit alle 5 Stunden zurück, dazu kommt ein wöchentliches Limit über alle Modelle. Was den Verbrauch nach oben treibt, sind lange Unterhaltungen, große Dateien, Web-Suche und Code-Ausführung, und eine Tabelle mit 8.000 Zeilen ist eine große Datei. Wer einen ganzen Vormittag in der Seitenleiste arbeitet, merkt das am Limit. Die vollständige Aufstellung aller Pläne und was sie bringen, steht im Artikel zu Claude Kosten.
Ein Hinweis zu den Preisen: Anthropic nennt sie in US-Dollar ohne Steuer. Der Euro-Betrag mit Mehrwertsteuer erscheint erst im Checkout, und über die App-Stores können die Preise abweichen.
Wie installierst du Claude in Excel?
Du holst das Add-in über den Microsoft Marketplace in dein Office und meldest dich in der Seitenleiste mit deinem bestehenden Claude-Konto an. Das ist der Weg, den der Marketplace-Eintrag beschreibt, und mehr Schritte hat er laut Microsoft Marketplace nicht.
Danach taucht Claude als Seitenleiste neben der Tabelle auf. Ein eigener Download von der Anthropic-Seite gehört nicht dazu, obwohl viele Leute nach "Claude Excel Download" suchen. Es gibt keine Installationsdatei, die du auf deinem Rechner ausführst. Wenn dein Office von der Firma verwaltet wird, entscheidet der Administrator, ob Add-ins aus dem Marketplace erlaubt sind, und dann führt der Weg über ihn.
Auf dem Mac funktioniert das Add-in ab Office-Version 16.46. Das ist die häufigste Frage in den Suchergebnissen und die schnellste Antwort: ja, Mac geht, ebenso iPad, Windows und die Web-Version von Excel.
Wenn du kein Microsoft 365 hast oder deine Firma Add-ins gesperrt hat, bleibt der Weg über Cowork. Dort ziehst du die Datei in die Unterhaltung, und der eingebaute Excel-Skill übernimmt.
Ablauf 1: Angebotskalkulation aus einer Preisliste
Der erste Ablauf ist der, den ein Selbstständiger am häufigsten braucht: Aus einer Preisliste und ein paar Eckdaten des Kunden entsteht eine Kalkulation, die du anschauen und anpassen kannst.
Ausgangslage. Du hast eine Arbeitsmappe mit zwei Blättern. Auf dem ersten steht deine Preisliste: Leistung, Einheit, Stundensatz oder Pauschale, dazu eine Spalte mit dem internen Aufwand. Auf dem zweiten Blatt ist bisher nichts. Der Kunde hat angefragt, du hast das Gespräch im Kopf, und normalerweise baust du jetzt 40 Minuten lang eine Tabelle zusammen, die du schon 20-mal gebaut hast.
Der Prompt.
Du arbeitest in dieser Arbeitsmappe.
Blatt "Preisliste" enthält meine Leistungen mit Einheit, Preis und
geschätztem Aufwand in Stunden.
Leg auf Blatt "Kalkulation" ein Angebot für folgenden Auftrag an:
[hier die Leistungen und Mengen aus dem Gespräch, in normaler Sprache]
Regeln:
- Jede Zeile: Leistung, Menge, Einheit, Einzelpreis, Gesamtpreis.
- Einzelpreis per Formel aus dem Blatt "Preisliste" holen, nicht
als festen Wert eintippen.
- Gesamtpreis als Formel, Summe am Ende als Formel.
- Darunter drei Zeilen: Zwischensumme, Rabatt in Prozent als eigene
Eingabezelle, Endsumme.
- Unter der Tabelle eine Zeile mit dem gesamten Aufwand in Stunden
und dem daraus folgenden Stundenertrag.
Erklär mir in drei Sätzen, welche Annahmen du getroffen hast, wenn
in meiner Beschreibung etwas gefehlt hat.
Das Ergebnis. Auf dem zweiten Blatt steht eine Kalkulation mit echten Formeln statt fester Zahlen. Du änderst die Menge in einer Zeile, und Zwischensumme, Endsumme und Stundenertrag rechnen mit. Die Rabattzelle ist frei, und du siehst sofort, was 10 Prozent Nachlass mit deinem Stundenertrag machen. Die drei Sätze am Ende sind der wichtigste Teil der Antwort, weil dort steht, wo Claude geraten hat.
Was du prüfen musst. Drei Stellen. Erstens den Verweis auf die Preisliste: Klick in eine Einzelpreis-Zelle und schau nach, ob die Formel auf die richtige Zeile zeigt. Zweitens die Summe: Markier die Preisspalte und vergleich die Statuszeile unten mit der Endsumme. Drittens die Annahmen: Wenn im Text steht "Aufwand für die Anfahrt mit 2 Stunden angesetzt", dann ist das eine Zahl, die Claude sich ausgedacht hat, weil du sie nicht genannt hast. Die gehört entweder korrigiert oder aus dem Angebot raus.
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Ablauf 2: Monatsauswertung aus dem Export der Buchhaltung
Der zweite Ablauf nimmt eine Datei, die du schon hast und nie öffnest: den CSV-Export aus der Buchhaltung.
Ausgangslage. Du exportierst am Monatsanfang die Buchungen des Vormonats. Die Datei hat ein paar tausend Zeilen mit Datum, Betrag, Konto, Buchungstext und Gegenkonto. Als Tabelle ist sie unlesbar, und deshalb liegt sie in einem Ordner und niemand schaut rein. Die Frage, die du eigentlich hast, ist simpel: Wo ist das Geld hingegangen, und was ist gegenüber dem Vormonat anders.
Der Prompt.
Diese Tabelle ist ein Buchhaltungs-Export für einen Monat. Spalten:
Datum, Betrag, Konto, Buchungstext, Gegenkonto.
Leg ein neues Blatt "Auswertung" an mit:
1. Summe Einnahmen, Summe Ausgaben, Ergebnis.
2. Die 10 größten Ausgabenposten, absteigend, mit Anteil in Prozent
an den Gesamtausgaben.
3. Eine Gruppierung aller Ausgaben nach Konto, mit Summe je Konto.
4. Eine Liste aller Buchungen über 1.000 Euro mit Datum und Text.
Nimm für alles Formeln, die auf das Rohdaten-Blatt zeigen, keine
abgetippten Werte.
Schreib mir danach in fünf Sätzen, was dir an diesem Monat auffällt.
Nenne nur, was in den Zahlen steht, und keine Vermutungen über
Gründe.
Das Ergebnis. Ein zweites Blatt, auf dem du in 30 Sekunden siehst, was im Monat passiert ist. Der letzte Absatz der Antwort ist die eigentliche Arbeit: Claude nennt die Posten, die aus der Reihe fallen, zum Beispiel eine Abbuchung, die in dem Monat doppelt erscheint. Der Satz "keine Vermutungen über Gründe" im Prompt ist wichtig, weil du sonst eine Erzählung darüber bekommst, warum das Marketing-Budget gestiegen ist, und die Erzählung ist geraten.
Was du prüfen musst. Die Summe der Einnahmen und Ausgaben muss auf den Cent genau zu deiner Buchhaltung passen. Wenn sie abweicht, liegt es fast immer am Vorzeichen: Manche Exporte schreiben Ausgaben als negative Beträge, andere führen eine eigene Spalte für Soll und Haben. Sag das im Prompt dazu, wenn du es weißt. Und sieh dir die Kontengruppierung an, weil dort Buchungen mit leerem Konto gern ganz unten in einer Restkategorie landen.
Genau an dieser Stelle lohnt sich der Blick auf den zweiten Weg. Wenn die Export-Datei jeden Monat gleich aussieht, ist das eine Aufgabe für einen eigenen Skill in Cowork statt für einen Prompt, den du jedes Mal neu tippst. Bei uns laufen inzwischen über 60 eigene Skills, und fast jeder ist genau so entstanden: Dieselbe Anweisung zum dritten Mal kopiert, dann aufgeschrieben.
Ablauf 3: Kundenpräsentation aus einem fertigen Angebot
Der dritte Ablauf ist der, bei dem der geteilte Kontext zwischen den Add-ins zählt: aus einem fertigen Angebot werden Folien.
Ausgangslage. Das Angebot steht, entweder als Kalkulation aus Ablauf 1 oder als Dokument. Morgen ist der Termin, und du brauchst 8 bis 10 Folien, die das Angebot erzählen, ohne dass du die Tabelle auf die Leinwand wirfst.
Der Prompt.
Bau aus dem Angebot eine Präsentation mit 9 Folien.
Aufbau:
1 Titel mit Kundenname und Datum.
2 Die Ausgangslage in drei Zeilen, in der Sprache des Kunden.
3 Das Ziel, in einem Satz.
4 bis 6 Die drei Arbeitsschritte, pro Folie ein Schritt, je drei
Stichpunkte und der Zeitraum.
7 Was der Kunde selbst liefern muss.
8 Die Investition, nur Endsumme und Zahlungsweise, keine
Einzelpreise.
9 Der nächste Schritt mit einem Datum.
Pro Folie höchstens 30 Wörter. Keine Halbsätze, ganze Sätze.
Alle Zahlen aus dem Angebot übernehmen, keine neuen Zahlen bilden.
Das Ergebnis. Eine Präsentation, die den Aufbau hat, den du sowieso wolltest, mit dem Text drin und ohne dass du eine Zeile getippt hast. Die Formatierung ist danach dran: Farben, Schrift, Logo. Wenn du eine eigene Vorlage hast, öffne sie vorher und arbeite darin, dann übernimmt Claude ihr Layout.
Was du prüfen musst. Vor allem Folie 8. Jede Zahl auf der Investitions-Folie wird gegen das Angebot gehalten, weil eine Zahl, die in der Präsentation anders steht als im Angebot, den ganzen Termin kostet. Danach Folie 4 bis 6: Prüf, ob die Zeiträume zusammen wirklich die Laufzeit ergeben, die im Angebot steht. Und lies Folie 2 laut. Die Ausgangslage in der Sprache des Kunden ist die Stelle, an der ein KI-Text am schnellsten nach Beratersprache klingt.
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Die Grafik sagt in einem Satz: Jeder der drei Abläufe hat genau eine Stelle, an der ein Fehler teuer wird, und die prüfst du von Hand.
Was kann Claude in PowerPoint?
Claude in PowerPoint liest deine Präsentation, legt neue Folien an, schreibt und kürzt Texte auf bestehenden Folien und hält sich an das Layout der geöffneten Datei. Anthropic beschreibt das Add-in in der eigenen Hilfe unter "Use Claude for PowerPoint".
Der beste Startpunkt ist nicht die leere Präsentation, es ist eine bestehende. Öffne deine Vorlage mit Logo, Farben und Schriftarten und lass Claude darin arbeiten. Die Folien, die dann entstehen, sehen aus wie deine anderen Folien. Bei einer leeren Datei bekommst du Standard-Layout, und die Formatierung kostet dich hinterher genau die Zeit, die du vorne gespart hast.
Ein zweiter Fall, der im Alltag öfter vorkommt als das Erstellen: Kürzen. Eine Präsentation, die du vor einem Jahr für einen 60-Minuten-Termin gebaut hast, soll in 15 Minuten passen. Die Anweisung dafür ist ein Satz, und Claude arbeitet Folie für Folie durch, statt dass du dich durch 34 Folien klickst und jedes Mal überlegst, ob du diese eine noch brauchst.
Den geteilten Kontext zwischen den Add-ins merkst du hier am deutlichsten. Eine Unterhaltung kann Tabelle, Folien, Dokument und Postfach zugleich umfassen. Praktisch heißt das: Die Zahlen aus der Kalkulation stehen auf der Folie, ohne dass du sie zwischendurch irgendwo hin kopierst.
Claude in Word: warum Solo-Nutzer hier einen Umweg gehen
Claude in Word läuft nur in den Plänen Team und Enterprise, für alle anderen ist das Add-in nicht verfügbar. Wer allein arbeitet und Pro oder Max zahlt, kommt an Word über die Seitenleiste nicht ran.
Der Team-Plan startet ab 2 Mitgliedern und kostet beim Standard-Sitz 25 $ pro Nutzer im Monat, 20 $ bei Jahreszahlung. Ein Premium-Sitz liegt bei 125 $ im Monat, 100 $ bei Jahreszahlung, mit etwa der 5-fachen Nutzungsmenge eines Standard-Sitzes. Für zwei Personen, die ohnehin zusammenarbeiten, ist das eine überschaubare Rechnung. Für eine Person, die nur Word will, ist es eine teure Antwort auf eine kleine Frage.
Der Umweg für Solo-Nutzer ist Cowork mit dem Word-Skill. Du legst die .docx in den Ordner, sagst, was passieren soll, und bekommst die geänderte Datei zurück. Das ist der Weg, den wir selbst gehen, und für Angebote, Protokolle und längere Texte reicht er. Was dabei fehlt, ist das Arbeiten im laufenden Dokument, also markieren, umschreiben lassen, weiterschreiben. Wer den ganzen Tag in Word sitzt, merkt den Unterschied. Wer dreimal im Monat ein Dokument anfasst, merkt ihn nicht.
Eine Einschränkung gehört dazu: Word als Add-in ist laut den Zweitquellen noch im Beta-Stand. Die allgemeine Verfügbarkeit vom 07.05.2026 gilt für die Add-ins als Familie, der Reifegrad ist bei Word ein anderer als bei Excel.
Darf ich Kundendaten in die Tabelle geben?
Bei Team und Enterprise gelten die Commercial Terms von Anthropic, und dort ist das Training mit Kundendaten standardmäßig ausgeschlossen. Bei Free, Pro und Max entscheidet ein Schalter in den Datenschutz-Einstellungen darüber, ob deine Chats zur Verbesserung der Modelle genutzt werden.
Was Anthropic dazu sagt, mit Stand vom 16.03.2026 auf privacy.claude.com: Bei Free, Pro und Max werden Chats nur dann zum Training verwendet, wenn "Model Improvement" in den Einstellungen aktiv ist, wenn Inhalte für eine Sicherheitsprüfung markiert wurden oder wenn du an einem Programm wie Trusted Tester teilnimmst. Der Schalter lässt sich abschalten. Incognito-Chats werden nie zum Training genutzt. Feedback-Daten werden bis zu 5 Jahre gespeichert.
Bei Team, Enterprise und der API gilt ein anderer Rahmen. Dort ist der Kunde Verantwortlicher und Anthropic Auftragsverarbeiter, ein Auftragsverarbeitungsvertrag gehört zum Standard, und ein Training mit Kundendaten findet ohne ausdrückliche Teilnahme an einem Partnerprogramm nicht statt. Zero Data Retention gibt es nur bei Enterprise.
Praktisch heißt das für die Arbeit in Excel: Eine Tabelle mit Kundennamen, Adressen, Umsätzen oder Gesundheitsdaten gehört in einen Team-Plan, nicht in einen persönlichen Pro-Plan. Ein Buchhaltungs-Export deiner eigenen Firma ist eine andere Frage als eine Patientenliste. Wer regelmäßig mit personenbezogenen Daten von Kunden arbeitet, richtet den Team-Plan ein und lässt sich den Vertrag geben. Mehr zu Schaltern, Verträgen und der Einordnung steht im Artikel zu Claude und Datenschutz.
Kurz zur Einordnung: Das hier ist unsere Einordnung aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Was in deinem Fall gilt, klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten oder Anwalt.
Was Claude in Excel nicht kann
Claude erfindet keine Zahlen, die nicht in deiner Datei stehen, und jede Zahl, die er trotzdem nennt, ist eine Annahme aus deinem Prompt. Das ist die Grenze, die am meisten Geld kostet, wenn man sie übersieht.
Drei weitere Punkte gehören dazu. Erstens hat das Add-in keine eigenen Limits, es verbraucht aus dem Topf deines Plans. Eine große Tabelle und eine lange Unterhaltung bringen dich schneller ans Sitzungs-Limit als drei kurze Chats im Browser. Zweitens ist Excel kein Buchhaltungssystem: Eine Auswertung aus einem Export ist eine Auswertung, keine Bilanz, und dein Steuerberater rechnet anders. Drittens hängt alles an der Beschreibung der Spalten. Eine Tabelle mit den Überschriften "Wert 1" und "Wert 2" führt zu Antworten, die genauso unbestimmt sind wie die Überschriften.
Was wir uns angewöhnt haben: Erst die Datei aufräumen, dann fragen. Klare Spaltennamen, keine verbundenen Zellen, eine Kopfzeile. Das ist 2 Minuten Arbeit und spart den halben Durchgang.
Claude gegen ChatGPT: wer arbeitet in der Tabelle?
Claude hat eigene Add-ins für Excel, PowerPoint und Word, die in Office selbst laufen. ChatGPT hat im Plus-Plan Codex und die Arbeit mit Dateien, und beides funktioniert im Chat statt in der geöffneten Arbeitsmappe.
Mehr sagen wir an dieser Stelle nicht, weil wir ChatGPT nicht in derselben Tiefe in Excel getestet haben wie Claude. Wer einen ehrlichen Vergleich zwischen den beiden Abos sucht, ist im Artikel zu Claude Kosten besser aufgehoben, dort stehen die Pläne beider Anbieter nebeneinander.
Die Frage "welches KI-Tool für Excel" hat ohnehin eine praktische Antwort: das, dessen Abo du sowieso zahlst. Zwei Abos für dieselbe Aufgabe sind eine schlechte Idee, und der Unterschied zwischen den Anbietern ist bei Tabellenarbeit kleiner als der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Prompt. Alle unsere Artikel zu Claude, von den Plänen über Cowork bis zu den Skills, sammelt der Claude-Guide.
Claude ist eine Marke von Anthropic PBC, Excel, PowerPoint und Word sind Marken von Microsoft. KI.ohne.Team steht in keiner Verbindung zu diesen Unternehmen.
Fazit
Claude in Excel nimmt dir den Teil der Arbeit ab, der immer gleich ist: Tabelle aufbauen, Formeln setzen, Zahlen umsortieren, Folien tippen. Die Voraussetzungen sind schnell erzählt, ein Claude-Plan ab Pro und ein Microsoft-365-Abo, für Word zusätzlich der Team-Plan. Wer kein Microsoft 365 hat, macht dieselben drei Abläufe über Cowork mit den eingebauten Skills. Was bleibt, ist das Nachrechnen an einer Stelle pro Ablauf, und das dauert 2 Minuten statt 40.
Häufige Fragen
Kann Claude Excel-Dateien erstellen?
Ja. Über das Add-in in Excel legt Claude neue Blätter, Spalten und Formeln in der geöffneten Arbeitsmappe an. Über Claude Cowork mit dem eingebauten Excel-Skill erzeugt er eine komplette .xlsx-Datei auf deinem Rechner, auch ohne Microsoft 365. In beiden Fällen sind es echte Formeln, keine abgetippten Werte, wenn du es im Prompt so verlangst.
Wie viel kostet Claude Excel?
Das Add-in hat keinen eigenen Preis, es läuft im Nutzungs-Pool deines Claude-Plans. Du brauchst einen bezahlten Plan ab Pro, der mit 20 $ im Monat und 17 $ im Monat bei Jahreszahlung angegeben ist, dazu ein Microsoft-365-Abo. Für Word brauchst du den Team-Plan ab 25 $ pro Nutzer im Monat, 20 $ bei Jahreszahlung. Stand: 6. September 2026, Preise in US-Dollar ohne Steuer.
Welches KI-Tool für Excel?
Claude hat eigene Add-ins für Excel, PowerPoint und Word, die in Office selbst laufen und dort Zellen lesen und schreiben. ChatGPT bietet im Plus-Plan Codex und die Arbeit mit Dateien, beides im Chat statt in der geöffneten Arbeitsmappe. Praktisch nimmst du das Abo, das du ohnehin zahlst, weil der Unterschied zwischen den Anbietern bei Tabellenarbeit kleiner ist als der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Prompt.
Wie installiere ich Claude in Excel?
Du holst das Add-in über den Microsoft Marketplace in dein Office und meldest dich in der Seitenleiste mit deinem bestehenden Claude-Konto an. Einen separaten Download von der Anthropic-Seite gibt es nicht. Wenn dein Office von einer Firma verwaltet wird, muss der Administrator Add-ins aus dem Marketplace freigeben.
Geht das auch auf dem Mac?
Ja. Excel mit Claude funktioniert im Web, unter Windows ab Build 16.0.13127, auf dem Mac ab Office-Version 16.46 und auf dem iPad. Wer sein Office in den letzten Jahren aktualisiert hat, ist über diesen Versionsständen.
Darf ich Kundendaten in die Tabelle geben?
Tabellen mit personenbezogenen Daten gehören in einen Team- oder Enterprise-Plan. Dort gelten die Commercial Terms von Anthropic mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag als Standard und ohne Training mit Kundendaten. Bei Free, Pro und Max hängt es am Schalter "Model Improvement" in den Datenschutz-Einstellungen, der sich abschalten lässt. Das ist unsere Einordnung aus der Praxis und keine Rechtsberatung.
Was wir mit Claude jede Woche abgeben
Die drei Abläufe oben sind bei uns keine Ausnahme, sie sind der Normalfall. Kalkulationen, Auswertungen und Folien laufen über Claude, und was zweimal gleich abläuft, wird bei uns zu einem Skill, den wir danach nie wieder erklären. Im Newsletter steht jede Woche, welche Aufgabe wir in der Woche davor abgegeben haben, mit dem Prompt und mit der Stelle, an der wir nachgerechnet haben.
Weniger selber machen.
Fertige KI-Systeme, jede Woche neue, plus Unternehmer die damit arbeiten. Schau dir an, was drin ist.
Weniger selber machen →Führt mit Sascha Hoffmann mehrere Unternehmen ohne zusätzliches Team. Baut die KI-Systeme, die die Community nutzt, und schreibt hier auf, was davon im Alltag hält.


