Claude oder ChatGPT: der Vergleich für Selbstständige und kleine Teams
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Für Selbstständige und kleine Teams ist Claude die bessere Wahl, wenn du Texte, Angebote und Abläufe mit deinem eigenen Kontext bauen willst, und ChatGPT die bessere Wahl, wenn du täglich Recherche mit Quellen, Sprache und Bilder brauchst. Beide stehen in der Standard-Stufe mit 20 Dollar auf der Preisliste, beide beantworten Alltagsfragen ähnlich gut, und trotzdem fühlt sich der Arbeitstag mit beiden anders an. Wir führen mehrere Unternehmen ohne zusätzliches Team und arbeiten beide täglich in Claude Code und Claude Cowork. Was wir dabei über den Unterschied gelernt haben, steht hier, entlang von 6 Aufgaben, die du diese Woche sowieso erledigen musst.
// Das Wichtigste in Kürze
- Claude Pro kostet 20 Dollar im Monat (17 Dollar bei Jahreszahlung, ohne Steuer), ChatGPT Plus 22,99 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer, nur monatlich. Stand: 25. August 2026.
- Claude gewinnt bei Angeboten, Website-Texten, Tabellen und Prozess-Dokumentation, weil Projekte, Cowork, Claude Code und Skills deinen Kontext dauerhaft halten.
- ChatGPT hat in der Plus-Stufe Deep Research, Codex, Voice und Bilder an Bord. Wer das täglich braucht, bleibt dort oder nimmt es dazu.
- Für die meisten Selbstständigen reicht ein Abo. Zwei Abos ergeben Sinn, wenn du Recherche mit Quellenlisten und Text-Arbeit mit eigenem Kontext beides jeden Tag machst.
- Der Wechsel dauert einen Nachmittag: Projekte anlegen, Kontext-Datei schreiben, die ersten 3 Skills installieren.
- Für wissenschaftliche Arbeiten ist dieser Artikel nicht gedacht, dort gelten andere Kriterien als im Unternehmeralltag.
Was ist der Unterschied zwischen Claude und ChatGPT?
Claude und ChatGPT sind zwei KI-Assistenten, die dieselben Alltagsaufgaben lösen und sich darin unterscheiden, wie sie deinen Kontext halten und welche Werkzeuge drumherum gebaut sind. Claude kommt von Anthropic, ChatGPT von OpenAI. Beide beantworten Fragen, schreiben Texte, lesen Dateien und suchen im Netz. Wer nur ab und zu eine Mail umformulieren will, merkt zwischen beiden kaum einen Unterschied.
Der Unterschied zeigt sich, sobald du dieselbe Art Aufgabe jede Woche wieder machst. Dann zählt, ob das Werkzeug weiß, wie deine Angebote aufgebaut sind, wie du schreibst und welche Kunden du hast. Genau da laufen beide Anbieter in verschiedene Richtungen.
Bei Claude sind die Werkzeuge für den Kontext gebaut. Projekte halten statisches Wissen, das bei jeder Anfrage geladen ist. Cowork arbeitet auf deinem Rechner in deinen Ordnern. Claude Code arbeitet im Terminal und baut Dinge. Skills sind Ordner mit Anweisungen und Skripten, die Claude nur dann lädt, wenn er sie braucht. Daniel hat sein komplettes Wissens-System, einen Obsidian-Vault mit über 60 eigenen Skills, damit gebaut.
Bei ChatGPT sind die Werkzeuge für die Breite gebaut. Deep Research liefert lange Recherche-Berichte mit Quellen. Codex schreibt Code. Voice spricht mit dir. Bilder entstehen direkt im Chat. Ab der Plus-Stufe bekommst du 25 Dateien pro Projekt und 5 geplante Aufgaben.
In den Chat-Antworten selbst findest du den Unterschied kaum, im Aufbau drumherum findest du ihn sofort.
Wie unterscheiden sich die Modelle hinter Claude und ChatGPT?
Hinter Claude stehen die Modelle Opus, Sonnet und Haiku, hinter ChatGPT die GPT-Modelle, und im Alltag eines Selbstständigen entscheidet das Modell weniger als der Aufbau drumherum. Im kostenlosen Claude-Plan bekommst du Sonnet und Haiku, ab Pro zusätzlich Opus. Bei ChatGPT läuft der Free-Plan mit GPT-5.5 Instant, ab Plus kommt GPT-5.6 Sol dazu, und nur die teuerste Stufe Pro Max hat GPT-6 Astra mit 200 Nachrichten pro Woche.
Wir vergleichen hier keine Benchmark-Tabellen. Die stehen bei chip.de und in jedem Reddit-Thread, und sie ändern sich mit jedem Modell-Update. Was sich nicht so schnell ändert, ist die Frage, ob dein Angebot am Ende so klingt wie du. Das hängt an deinem Kontext und an deinen Vorlagen, und daran, ob das Werkzeug beides findet.
Welche 6 Aufgaben aus dem Unternehmeralltag haben wir verglichen?
Wir haben die 6 Aufgaben genommen, die bei uns jede Woche anfallen: ein Angebot schreiben, eine Kundenmail beantworten, ein Thema recherchieren, eine Tabelle bauen, einen Website-Text schreiben und einen Prozess dokumentieren. Zu jeder Aufgabe steht, was wir nehmen und warum. Wo wir ChatGPT dafür nicht lange genug im Alltag hatten, steht das so da. Wir erfinden keinen Test, den wir nicht gemacht haben.
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Bei 4 der 6 Aufgaben nehmen wir Claude, bei der Recherche hat ChatGPT mit Deep Research das passendere Werkzeug, und bei der Kundenmail ist der Unterschied so klein, dass du nimmst, was gerade offen ist.
Aufgabe 1: Für Angebote nehmen wir Claude
Für Angebote nehmen wir Claude, weil ein Projekt unsere Angebotsstruktur, unsere Preise und unsere Schreibweise dauerhaft kennt. Du legst einmal ein Projekt an, packst 2 alte Angebote, deine Preisliste und eine Datei mit deiner Schreibweise hinein, und ab dann beginnt jedes neue Angebot mit diesem Wissen. Unser Landing-Page-Builder funktioniert nach demselben Prinzip: der Aufbau und die Regeln stecken im Skill, die Marke liegt im Projekt.
ChatGPT hat ebenfalls Projekte, ab Plus mit 25 Dateien pro Projekt. Das reicht für dieselbe Grundausstattung. Was uns bei Claude den Ausschlag gibt, ist die Kombination aus Projekt und Skill: das Wissen liegt im Projekt, der Ablauf im Skill, und beides greift ineinander. Ob ChatGPT das mit seinen Werkzeugen genauso sauber hinbekommt, haben wir nicht lange genug getestet, um es zu bewerten.
Aufgabe 2: Bei der Kundenmail ist es egal
Für eine einzelne Kundenmail ist es egal, welches der beiden du nimmst. Beide formulieren eine Antwort auf eine Anfrage in Sekunden, beide passen den Ton an, wenn du 2 Beispiele deiner eigenen Mails mitgibst. Hier gewinnt das Werkzeug, das gerade offen ist.
Interessant wird die Kundenmail erst, wenn sie Teil eines Ablaufs ist. Bei uns hängt an einem Sales-Call ein Cowork-Skill, der aus dem Gesprächs-Transkript den CRM-Eintrag und die Folge-Mail macht. Ab da ist die Mail Teil eines Ablaufs, und für Abläufe ist Claude bei uns gesetzt. Für die einzelne Mail zwischendurch bleibt es unentschieden.
Aufgabe 3: Für die große Recherche hat ChatGPT das passendere Werkzeug
Für lange Recherchen mit Quellenliste ist Deep Research in ChatGPT Plus das Werkzeug, das genau dafür gebaut ist. Du gibst eine Frage rein und bekommst nach einigen Minuten einen Bericht mit Quellen zurück. Claude sucht ebenfalls im Netz, und jede Web-Suche zählt dort in dein Nutzungs-Limit.
Ehrlich gesagt haben wir Deep Research nicht über Wochen gegen die Web-Suche von Claude gemessen. Unsere Artikel-Recherche läuft in Claude, weil dort unser gesamter Kontext liegt und wir für das Schreiben sowieso dort sind. Wer Recherche als eigene, große Aufgabe hat, etwa für Marktanalysen oder Wettbewerbs-Übersichten, sollte sich Deep Research ansehen. Für die Recherche nebenbei reicht die Web-Suche in beiden.
Aufgabe 4: Für Tabellen nehmen wir Claude
Für Tabellen nehmen wir Claude, weil der Excel-Skill von Anthropic eine echte Datei mit Formeln baut, die du direkt öffnest. Skills für Excel, Word, PowerPoint und PDF liefert Anthropic mit, sie laufen automatisch, sobald die Code-Ausführung im Konto aktiviert ist. Du beschreibst die Tabelle, Claude schreibt die Datei.
ChatGPT liest Dateien ab der Go-Stufe und rechnet ebenfalls mit Tabellen. Ob die Excel-Dateien aus ChatGPT im Alltag genauso brauchbar sind, haben wir nicht in der Tiefe verglichen. Bei uns laufen Tabellen über den Excel-Skill, und das bleibt so, bis ein Vergleich etwas anderes zeigt.
Aufgabe 5: Für Website-Texte nehmen wir Claude
Für Website-Texte nehmen wir Claude, weil wir 2026 mit Claude plus Lovable 4 Blog-Systeme gebaut und über 80 SEO-Artikel produziert haben. Das lief für danielwltr.com, doktorleads.de, ponkrashov.de und conversionkartell.de. Der Aufbau ist immer gleich: die Schreibregeln liegen in einer Datei, der Artikel entsteht in Claude, der Einspiel-Prompt geht an Lovable.
Der Grund liegt wieder im Kontext. Ein Website-Text muss klingen wie die Marke, die Wörter nutzen, die deine Kunden suchen, und die Wörter meiden, die du nie sagen würdest. Das steht bei uns in Dateien, und Claude liest sie bei jedem Artikel mit. Mit ChatGPT haben wir keine Website in dieser Größe gebaut, deshalb bewerten wir es hier nicht.
Aufgabe 6: Für die Prozess-Dokumentation nehmen wir Claude Cowork
Für die Prozess-Dokumentation nehmen wir Claude Cowork, weil es direkt in deinen Ordnern arbeitet und die Doku dort ablegt, wo sie hingehört. Bei uns endet jede Arbeits-Session mit einem Skill, der aus dem, was passiert ist, einen Tages-Log schreibt. Ein zweiter Skill macht aus einem Meeting-Transkript eine Aufgabenliste. Beide Skills sind Teil unseres Second Brain Boost-Packs, das Sascha in einem 18-Minuten-Video erklärt.
ChatGPT dokumentiert einen Prozess genauso gut, wenn du ihn im Chat beschreibst. Der Unterschied ist, wo die Datei danach liegt. Bei Cowork liegt sie in deinem Ordner, bei ChatGPT kopierst du sie aus dem Chat heraus. Für einen einzelnen Prozess ist das egal, für 50 Prozesse im Jahr nicht.
Was kostet Claude im Vergleich zu ChatGPT?
Claude Pro kostet 20 Dollar im Monat ohne Steuer, ChatGPT Plus 22,99 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer, und in den höheren Stufen bleiben beide Anbieter fast gleichauf. Stand: 25. August 2026. Anthropic zeigt die Preise in Dollar ohne Steuer, der Euro-Betrag mit Mehrwertsteuer steht erst im Checkout. OpenAI zeigt im deutschen Checkout Euro-Endpreise. Deshalb stehen in der Tabelle beide Währungen so, wie die Anbieter sie ausweisen.
| Stufe | Claude | ChatGPT |
|---|---|---|
| Kostenlos | Free: 0, Sonnet und Haiku | Free: 0, GPT-5.5 Instant, etwa 10 Nachrichten pro 5 Stunden |
| Einstieg | keine Stufe unter Pro | Go: 7,99 Euro im Monat, Datei-Uploads, kein Deep Research |
| Standard | Pro: 20 Dollar im Monat, 17 Dollar bei Jahreszahlung | Plus: 22,99 Euro im Monat (20 Dollar Listenpreis), nur monatlich |
| 5-fach | Max 5x: 100 Dollar im Monat | Pro: 102,99 Euro im Monat |
| 20-fach | Max 20x: 200 Dollar im Monat | Pro Max: 229 Euro im Monat |
| Team | Team: 25 Dollar pro Nutzer im Monat, 20 Dollar bei Jahreszahlung, 2 bis 150 Personen | Business: 25 Dollar pro Nutzer im Monat, 20 Dollar bei Jahreszahlung, ab 2 Personen |
Die Standard-Stufe kostet bei beiden 20 Dollar Listenpreis, Claude gibt bei Jahreszahlung 3 Dollar im Monat nach, ChatGPT hat dafür mit Go eine Stufe für 7,99 Euro, die es bei Claude nicht gibt.
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Claude Pro und ChatGPT Plus liegen bei 20 Dollar Listenpreis gleichauf, Claude Max 5x und ChatGPT Pro bei 100 Dollar beziehungsweise 102,99 Euro, und die 20-fach-Stufen bei 200 Dollar beziehungsweise 229 Euro.
Ein paar Dinge, die in der Tabelle nicht stehen und in der Dokumentation der Anbieter. Bei Claude wird das Hochstufen anteilig verrechnet, und die Preise in der Handy-App weichen wegen des App-Store-Aufschlags ab. Die API von Claude ist nicht im Abo enthalten, das ist eine getrennte Rechnung. Bei ChatGPT gibt es für Plus keinen Jahresrabatt, du zahlst 12 mal 22,99 Euro, also 275,88 Euro im Jahr. Bei Claude Pro sind es bei Jahreszahlung 12 mal 17 Dollar, also 204 Dollar, plus Steuer. Wer beide Abos nebeneinander laufen lässt, zahlt rund 45 Euro im Monat, je nach Wechselkurs und Steuer.
Alle Pläne von Claude mit Limits stehen im Artikel was Claude kostet. Ob sich die Plus-Stufe für dich rechnet, steht in lohnt sich ChatGPT Plus.
Wie unterscheiden sich die Limits bei Claude und ChatGPT?
Claude rechnet in 5-Stunden-Fenstern plus einem Wochenlimit, ChatGPT nennt für den Free-Plan etwa 10 Nachrichten pro 5 Stunden und für die höheren Stufen Vielfache davon. Bei Claude setzt sich das Sitzungs-Limit alle 5 Stunden zurück, dazu kommt ein wöchentliches Limit über alle Modelle mit einem festen Reset-Zeitpunkt pro Konto. Pro hat laut Anthropic mindestens 5 mal so viel Nutzung wie Free pro Fenster, Max 5x noch einmal 5 mal so viel wie Pro, Max 20x das 20-fache.
Konkrete Nachrichten-Zahlen pro Fenster nennt Anthropic nicht, deshalb steht hier auch keine. Was den Verbrauch bei Claude erhöht, steht dagegen in der Dokumentation: lange Konversationen, Code-Ausführung, Web-Suche, das gewählte Modell, Extended Thinking und große Projekt-Dateien. Claude Code teilt sich den Pool mit Web und Desktop. Wer also im Terminal viel baut, hat im Chat weniger übrig. Wer über das Limit will, kauft Nutzungsguthaben dazu.
Bei ChatGPT gilt für Plus, dass Pro rund 5 mal so viel erlaubt und Pro Max rund 20 mal so viel, dazu GPT-6 Astra mit 200 Nachrichten pro Woche. Go liegt zwischen Free und Plus, mit mehr Volumen als Free, Datei-Uploads und 3 geplanten Aufgaben.
Für einen Selbstständigen heißt das im Alltag, dass du mit einem Standard-Abo an normalen Tagen auskommst. An Tagen, an denen du eine Website baust oder 3 Angebote nacheinander schreibst, stößt du bei beiden ans Fenster. Wir arbeiten beide täglich in Claude Code und Cowork, und das läuft nicht im Free-Plan.
// Aus der Community
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Was kann Claude besonders gut?
Claude hält deinen Kontext dauerhaft und arbeitet direkt in deinen Dateien, und genau das macht den Unterschied, wenn du dieselbe Art Aufgabe jede Woche wieder erledigst. Vier Werkzeuge sorgen dafür, und es lohnt sich, sie auseinanderzuhalten, weil sie oft in einen Topf geworfen werden.
Projekte sind statisches Wissen, das bei jeder Anfrage geladen ist, zum Beispiel deine Preisliste und deine 3 besten Angebote. Ab Pro verfügbar.
Cowork ist Claude auf deinem Rechner. Es liest deine Ordner, schreibt Dateien dorthin und führt Skills per Drag-and-drop aus, ohne Terminal. Unsere erste Masterclass am 23. April 2026 hieß "Landing Pages mit Claude Cowork", kostete 39 Euro und bestand aus einem Skill-Download und der Installation in Cowork.
Claude Code ist Claude im Terminal. Damit haben wir die Blog-Systeme für 4 Websites gebaut. Ab Pro enthalten, und es teilt sich das Limit mit dem Chat.
Skills sind Ordner mit Anweisungen, Skripten und Ressourcen. Claude lädt nur, was er für die Aufgabe braucht, der Rest bleibt draußen. Ein einfacher Skill ist eine Markdown-Datei, ein erweiterter Skill bringt Skripte mit. Es gibt vier Arten: die von Anthropic (Excel, Word, PowerPoint, PDF), deine eigenen, die organisationsweiten aus Team und Enterprise, und Partner-Skills von Notion, Figma oder Atlassian aus dem Skills-Verzeichnis. Skills laufen in jedem Plan, auch in Free, sobald die Code-Ausführung aktiviert ist. Wie du deinen ersten baust, steht in Claude Skills erklärt.
Am Anfang haben wir Projekte und Skills verwechselt, deshalb noch einmal getrennt. Projekte sind Wissen, das immer da ist. Skills sind Abläufe, die bei Bedarf kommen. MCP ist die Verbindung nach draußen, zu deinem CRM oder deinem Kalender. Custom Instructions sind breit und gelten für alles, Skills sind eng und gelten für eine Aufgabe.
Was kann ChatGPT besonders gut?
ChatGPT hat in der Plus-Stufe mehr fertige Werkzeuge für unterschiedliche Aufgaben an Bord: Deep Research, Codex, Voice und Bilder. Wer im Alltag zwischen Recherche, Sprachnotiz und Bild wechselt, findet bei ChatGPT alles in einem Fenster.
Deep Research liefert lange Berichte mit Quellen. Codex schreibt Code, das Gegenstück zu Claude Code. Voice spricht mit dir, was im Auto oder beim Kochen praktisch ist. Bilder entstehen im Chat, im Free-Plan mit Limits. Dazu kommen ab Plus 25 Dateien pro Projekt und 5 geplante Aufgaben, mit denen ChatGPT zu festen Zeiten etwas für dich erledigt.
Wir arbeiten mit Claude Code und haben Codex nicht lange genug im Einsatz gehabt, um beide zu vergleichen. Dasselbe gilt für Voice und Bilder, die in unserem Alltag selten vorkommen. Wer eine dieser Funktionen täglich braucht, hat mit ChatGPT das passendere Paket, und das sagen wir hier so, obwohl wir sonst bei Claude arbeiten.
Für Programmieren im engeren Sinn gilt: beide Anbieter haben ein Werkzeug fürs Terminal, Claude Code und Codex. Unsere Erfahrung liegt bei Claude Code, und die reicht von Blog-Systemen bis zu über 60 eigenen Skills. Ein Urteil über Codex steht uns nicht zu.
Wie steht es um den Datenschutz bei Claude und ChatGPT?
Bei beiden Anbietern unterscheidet sich das Verbraucherkonto vom Business- oder Team-Konto, und wer Kundendaten in den Chat gibt, sollte den Unterschied kennen, bevor er das erste Angebot hineinkopiert. Das hier ist unsere Einordnung aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Was in deinem Fall gilt, klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten oder Anwalt.
Bei ChatGPT Business steht laut Anbieter "kein Training auf Firmendaten, standardmäßig", dazu kommen SSO, eine Admin-Konsole und geteilte Projekte. Enterprise bietet EU-Datenresidenz, eigene Schlüsselverwaltung, SCIM und eine Compliance-API. Business kostet 25 Dollar pro Nutzer im Monat, in der deutschen Suche tauchen 29 bis 34 Euro inklusive Mehrwertsteuer auf.
Bei Claude ist Team der Plan für 2 bis 150 Personen, mit Standard-Sitzen für 25 Dollar und Premium-Sitzen für 125 Dollar pro Nutzer im Monat. Enterprise läuft über individuelle Angebote mit Jahresabrechnung. Organisationsweite Skills, die ein Admin für alle verteilt, gibt es nur in Team und Enterprise.
Für ein kleines Team mit 3 Leuten heißt das, dass das Verbraucherkonto für dich allein ist und das Team- oder Business-Konto für alles, was Kundendaten enthält. Die Vertragsdetails zur Datenverarbeitung stehen bei beiden Anbietern in den Nutzungsbedingungen, und die liest du vor dem Abschluss, nicht danach.
Brauchst du beides parallel oder reicht eins?
Für die meisten Selbstständigen reicht ein Abo, und zwar das, in dem dein Kontext liegt. Zwei Abos ergeben nur Sinn, wenn du 2 Dinge jeden Tag machst, die bei verschiedenen Anbietern besser laufen: Recherche mit Quellenliste in ChatGPT und Text-Arbeit mit eigenem Kontext in Claude.
Der Preis ist dabei nebensächlich, rund 45 Euro im Monat für beide sind für ein Unternehmen ohne Angestellte kein großer Posten. Der Kontext entscheidet. Jedes Projekt, jede Vorlage und jeder Skill liegt bei einem Anbieter. Wer beide nutzt, pflegt beides doppelt oder hat auf einer Seite nur den halben Kontext. Bei uns liegt alles in Claude, und deshalb wäre ein zweites Abo für uns eine zweite Baustelle.
Die ehrliche Antwort hat drei Fälle. Erstens: du schreibst, planst und dokumentierst viel, du willst deinen Ablauf einmal bauen und dann jede Woche nutzen, dann nimm Claude. Zweitens: du recherchierst täglich mit Quellen und brauchst Bilder für Social Media, dann nimm ChatGPT. Drittens: beides trifft auf dich zu, dann nimm beide und lege fest, was wo liegt, damit du nichts doppelt pflegst.
Wer mit ChatGPT Plus zufrieden ist, hat keinen Grund zu wechseln. Anders sieht es aus, wenn jedes Angebot bei dir wieder bei null anfängt.
Für wen ist Claude die bessere Wahl?
Claude ist die bessere Wahl für Selbstständige und kleine Teams, die immer wieder dieselbe Art Aufgabe erledigen und diese Aufgabe einmal sauber bauen wollen. Das sind Berater, die jede Woche Angebote schreiben, und Agenturen, die Website-Texte in einer festen Marke produzieren.
Das ist unser Fall. Wir führen pintry., KI.ohne.Team, das DoktorLeads-Mandat und Kunden-Websites ohne zusätzliches Team. Alles, was sich wiederholt, liegt als Projekt oder Skill in Claude, vom Tages-Log am Abend bis zum CRM-Eintrag nach dem Sales-Call. Ohne Angestellte darf nichts davon vergessen werden, und genau dafür sind die Skills da.
Claude ist auch die bessere Wahl, wenn du Excel-, Word- oder PDF-Dateien als echte Dateien brauchst und nicht als Text im Chat. Und für alle, die im Terminal bauen wollen, ohne Entwickler zu sein.
Für wen ist ChatGPT die bessere Wahl?
ChatGPT ist die bessere Wahl für alle, die viele verschiedene Dinge im Wechsel machen und dafür fertige Werkzeuge in einem Fenster wollen. Wer morgens einen Markt recherchiert und abends ein Bild für den Post braucht, hat mit Plus alles in einem Abo.
ChatGPT ist auch die bessere Wahl, wenn du noch nicht weißt, wie oft du KI überhaupt nutzt. Die Go-Stufe für 7,99 Euro gibt es bei Claude nicht, und der Free-Plan mit etwa 10 Nachrichten pro 5 Stunden reicht für die erste Woche. Wer dann merkt, dass die Aufgaben sich wiederholen, kann immer noch wechseln.
Und ChatGPT ist die bessere Wahl für Teams, die Business-Funktionen wie SSO und Admin-Konsole heute schon brauchen und die Vertragsdetails dazu geprüft haben. Welche anderen Anbieter es sonst noch gibt, steht in ChatGPT-Alternativen.
Wie schneidet Gemini im Vergleich zu Claude und ChatGPT ab?
Gemini von Google kostet in der Pro-Stufe 21,99 Euro im Monat, liegt damit zwischen Claude Pro und ChatGPT Plus und bringt als Besonderheit Gemini direkt in Gmail und Docs mit. Der Free-Plan enthält Gemini 3.6 Flash, begrenzt 3.1 Pro, Deep Research, Gemini Live, Canvas und Gems, dazu 15 GB Speicher. Google AI Plus kostet 4,99 Euro im Monat mit doppelten Free-Limits und Gemini in Gmail und Docs. Google AI Pro für 21,99 Euro hat die 4-fachen Free-Limits, Gemini 3.1 Pro erweitert, 1.000 Flow-Credits und 5 TB Speicher. Ultra kostet 99,99 Euro oder 219,99 Euro im Monat.
Wer sein ganzes Unternehmen in Google Workspace hat, sollte Gemini in die Auswahl nehmen, weil die Mails und Dokumente schon dort liegen. Wir arbeiten nicht in dieser Tiefe mit Gemini und geben deshalb kein Urteil zur Textqualität ab. Zu Grok haben wir keine eigene Erfahrung und keine geprüften Preise, deshalb steht es hier nicht. Die Übersicht aller Anbieter mit Abo-Rechnung steht im Pillar welche KI für dich passt.
Wie wechselst du von ChatGPT zu Claude in 5 Schritten?
Der Wechsel dauert einen Nachmittag und läuft in der Reihenfolge, die Sascha bei oh.my.Claude zeigt: erst Cowork, dann die Projekte ordentlich, dann Claude Code. Das Wissen aus ChatGPT nimmst du mit, es liegt sowieso in deinen Dateien und nicht im Chat.
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Die 5 Schritte sind: alte Chats sichten, Projekte anlegen, eine Kontext-Datei schreiben, Cowork einrichten und die ersten 3 Skills installieren.
Schritt 1: Sichte deine alten Chats
Geh deine letzten 4 Wochen in ChatGPT durch und schreib auf, welche Aufgaben sich wiederholt haben. Bei den meisten sind das 5 bis 8 Dinge: Angebote, Mails an eine bestimmte Kundengruppe, Posts, Rechnungstexte, Zusammenfassungen. Diese Liste ist dein Bauplan für die Projekte.
Schritt 2: Leg für jede wiederkehrende Aufgabe ein Projekt an
Leg für jede wiederkehrende Aufgabe ein Projekt in Claude an und pack die 2 bis 3 besten Beispiele hinein. Ein Projekt "Angebote" mit 2 alten Angeboten und der Preisliste. Ein Projekt "Kunden-Mails" mit 5 Mails, die du selbst geschrieben hast und gut fandest. Nicht mehr, sonst liest Claude bei jeder Anfrage zu viel und dein Limit schmilzt.
Schritt 3: Schreib eine Kontext-Datei
Schreib eine Datei, die sagt, wer du bist, was du verkaufst, wie du schreibst und welche Wörter du nie benutzt. Bei Claude Code heißt diese Datei CLAUDE.md, in Projekten hängst du sie als Datei an. Daniels Kontext-Datei ist die Brücke zwischen ihm und seinem Wissens-System, und sie wird bei jeder Session zuerst gelesen. Eine Seite reicht für den Anfang.
Schritt 4: Richte Cowork ein
Installiere Claude Cowork und gib ihm den Ordner, in dem deine Arbeit liegt. Ab dann liest und schreibt Claude dort direkt. Das ist der Schritt, ab dem sich der Wechsel anders anfühlt als ein neuer Chat, weil die Ergebnisse als Dateien dort landen, wo du sie brauchst.
Schritt 5: Installiere die ersten 3 Skills
Zieh 3 Skills per Drag-and-drop in Cowork, einen für jede Aufgabe, die dir am meisten Zeit kostet. Skills für Excel, Word, PowerPoint und PDF sind schon da. Für Meeting zu Aufgaben, Sales-Call zu CRM und Session-Ende zu Daily Log haben wir 3 fertige Skills im Second Brain Boost-Pack, das 149 Euro kostet und ein 18-Minuten-Setup-Video mitbringt. Wer lieber selbst baut, findet den Ablauf im Claude-Guide.
Für wissenschaftliche Arbeiten gilt dieser Vergleich nicht, dort zählen Zitierregeln und Quellenprüfung mehr als Kontext und Abläufe, und dafür gibt es eigene Ratgeber.
Claude ist eine Marke von Anthropic PBC, ChatGPT eine Marke von OpenAI. KI.ohne.Team steht in keiner Verbindung zu diesen Unternehmen.
Fazit
Die Frage "Claude oder ChatGPT" entscheidet sich für Selbstständige am Aufbau drumherum, das Modell dahinter ist zweitrangig. Wer dieselben Aufgaben jede Woche macht und sie einmal sauber bauen will, arbeitet mit Claude besser. Wer viele verschiedene Dinge im Wechsel macht und dafür Recherche, Sprache und Bilder in einem Fenster will, arbeitet mit ChatGPT besser. Ein Abo reicht, und welches, sagt dir deine Liste aus Schritt 1.
Häufige Fragen
Was kann Claude besonders gut?
Claude hält deinen Kontext dauerhaft und arbeitet direkt in deinen Dateien. Projekte laden dein Wissen bei jeder Anfrage, Cowork arbeitet in deinen Ordnern, Claude Code baut im Terminal, und Skills sind Abläufe, die Claude nur bei Bedarf lädt. Dazu kommen fertige Skills für Excel, Word, PowerPoint und PDF, die echte Dateien erzeugen.
Was kostet ChatGPT im Vergleich zu Claude?
ChatGPT Plus kostet 22,99 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer, Claude Pro 20 Dollar im Monat ohne Steuer oder 17 Dollar bei Jahreszahlung. Stand: 25. August 2026. In den höheren Stufen liegen beide gleichauf: 100 Dollar gegen 102,99 Euro und 200 Dollar gegen 229 Euro. ChatGPT hat mit Go für 7,99 Euro eine Einstiegs-Stufe, die es bei Claude nicht gibt.
Ist Claude das beste KI-Modell?
Ein bestes KI-Modell für alle Aufgaben gibt es nicht, und die Reihenfolge in Benchmark-Tabellen ändert sich mit jedem Update. Für Selbstständige zählt, welches Werkzeug den eigenen Kontext hält und die wiederkehrenden Aufgaben sauber erledigt. Bei uns ist das Claude, weil Projekte, Cowork und Skills unseren Alltag abbilden.
Welches Programm ist besser für mich, Claude Pro oder ChatGPT Pro?
Claude Pro für 20 Dollar und ChatGPT Plus für 22,99 Euro sind die vergleichbaren Stufen, ChatGPT Pro für 102,99 Euro entspricht Claude Max 5x für 100 Dollar. Wenn du Angebote, Texte und Abläufe mit eigenem Kontext baust, nimm Claude Pro. Wenn du täglich Deep Research, Voice oder Bilder brauchst, nimm ChatGPT Plus. Die 100-Dollar-Stufen lohnen sich erst, wenn du im Standard-Abo regelmäßig ans Limit stößt.
Warum wechseln alle von ChatGPT zu Claude?
Alle wechseln nicht, und wer mit ChatGPT Plus zufrieden ist, hat keinen Grund dazu. Wer wechselt, tut es meist wegen Projekten, Cowork, Claude Code und Skills, weil damit wiederkehrende Aufgaben einmal gebaut und dann jede Woche genutzt werden. Wir haben unser komplettes Wissens-System mit über 60 Skills in Claude gebaut, das ist unser Grund.
Kann ich beides parallel nutzen?
Ja, beide Abos zusammen kosten rund 45 Euro im Monat, je nach Wechselkurs und Steuer. Sinnvoll ist das nur, wenn du 2 Dinge jeden Tag machst, die bei verschiedenen Anbietern besser laufen, etwa Recherche mit Quellen in ChatGPT und Text-Arbeit mit eigenem Kontext in Claude. Dann lege fest, was wo liegt, damit du Projekte und Vorlagen nicht doppelt pflegst.
Was wir mit Claude jede Woche abgeben
Die 6 Aufgaben aus diesem Artikel laufen bei uns als Skills und Projekte, jede Woche, vom Angebot bis zum Tages-Log. Was wir dabei neu bauen, was nicht funktioniert hat und welche Skills wir gerade nutzen, schreiben wir jede Woche in den Newsletter, der nach dem LinkedIn-Start in 3 Wochen auf knapp 1.000 Abonnenten gewachsen ist.
Weniger selber machen.
Fertige KI-Systeme, jede Woche neue, plus Unternehmer die damit arbeiten. Schau dir an, was drin ist.
Weniger selber machen →Führt mit Sascha Hoffmann mehrere Unternehmen ohne zusätzliches Team. Baut die KI-Systeme, die die Community nutzt, und schreibt hier auf, was davon im Alltag hält.


