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Claude für Unternehmen: Einführung in einem kleinen Team, Schritt für Schritt

sascha.hoffmann
Sascha Hoffmann · Co-Founder KI.ohne.Team
23. Oktober 2026 · 36 min Lesezeit
Teil des GuidesClaude auf DeutschZum Guide →Claude für Unternehmen: Einführung in einem kleinen Team, Schritt für Schritt

Claude im Unternehmen einzuführen heißt, eine einzige wiederkehrende Aufgabe auszuwählen, die jeder im Team jede Woche hat, sie vier Wochen lang konsequent mit Claude zu machen und erst danach die zweite Aufgabe dazuzunehmen. Alles andere, die Sitzverteilung, die Werkzeugauswahl, die Schulungsfrage, entscheidet sich leichter, wenn diese eine Aufgabe läuft. Wer umgekehrt anfängt, also mit dem Abo, einer Präsentation und einem Plan über zwölf Monate, hat nach vier Wochen ein bezahltes Abo und drei Leute, die wieder so arbeiten wie vorher.

Wir schreiben das als zwei Leute, die mehrere Unternehmen ohne zusätzliches Team führen und beide täglich in Claude Code und Claude Cowork arbeiten. Dieser Artikel ist deshalb nicht die Sicht eines Beraters, der eine Einführung begleitet, es ist die Sicht von zwei Leuten, die sich ihre eigenen Abläufe selbst eingerichtet haben und dabei jede Reihenfolge mindestens einmal falsch gewählt haben. Was hier steht, ist die Reihenfolge, die übrig geblieben ist.

Was dieser Artikel nicht macht: dir die Preise vorrechnen. Was ein Standard-Sitz kostet, wann sich ein Premium-Sitz lohnt und was 3 oder 5 Leute im Jahr zahlen, steht vollständig in Claude Team und Enterprise. Hier geht es um die vier Wochen nach der Bestellung.

Stand: 25. September 2026. Preise und Einstellungen laut claude.com/pricing, support.claude.com und privacy.claude.com, alle abgerufen am 25. September 2026. Wir prüfen die Seiten monatlich.

// Das Wichtigste in Kürze

  • Fang mit genau einer Aufgabe an, die jeder im Team jede Woche hat und niemand gerne macht. Bei uns ist das die Nacharbeit nach Terminen und Gesprächen: aus Notizen eine Zusammenfassung, eine Aufgabenliste und eine Mail machen.
  • Vor dem ersten Tag stehen drei Einstellungen: das Training mit euren Chats abschalten, ein gemeinsames Projekt pro Aufgabe anlegen und schriftlich festlegen, welche Kundendaten in Claude dürfen und welche nicht.
  • Im Team-Plan gilt laut Anthropic ohnehin, dass Kundendaten standardmäßig nicht zum Training genutzt werden. Bei Free, Pro und Max hängt das an einem Schalter in den Einstellungen.
  • Memory ist bei Team und Enterprise standardmäßig aus, der Owner schaltet es frei. Bei Free, Pro und Max ist es an.
  • Der Ablauf über vier Wochen: Woche 1 eine Aufgabe für alle, Woche 2 die Anweisung nachschärfen, Woche 3 die Aufgabe als Skill an alle verteilen und die zweite Aufgabe dazunehmen, Woche 4 aufschreiben, was jetzt gilt.
  • Wer nicht mitmachen will, muss nicht. Eine Person, die gezwungen wird, produziert Ergebnisse, die niemand nachprüft, und das kostet mehr als ihre Handarbeit.
  • Seit dem 2. Februar 2025 verlangt Artikel 4 der KI-Verordnung von Unternehmen, die KI im Betrieb nutzen, Maßnahmen für die KI-Kompetenz des Personals. Details in KI-Schulung für Mitarbeiter. Einordnung aus der Praxis, ersetzt keine Rechtsberatung.

Was heißt "Claude für Unternehmen" überhaupt?

"Claude für Unternehmen" ist kein eigenes Produkt von Anthropic, es ist der Begriff, unter dem Leute nach zwei verschiedenen Dingen suchen: nach dem Abo für Gruppen, das bei Anthropic Team heißt, und nach der Frage, wie man Claude im eigenen Betrieb zum Laufen bringt. Auf der Preisseite von Anthropic findest du Free, Pro, Max, Team und Enterprise. Einen Plan mit dem Namen Business gibt es dort nicht, den Namen führt ChatGPT.

Für ein Team mit 3 bis 5 Leuten heißt "Claude für Unternehmen" in der Praxis: ein Team-Konto mit einem Owner, der die Sitze vergibt, geteilte Projekte, auf die alle zugreifen, Skills, die der Admin einmal für die ganze Organisation freigibt, und eine Rechnung an die Firma statt drei Rechnungen an drei Privatkonten. Dazu Claude Code und Cowork an jedem Sitz. Der Überblick über alles, was wir mit Claude machen, steht im Claude-Guide.

Die zweite Bedeutung ist die schwierigere. Ein Abo ist in zehn Minuten bestellt. Dass danach drei oder fünf Leute ihre Arbeit anders machen als vorher, ist eine andere Sache, und dafür gibt es keine Schaltfläche. Genau darum geht es hier: um die Reihenfolge, in der du vorgehst, und um die zwei oder drei Entscheidungen, die den Unterschied machen zwischen einem Abo, das nach vier Wochen noch genutzt wird, und einem Abo, das in der Kostenliste steht und sonst nichts tut.

Ein Satz zur Größe: Alles, was hier steht, ist für Teams von 2 bis etwa 10 Leuten gedacht. Der Team-Plan startet laut Anthropic ab 2 Mitgliedern und geht bis 150 Sitze. Ab einer Größe, bei der es eine IT-Abteilung, einen Betriebsrat und ein Freigabeverfahren für Software gibt, sieht eine Einführung anders aus, und dann ist ein vierwöchiger Ablauf auch nicht die richtige Form.

Die Frage, die über alles andere entscheidet: mit welcher Aufgabe fängst du an?

Fang mit der einen Aufgabe an, die jeder im Team jede Woche hat und die niemand gerne macht. Nicht mit der Aufgabe, die am meisten Zeit frisst, nicht mit der, bei der Claude am besten aussieht, und auf keinen Fall mit einer Aufgabe, die nur eine Person betrifft. Drei Bedingungen, alle drei müssen erfüllt sein: jede Woche, alle im Team, ungeliebt.

Der Grund für "jede Woche" ist Wiederholung. Eine Aufgabe, die alle vier Wochen anfällt, kommt in einem vierwöchigen Ablauf ein oder zwei Mal vor. Das reicht nicht, um eine Gewohnheit zu ändern, und es reicht nicht, um die Anweisungs-Datei im Projekt gut zu machen. Eine wöchentliche Aufgabe kommt bei vier Leuten in vier Wochen sechzehn Mal vor. Nach sechzehn Durchläufen weiß das Team, wann Claude gut ist und wann jemand nachlesen muss.

Der Grund für "alle im Team" ist die gemeinsame Sprache. Wenn alle dieselbe Aufgabe mit Claude machen, reden am Donnerstag vier Leute über dasselbe Problem. Einer hat eine Formulierung gefunden, die das Ergebnis besser macht, und die anderen drei übernehmen sie am selben Tag. Wenn dagegen jeder eine andere Aufgabe hat, sammelt jeder seine eigenen kleinen Erkenntnisse, und nach vier Wochen gibt es vier Arbeitsweisen und keinen gemeinsamen Stand.

Der Grund für "ungeliebt" ist der wichtigste. Bei einer Aufgabe, die jemand gerne macht, ist Claude ein Eingriff. Da verteidigt die Person ihre Handarbeit, und sie hat recht damit. Bei einer Aufgabe, die alle vor sich herschieben, ist Claude eine Erleichterung, und die Person hat einen eigenen Grund, das Ding zum Laufen zu bringen. Du brauchst in Woche 1 keine Überzeugungsarbeit, du brauchst jemanden, der froh ist.

Bei uns ist es die Nacharbeit nach Terminen und Gesprächen

Die Aufgabe, die bei uns alle drei Bedingungen erfüllt, ist das Nacharbeiten nach Terminen: aus den Notizen eines Gesprächs eine Zusammenfassung machen, die Aufgaben daraus ziehen, sie den richtigen Leuten zuordnen und eine Mail an den Kunden schreiben. Jede Woche mehrfach, bei jedem im Team, und es macht niemand freiwillig. Deshalb sind aus genau dieser Ecke unsere ersten drei Cowork-Skills entstanden: Meeting zu Aufgaben, Sales-Call zu CRM und Session-Ende zu Daily Log. Die drei stecken heute im Second Brain Boost-Pack mit einem 18-Minuten-Setup-Video und kosten 149 Euro.

Warum diese Aufgabe so gut funktioniert: Das Ergebnis ist in zwei Minuten prüfbar. Jeder im Team war im Termin, jeder weiß, was besprochen wurde, und jeder sieht sofort, ob die Zusammenfassung stimmt. Bei einer Aufgabe, deren Ergebnis niemand ohne Aufwand prüfen kann, etwa einer Marktrecherche, lernt das Team in vier Wochen nichts, weil niemand merkt, wo Claude daneben liegt.

Bei euch kann es eine andere Aufgabe sein. Typische Kandidaten, die in kleinen Teams alle drei Bedingungen erfüllen: die Antwort auf wiederkehrende Kundenanfragen, aus denen jede Woche zehn Mails werden. Das Protokoll aus dem Montagstermin. Die Angebotsvorlage, die jedes Mal von Hand an einen neuen Kunden angepasst wird. Die Übersicht über die Woche, die am Freitag jemand zusammenstellt. Der Abgleich zweier Listen, der einmal pro Woche anfällt.

Was in Woche 1 nicht die erste Aufgabe ist: alles, was mit Kundendaten aus geschützten Systemen arbeitet, also Personaldaten, Gesundheitsdaten, Verträge mit Vertraulichkeitsklauseln. Das geht durchaus, ihr braucht dafür aber die Regeln erst schriftlich, und die entstehen bei diesem Ablauf erst in Woche 4. Fang mit einer Aufgabe an, bei der ein Fehler niemandem weh tut. Zu Kundendaten gibt es einen eigenen Artikel: Claude und Datenschutz.

Die erste Aufgabe muss drei Bedingungen erfüllen: jede Woche, alle im Team, niemand macht sie gerne Drei Karten nebeneinander. Erste Karte, gelb: Jede Woche. Bei vier Leuten sind das sechzehn Durchläufe in vier Wochen. Zweite Karte: Alle im Team. Am Donnerstag reden vier Leute über dasselbe Problem. Dritte Karte: Niemand macht sie gerne. Dann verteidigt keiner seine Handarbeit. // DIE ERSTE AUFGABE Drei Bedingungen, alle drei müssen passen Jede Woche Bei 4 Leuten sind das 16 Durchläufe in 4 Wochen. Alles, was seltener kommt, ändert keine Gewohnheit. Alle im Team Am Donnerstag reden 4 Leute über dasselbe Problem. Eine gute Formulierung haben am selben Tag alle. Ungeliebt Dann verteidigt niemand seine Handarbeit. Du brauchst keine Überzeugungsarbeit, nur jemanden, der froh ist. Quelle: eigene Einführung bei KI.ohne.Team, Stand 25. September 2026

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Die erste Aufgabe muss also jede Woche anfallen, alle im Team betreffen und von niemandem gerne gemacht werden. Fehlt eine der drei Bedingungen, such eine andere Aufgabe.

Die Einstellungen, die vor dem ersten Tag stehen müssen

Vor dem ersten Arbeitstag mit Claude stehen drei Dinge: das Training mit euren Inhalten ist abgeschaltet, für jede geplante Aufgabe existiert ein gemeinsames Projekt mit einer Anweisungs-Datei, und es ist schriftlich festgelegt, welche Kundendaten in Claude dürfen. Wer diese drei Punkte in Woche 2 nachholt, diskutiert sie mit einem Team, das schon angefangen hat, und das ist die unangenehmere Variante.

Erstens: das Training mit euren Inhalten abschalten

Bei Free, Pro und Max nutzt Anthropic Chats nur dann zum Training, wenn der Schalter Model Improvement in den Privacy-Einstellungen aktiv ist, wenn Inhalte zur Sicherheitsprüfung markiert werden oder wenn man einem Programm wie Trusted Tester beigetreten ist. Der Schalter lässt sich abschalten, und genau das ist der erste Handgriff. Quelle: privacy.claude.com, "Is my data used for model training?", Stand 16. März 2026, abgerufen am 25. September 2026.

Für Team, Enterprise und die API gelten die Commercial Terms von Anthropic. Dort steht, dass Kundendaten standardmäßig nicht zum Training genutzt werden, mit dem freiwilligen Development Partner Program als Ausnahme. Der Kunde ist Verantwortlicher, Anthropic Auftragsverarbeiter, und ein AVV gehört zum Standard, also der Vertrag, mit dem Anthropic zusagt, die Daten nur so zu verarbeiten, wie der Kunde es vorgibt. Zero Data Retention gibt es nur bei Enterprise. Quelle: Anthropic Commercial Terms, zusammengefasst über Zweitquellen, abgerufen am 25. September 2026. Einordnung aus der Praxis, ersetzt keine Rechtsberatung.

Was das praktisch heißt: Wenn euer Team mit dem Team-Plan startet, ist der Punkt an dieser Stelle erledigt, und du willst es trotzdem einmal in den Einstellungen gesehen haben. Wenn euer Team mit drei privaten Pro-Konten startet, weil das schneller ging, dann prüft jede Person den Schalter einzeln, und zwar am selben Tag. Ein Konto, bei dem der Schalter noch an ist, kennt niemand, bis jemand nachsieht.

Zweiter Punkt an dieser Stelle: Incognito-Chats werden laut Anthropic in keinem Plan zum Training genutzt und landen auch nicht im Memory. Das Geist-Symbol im Chat-Fenster ist damit die Notbremse für den Fall, dass jemand doch einmal etwas Vertrauliches hineinkopieren muss. Erklär das dem Team in Woche 1, nicht in Woche 4.

Zweitens: gemeinsame Projekte anlegen, eines pro Aufgabe

Ein Projekt ist eine Sammlung aus Anweisungen und Dateien, die Claude bei jedem Chat innerhalb dieses Projekts mitliest, und im Team-Plan legt eine Person das Projekt an und alle anderen arbeiten mit demselben Stand. Anthropic unterscheidet drei Arten von Gedächtnis deutlich: Projekte sind statisches Wissen, das immer geladen ist. Skills sind Ordner, die nur bei Bedarf geladen werden. Memory ist Kontext, der mit den Chats wächst. Custom Instructions sind breite Regeln für alles.

Für die Einführung brauchst du genau ein Projekt, nämlich das für die erste Aufgabe. Drei leere Projekte für Aufgaben, die noch nicht laufen, sind drei Orte, an denen später niemand nachsieht. In dieses eine Projekt kommen vier Dinge:

  1. Wer ihr seid. Zwei Absätze: Was macht die Firma, für wen, wie redet ihr mit Kunden. Bei uns heißt diese Datei CLAUDE.md, und sie ist die Datei, die am Anfang jedes Projekts steht.
  2. Wie das Ergebnis aussehen soll. Für die Nacharbeit nach Terminen zum Beispiel: Zusammenfassung in fünf Sätzen, dann die Aufgaben als Liste mit Namen dahinter, dann der Mail-Entwurf mit Anrede und Grußformel, die ihr sonst auch nutzt.
  3. Was verboten ist. Die Wörter, die bei euch nicht vorkommen, die Grußformel, die niemand benutzt, die Behauptungen, die Claude nie aufstellen darf. Das ist der Teil, der in Woche 2 am meisten wächst.
  4. Ein gutes Beispiel. Ein Ergebnis, das ein Mensch geschrieben hat und das allen gefällt. Ein Beispiel ist mehr wert als eine Seite Erklärung.

Die Reihenfolge, die wir in oh.my.Claude weitergeben, ist immer dieselbe: erst Cowork einrichten, dann die Projekte ordentlich anlegen, dann Claude Code. Wer mit Claude Code anfängt, weil es beeindruckend ist, hat ein Werkzeug, das Ordner bearbeitet, und kein Projekt, das ihm sagt, wie eure Texte klingen sollen.

Drittens: die Regel für Kundendaten, in drei Zeilen

Vor dem ersten Tag steht ein Satz, welche Kundendaten in Claude dürfen, ein Satz, welche nicht, und ein Name, wen man im Zweifel fragt. Mehr braucht es an Tag eins nicht, und weniger reicht nicht. Die vollständige schriftliche Regelung entsteht in Woche 4, für den Start genügen drei Zeilen an einer Stelle, die jeder findet.

Was bei uns in diesen drei Zeilen steht, in der Struktur, nicht wörtlich: Erlaubt sind Inhalte, die der Kunde selbst geschrieben hat und die wir ihm auch wieder schicken, also Briefings, Notizen aus gemeinsamen Terminen, unsere eigenen Entwürfe. Nicht erlaubt sind Zugangsdaten, Personaldaten, Gesundheitsdaten und alles aus einem Vertrag mit Vertraulichkeitsklausel. Und im Zweifel fragt man eine benannte Person, bevor man einfügt, nicht danach.

Der Grund für den dritten Punkt, den Namen: Eine Regel mit zwei Kategorien lässt immer Fälle offen. Wenn dann niemand zuständig ist, entscheidet jeder für sich, und zwar in dem Moment, in dem er unter Zeitdruck etwas kopieren will. Das ist der Moment, in dem Regeln gebrochen werden. Ein Name löst das, auch wenn die Person dann nur "ja, mach" sagt.

Ein vierter Punkt gehört an dieselbe Stelle, wenn euer Team mit Team oder Enterprise startet: Memory ist dort standardmäßig aus, und der Owner entscheidet, ob er es freischaltet. Bei Free, Pro und Max ist Memory standardmäßig an. Memory speichert Rolle, laufende Projekte, beruflichen Kontext, Personen, Kommunikationsstil und technische Vorlieben. Sensible Themen wie Gesundheit oder Religion speichert es standardmäßig nicht, Ausweisdaten und Kontonummern nie. Unsere Empfehlung für die Einführung: Memory in Woche 1 aus lassen, und der Grund ist Übersichtlichkeit. In den ersten Wochen willst du wissen, ob dein Projekt-Text gut ist, und ein wachsendes Gedächtnis daneben macht das Ergebnis schwerer erklärbar. Ab Woche 4 kannst du es freischalten.

Der Ablauf über vier Wochen

Der Ablauf hat vier Wochen, jede Woche einen gemeinsamen Termin von 60 Minuten, und jede Woche ein Ergebnis, das am Freitag vorliegt und das man vorzeigen kann. Keine Tagesplanung, weil kein Team einer Tagesplanung folgt, die jemand anders geschrieben hat. Was zählt, ist die Reihenfolge der vier Wochen und die Frage, was am Ende jeder Woche fertig ist.

Claude im Team einführen: vier Wochen, eine Aufgabe zuerst, am Ende eine schriftliche Regelung Vier nummerierte Zeilen untereinander. Woche 1, gelb markiert: eine Aufgabe, alle machen sie mit Claude. Am Ende liegt vor: ein gemeinsames Projekt und eine Liste mit den Stellen, an denen das Ergebnis nicht gepasst hat. Woche 2: die Anweisung nachschärfen. Am Ende liegt vor: zweite Version der Anweisungs-Datei und drei freigegebene Beispiele. Woche 3: die Aufgabe als Skill an alle verteilen und die zweite Aufgabe dazunehmen. Am Ende liegt vor: ein Skill für die Organisation und eine Zeitmessung vorher und jetzt. Woche 4: aufschreiben, was jetzt gilt. Am Ende liegt vor: zwei Seiten Regelung, ein Monatstermin im Kalender, die Sitzverteilung. // VIER WOCHEN EINFÜHRUNG Vier Wochen, vier Ergebnisse Woche 1 Eine Aufgabe, alle machen sie mit Claude Am Freitag da: das gemeinsame Projekt und die Liste der Fehlgriffe Woche 2 Die Anweisung im Projekt nachschärfen Am Freitag da: Version 2 der Anweisung und 3 freigegebene Beispiele Woche 3 Skill für alle, zweite Aufgabe dazu Am Freitag da: ein Skill in der Organisation, Zeit vorher und jetzt Woche 4 Aufschreiben, was jetzt gilt Am Freitag da: 2 Seiten Regelung, Monatstermin, Sitzverteilung

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Die vier Wochen in Kurzform: Woche 1 macht das ganze Team eine Aufgabe mit Claude, Woche 2 wird die Anweisung im Projekt nachgeschärft, Woche 3 wird die Aufgabe als Skill an alle verteilt und die zweite Aufgabe kommt dazu, Woche 4 wird aufgeschrieben, was jetzt gilt.

Woche 1: Eine Aufgabe, und alle machen sie mit Claude

In Woche 1 macht jeder im Team die ausgewählte Aufgabe mindestens zweimal mit Claude, auch wenn es länger dauert als von Hand. Das ist der ganze Inhalt der Woche, und es ist der Punkt, an dem die meisten Einführungen zu viel wollen.

Was passiert. Am Montag sitzt das Team 60 Minuten zusammen, und eine Person macht die Aufgabe einmal vorne am Bildschirm, von Anfang bis Ende, mit allen Zwischenschritten. Die anderen haben dabei den Auftrag, dazwischenzureden, sobald etwas unklar ist. Danach macht jeder die Aufgabe für sich, so oft sie in der Woche anfällt, und immer mit Claude. Wer merkt, dass es von Hand schneller gegangen wäre, macht sie trotzdem mit Claude und schreibt die Stelle auf, an der es gehakt hat.

Wer macht was. Eine Person, meistens die, die das Abo verantwortet, richtet vor dem Montag das gemeinsame Projekt ein und legt die Anweisungs-Datei hinein. Dieselbe Person legt eine zweite Datei an, in die alle ihre Fehlgriffe schreiben, eine Zeile pro Fall: was war die Aufgabe, was kam raus, was war falsch daran. Jede andere Person im Team macht die Aufgabe mindestens zweimal und schreibt mindestens einen Fall in die Liste. Wer keinen Fall findet, hat es nicht versucht.

Was am Ende der Woche vorliegt. Ein gemeinsames Projekt mit einer Anweisungs-Datei. Eine Liste mit mindestens vier Einträgen, an welchen Stellen das Ergebnis nicht gepasst hat. Pro Person mindestens zwei Durchläufe. Und ein Gefühl im Team, wie lange die Aufgabe mit Claude dauert, wenn man sie zum zweiten Mal macht.

Was in Woche 1 nicht passiert: Skills installieren, Claude Code anfassen, über Sitzarten diskutieren, ein zweites Projekt anlegen. Jede dieser Sachen zieht Aufmerksamkeit von der einen Aufgabe weg, und die eine Aufgabe ist in Woche 1 das Einzige, was zählt.

Woche 2: Aus den Fehlgriffen der ersten Woche eine bessere Anweisung machen

In Woche 2 wird die Liste aus Woche 1 durchgegangen und jede Zeile in eine Ergänzung der Anweisungs-Datei übersetzt, und danach macht das Team die Aufgabe eine weitere Woche lang. Das ist die Woche, in der sich entscheidet, ob Claude im Team gut oder mittelmäßig wird.

Was passiert. Der Montagstermin dauert wieder 60 Minuten, und die Liste ist die Tagesordnung. Jede Zeile wird gelesen und in eine Regel übersetzt. Aus "hat den Kunden gesiezt, wir duzen ihn" wird eine Zeile in der Anweisung. Aus "hat drei Aufgaben erfunden, die keiner gesagt hat" wird eine Zeile, die verbietet, Aufgaben zu ergänzen, die nicht in den Notizen stehen. Aus "der Mail-Entwurf war doppelt so lang wie nötig" wird eine Längenangabe. Am Ende des Termins hat die Anweisungs-Datei eine zweite Version, und die Verbotsliste darin ist deutlich länger als in Woche 1.

Der zweite Teil der Woche ist der Beispiel-Teil. Aus den Ergebnissen der ersten Woche wählt das Team zwei bis drei aus, die gut sind, und legt sie in das Projekt. Ein freigegebenes Beispiel ändert mehr am Ergebnis als fünf Regelsätze, weil Claude daran Ton, Länge und Reihenfolge gleichzeitig abliest.

Wer macht was. Die Person im Team mit dem besten Sprachgefühl schreibt die zweite Version der Anweisungs-Datei, und zwar allein, nach dem Termin. Eine Anweisung, die vier Leute gemeinsam formulieren, wird lang und weich. Alle anderen machen die Aufgabe weiter und schreiben weiter in die Liste. Die Person, die das Abo verantwortet, achtet auf etwas anderes: darauf, wer im Team an das Nutzungs-Limit kommt. Das Sitzungs-Limit setzt sich alle 5 Stunden zurück, dazu gibt es ein Wochenlimit über alle Modelle. Wer regelmäßig vor einem Reset sitzt und nicht weiterarbeiten kann, ist der Kandidat für einen Premium-Sitz.

Was am Ende der Woche vorliegt. Eine zweite Version der Anweisungs-Datei mit einer echten Verbotsliste. Zwei bis drei freigegebene Beispiele im Projekt. Eine Notiz, wer im Team an Limits kommt. Und die Liste der Fehlgriffe, die jetzt hoffentlich kürzer wächst als in Woche 1.

Ein Hinweis zu Woche 2, den wir aus eigener Arbeit haben: Die Verbotsliste ist der Teil, der niemals fertig ist, und sie ist der Teil mit dem größten Effekt. In unserem eigenen Wissens-System gibt es dafür einen eigenen Skill, entslopen heißt er, der KI-typische Muster aus Texten entfernt. Er ist aus nichts anderem entstanden als aus einer Liste von Formulierungen, die uns über Monate aufgefallen sind. Eure Liste fängt in Woche 2 an, mit vier Zeilen.

Woche 3: Die Aufgabe an alle verteilen und die zweite Aufgabe dazunehmen

In Woche 3 wird aus der Anweisung ein Skill, den der Admin einmal für die ganze Organisation freigibt, und gleichzeitig kommt die zweite Aufgabe dazu. Erst jetzt, nicht früher, weil die erste Aufgabe jetzt zwei Wochen gelaufen ist und niemand mehr darüber nachdenken muss.

Was passiert. Skills sind Ordner mit Anweisungen, Skripten und Ressourcen, die Claude bei Bedarf lädt, und sie sind laut Anthropic in Free, Pro, Max, Team und Enterprise verfügbar, Voraussetzung ist aktivierte Code-Ausführung. Ein einfacher Skill ist eine Markdown-Datei, ein erweiterter Skill hat zusätzlich ausführbare Skripte. Der Unterschied zwischen Pro und Team liegt in der Verteilung: In Pro installiert jede Person ihre Skills selbst, in Team und Enterprise gibt es organisationsweite Skills, die der Admin einmal hochlädt und die danach alle haben. Was Skills genau sind und wie du eigene erstellst, steht in Claude Skills.

Der Handgriff in Woche 3: Die Anweisungs-Datei aus Woche 2 wandert in einen Skill, der Admin verteilt ihn an die Organisation, und ab Mitte der Woche startet jeder die Aufgabe über den Skill statt über Copy-Paste in den Chat. Der Unterschied ist klein und er ist der Grund, warum die Sache später nicht auseinanderläuft: Ein Skill, der zentral liegt, ist bei allen gleich. Vier Textschnipsel in vier Notiz-Apps sind nach zwei Monaten vier verschiedene Versionen.

Der zweite Teil der Woche ist die zweite Aufgabe, und für die gelten dieselben drei Bedingungen wie für die erste: jede Woche, alle im Team, ungeliebt. Sie startet genau wie Aufgabe eins, mit einem gemeinsamen Projekt, einer Anweisungs-Datei und einer Liste für die Fehlgriffe. Der Unterschied ist, dass das Team den Ablauf jetzt kennt und keine 60 Minuten Erklärung mehr braucht.

Wer macht was. Der Admin lädt den Skill hoch, einmal, für alle. Die Person, die in Woche 2 die Anweisung geschrieben hat, überträgt sie in die Skill-Form. Jede Person im Team nutzt ab Mitte der Woche den Skill und nimmt die zweite Aufgabe dazu. Und eine Person macht eine Messung, die sich später auszahlt: Wie lange hat die erste Aufgabe vor der Einführung gedauert, wie lange dauert sie jetzt. Nicht auf die Minute, eine Schätzung von jedem einzeln genügt.

Was am Ende der Woche vorliegt. Ein Skill, der in der ganzen Organisation verfügbar ist. Eine zweite Aufgabe, die läuft, mit eigenem Projekt. Eine Zeitangabe vorher und jetzt für Aufgabe eins, geschätzt von jedem im Team. Und ein Team, das in zwei Aufgaben nicht mehr überlegt, ob es Claude nimmt.

Wenn ihr an dieser Stelle merkt, dass eine Person im Team dauernd an Limits stößt, ist jetzt der Moment für den Wechsel auf einen Premium-Sitz. Der Owner verschiebt die Person in der Verwaltung, Konto, Chats und Projekte bleiben. Die Rechnung dazu steht in Claude Team und Enterprise.

Woche 4: Aufschreiben, was jetzt gilt

In Woche 4 wird auf zwei Seiten festgehalten, was Claude im Betrieb macht, welche Daten nicht hineingehören und wer im Zweifel entscheidet, und es wird ein Termin für den Monats-Check gesetzt. Damit endet die Einführung, und danach läuft der normale Betrieb.

Was passiert. Der Montagstermin ist diesmal eine Schreibsitzung. Auf zwei Seiten kommt: welche Aufgaben laufen jetzt über Claude, mit welchem Projekt oder Skill. Welche Daten dürfen hinein, welche nicht, wer entscheidet im Zweifel. Wer prüft das Ergebnis, bevor es zum Kunden geht. Welches Werkzeug für was, also Chat für Fragen, Projekte für wiederkehrende Aufgaben, Cowork für Arbeit am Rechner, Claude Code für ganze Ordner. Und was im nächsten Monat dazukommt, genau eine Sache.

Diese zwei Seiten sind gleichzeitig eure schriftliche KI-Regelung, und dafür gibt es eine Vorlage in KI-Richtlinie fürs Unternehmen. Sie sind außerdem ein Teil dessen, was du für die Pflicht aus dem AI Act brauchst, dazu unten ein eigener Abschnitt.

Der zweite Teil der Woche ist die Aufräumarbeit. Die Sitzverteilung wird festgelegt, also wer Standard und wer Premium bekommt. Wenn ihr im ersten Monat monatlich gezahlt habt, ist jetzt der Punkt, an dem die Jahreszahlung Sinn ergibt, weil die Verteilung steht. Memory kann jetzt freigeschaltet werden, wenn der Owner das will, und die Entscheidung dazu gehört mit einer Zeile in die zwei Seiten. Und es geht ein Termin in den Kalender, einmal im Monat, 30 Minuten, in dem drei Fragen gestellt werden: Welche Aufgabe läuft gut, welche haben wir wieder von Hand gemacht, was kommt diesen Monat dazu.

Wer macht was. Eine Person schreibt die zwei Seiten, alle lesen sie und schreiben ihren Namen darunter. Der Owner legt die Sitze fest und entscheidet über Memory. Eine Person legt den Monatstermin an und lädt alle ein. Das ist der Schritt, den die meisten Teams weglassen, und es ist der Schritt, der über die Monate 2 bis 12 entscheidet.

Was am Ende der Woche vorliegt. Zwei Seiten, auf denen steht, was gilt, von allen gelesen. Eine Liste mit zwei Aufgaben, die über Claude laufen, jede mit Projekt oder Skill. Ein Monatstermin im Kalender. Eine festgelegte Sitzverteilung. Und eine Zeitangabe, die du in einem halben Jahr noch mal lesen kannst.

Wer im Team nicht mitmachen will, muss nicht

Eine Person, die Claude nicht nutzen will, wird nicht dazu verpflichtet, weil eine erzwungene Nutzung Ergebnisse erzeugt, die niemand nachprüft, und das ist teurer als ihre Handarbeit. Das ist keine weiche Haltung, das ist eine Rechnung.

Der Grund ist der Prüfschritt. Wer ein Ergebnis von Claude nimmt und zum Kunden schickt, muss es vorher lesen und beurteilen. Eine Person, die die Sache ablehnt, aber machen muss, überspringt genau diesen Schritt. Sie tut, was verlangt wurde, das Ergebnis geht raus, und sie hat für sich innerlich abgehakt, dass es nicht ihr Text war. Der Fehler taucht beim Kunden auf, und danach hat die ganze Einführung ein Beispiel gegen sich, das jeder im Team kennt. Eine Person, die die Aufgabe weiter von Hand macht, produziert dieses Beispiel nicht.

Der zweite Grund ist, wie schnell sich Ablehnung im Team verteilt. In einem Team mit vier Leuten hat ein Mensch, der bei jedem Termin die Augen verdreht, mehr Einfluss auf die drei anderen als jede Anweisung von oben. Wenn diese Person aber sagen darf "ich mach das weiter selbst", verschwindet der Anlass für das Augenverdrehen. Sie hat keinen Kampf mehr zu führen. Und in unserer Erfahrung ist genau das der Punkt, an dem nach ein paar Wochen Interesse entsteht, nämlich wenn jemand anders am Donnerstag fertig ist und die Person noch sitzt.

Was du dafür verlangst, ist etwas anderes: Ergebnisse zum Termin. Die Aufgabe muss fertig sein, in der Qualität, die vereinbart ist. Ob sie von Hand gemacht wurde, ist die Sache der Person. Was nicht geht, ist eine Aufgabe, die drei Tage liegen bleibt, mit dem Hinweis, dass die anderen ja jetzt Claude haben.

Drei Einwände hören wir öfter, und alle drei sind vernünftig.

"Ich schreibe schneller, als ich einem Programm erkläre, was ich will." Für einen einzelnen Text stimmt das oft. Für dieselbe Art Text jede Woche stimmt es nicht mehr, weil die Erklärung im Projekt liegt und nicht jedes Mal neu geschrieben wird. Der Weg mit dieser Person: eine einzige Aufgabe, die sie messbar nervt, und die Erklärung schreibt jemand anders ins Projekt. Sie startet nur.

"Ich will nicht, dass meine Arbeit in ein Training läuft." Das ist der berechtigtste Einwand, und er hat eine Antwort. Bei Free, Pro und Max ist der Schalter für Model Improvement abschaltbar, und im Team-Plan gelten die Commercial Terms, nach denen Kundendaten standardmäßig nicht zum Training genutzt werden. Zeig ihr die Einstellung im Konto, nicht den Blogartikel darüber. Einordnung aus der Praxis, ersetzt keine Rechtsberatung.

"Bei mir kommt immer Quatsch raus." Meistens ist das eine Aufgabe ohne Projekt. Jemand tippt eine Anfrage in ein leeres Chat-Fenster, ohne Kontext, und bekommt eine Antwort, die zu niemandem passt. Setz diese Person für eine Aufgabe in das gemeinsame Projekt, in dem die Anweisung und die freigegebenen Beispiele schon liegen, und lass sie es dort noch einmal versuchen.

Eine Grenze gehört dazu: Wenn eine Person im Team eine Aufgabe hat, die nur sie machen kann, und sie lehnt Claude dauerhaft ab, dann ist diese Aufgabe für die nächsten Monate keine Kandidatin für die Einführung. Such eine andere. Es gibt in jedem Betrieb genug wöchentliche Arbeit, die alle betrifft.

Woran du nach vier Wochen merkst, ob es hält

Nach vier Wochen erkennst du an vier Anzeichen, ob die Einführung im Alltag angekommen ist, und keines davon ist eine Zahl aus einem Tool. Sie kommen alle aus dem, was du im Team siehst.

Erstes Anzeichen: Jemand hat die Anweisung im Projekt geändert, ohne dass du es gesagt hast. Das ist das stärkste Zeichen von allen. Es heißt, eine Person hat das Projekt als ihr Werkzeug akzeptiert und nicht als Vorschrift von oben. Wenn die Anweisungs-Datei nach vier Wochen noch genau die Version aus Woche 2 ist, nutzt sie wahrscheinlich niemand.

Zweites Anzeichen: Die Liste der Fehlgriffe wird kürzer, nicht länger. In Woche 1 sammelt das Team viele Fälle, in Woche 4 sollten es deutlich weniger sein, weil die Anweisung besser ist. Wenn die Liste in Woche 4 genauso lang ist wie in Woche 1, hat die Nacharbeit in Woche 2 nicht stattgefunden, und die Aufgabe ist vermutlich falsch gewählt.

Drittes Anzeichen: Jemand fragt nach der dritten Aufgabe, bevor du sie vorschlägst. Interesse, das von selbst kommt, ist das Gegenteil von dem, was du in Woche 1 hattest. Wenn in Woche 4 niemand fragt, läuft die Sache noch auf deinem Antrieb, und dann wird sie mit dir zusammen ruhen, sobald du zwei Wochen mit etwas anderem beschäftigt bist.

Viertes Anzeichen: Eine Woche ohne dich ändert nichts. Der harte Test. Sei eine Woche nicht im Montagstermin, sag vorher nichts dazu. Wenn die Aufgaben trotzdem über Claude laufen, hält es. Wenn nach dieser Woche drei Leute wieder von Hand arbeiten, dann war das kein Betrieb, das war eine begleitete Übung.

Nach vier Wochen: die Anzeichen, dass es läuft, und die Anzeichen, dass es wieder einschläft Zwei Karten nebeneinander. Links die gelbe Karte Es läuft: jemand hat die Anweisung selbst geändert, die Liste der Fehlgriffe wird kürzer, jemand fragt nach der dritten Aufgabe, eine Woche ohne dich ändert nichts. Rechts die Karte Es schläft ein: die Anweisung ist noch die aus Woche 2, dieselben Fehler wie am Anfang, Vorschläge kommen nur von dir, ohne den Montagstermin passiert nichts. // NACH VIER WOCHEN Vier Anzeichen, zwei Richtungen Es läuft Jemand hat die Anweisung selbst geändert. Die Liste der Fehlgriffe wird kürzer. Jemand fragt nach der dritten Aufgabe. Eine Woche ohne dich: gleich. Es schläft ein Die Anweisung ist noch die aus Woche 2. Dieselben Fehler wie am Anfang. Vorschläge kommen nur von dir. Ohne Termin: nichts. Quelle: eigene Einführung bei KI.ohne.Team, Stand 25. September 2026

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Links stehen die vier Anzeichen dafür, dass die Einführung im Alltag angekommen ist, rechts die vier dafür, dass sie an dir hängt und ohne dich aufhört.

// Aus der Community

Die vier Wochen sind einfacher, wenn jemand die erste Sitzung mitmacht. Im Team-Workflow-Onboarding richten wir mit deinem Team in 120 Minuten die erste Aufgabe, das gemeinsame Projekt und die Sitzverteilung ein, danach begleiten wir euch 14 Tage in Slack für die Fragen, die erst im Alltag auftauchen.

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Die vier Fehler, die eine Einführung nach vier Wochen ruhen lassen

Die vier häufigsten Fehler sind: zu viele Aufgaben gleichzeitig, kein Prüfschritt vor dem Kunden, die Einführung hängt an einer Person, und niemand schreibt auf, was gilt. Alle vier haben wir selbst gemacht, keiner davon fällt in Woche 1 auf.

Fehler eins: mehr als eine Aufgabe zum Start. Der Reflex bei einem neuen Werkzeug ist, alles auszuprobieren, was es kann. Drei Aufgaben parallel heißt: drei halb gute Anweisungs-Dateien, drei Listen mit Fehlgriffen, an denen keiner arbeitet, und ein Team, das nach zwei Wochen von allem eine ungefähre Ahnung hat. Eine Aufgabe, vier Wochen, dann die zweite. Das fühlt sich langsam an und es ist die schnellere Variante.

Fehler zwei: kein Prüfschritt, bevor etwas zum Kunden geht. Wenn nicht festgelegt ist, wer ein Ergebnis liest, bevor es raus geht, liest es irgendwann niemand. Dann passiert der eine Fehler, den jeder im Team danach erzählt, und ab dem Tag hat die Einführung einen Gegner, gegen den keine gute Anweisung hilft. Der Prüfschritt kostet zwei Minuten und gehört in die zwei Seiten aus Woche 4.

Fehler drei: alles hängt an einer Person. Eine Person legt das Projekt an, schreibt die Anweisung, lädt den Skill hoch, leitet den Termin. Wenn diese Person zwei Wochen in einem Kundenprojekt versinkt, hört die Einführung auf. Dagegen hilft, in Woche 2 eine zweite Person für die Anweisungs-Datei zuständig zu machen und in Woche 3 eine dritte für den Skill. So gibt es am Ende zwei Leute, die wissen, wo was liegt.

Fehler vier: niemand schreibt auf, was gilt. Ohne die zwei Seiten aus Woche 4 gibt es keine Antwort auf die Frage, was erlaubt ist. Dann entscheidet jeder selbst, und zwei Monate später hat einer Kundendaten in einem privaten Konto, bei dem niemand den Training-Schalter geprüft hat. Diese zwei Seiten sind zugleich das Papier, das du brauchst, wenn jemand nach eurem Umgang mit KI fragt, und dazu kommt gleich noch ein Abschnitt.

Ein fünfter Punkt, der kein Fehler ist, aber oft für einen gehalten wird: Nach vier Wochen ist nicht alles besser. Zwei Aufgaben laufen über Claude, der Rest läuft wie vorher, und das ist das erwartete Ergebnis. Wer nach vier Wochen einen komplett veränderten Betrieb erwartet, hat entweder zu viel gleichzeitig angefangen oder zu viel versprochen. Zwei Aufgaben, die jede Woche sicher laufen, sind nach einem Jahr sechs bis acht Aufgaben.

Die Pflicht aus dem AI Act, kurz und ohne Schreck

Seit dem 2. Februar 2025 verlangt Artikel 4 der KI-Verordnung der EU von Unternehmen, die KI-Systeme im Betrieb nutzen, Maßnahmen für ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz beim Personal. Das gilt ohne Mindestgröße und ohne Branchenausnahme. Wer im Betrieb Claude, ChatGPT oder Gemini nutzt, ist Betreiber im Sinne der Verordnung und fällt darunter. Quelle: Verordnung (EU) 2024/1689, Artikel 4. Einordnung aus der Praxis, ersetzt keine Rechtsberatung.

Was die Verordnung nicht verlangt: ein Zertifikat, eine Prüfung, eine bestimmte Stundenzahl oder einen KI-Beauftragten im Organigramm. Die EU-Kommission hat das in ihren Fragen und Antworten zur KI-Kompetenz ausdrücklich klargestellt. Und Artikel 4 ist im Sanktionsartikel der Verordnung nicht genannt, die Drohungen mit Millionenbußgeldern für eine fehlende Schulung sind damit falsch. Einordnung aus der Praxis, ersetzt keine Rechtsberatung.

Das Praktische daran: Der Ablauf über vier Wochen produziert fast von allein das, was du dafür brauchst. Die Montagstermine sind Unterweisungen mit Datum und Teilnehmern. Die zwei Seiten aus Woche 4 sind die schriftliche Regelung. Die Anweisungs-Datei und die Liste der Fehlgriffe zeigen, dass ihr euch mit Grenzen und Fehlerquellen des Werkzeugs beschäftigt habt. Lege die vier Termine mit Teilnehmerliste und die zwei Seiten in einen Ordner, und du hast einen Nachweis, ohne ein Seminar gekauft zu haben.

Was noch fehlt und was in den Ordner gehört, wie du die Teilnahme dokumentierst und welche Förderwege es gibt, steht vollständig in KI-Schulung für Mitarbeiter. Die Vorlage für die schriftliche Regelung, die auf zwei Seiten passt, steht in KI-Richtlinie fürs Unternehmen.

Kurz zur Einordnung: Das hier ist unsere Einordnung aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Was in deinem Fall gilt, klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten oder Anwalt.

Was das Ganze kostet, in drei Sätzen

Ein Standard-Sitz im Claude Team-Plan kostet 25 Dollar pro Person im Monat, 20 Dollar bei Jahreszahlung, und der Plan startet ab 2 Personen. Ein Premium-Sitz kostet 125 Dollar pro Person im Monat, 100 Dollar bei Jahreszahlung, und bringt etwa 5x die Menge eines Standard-Sitzes. Ein einzelnes Pro-Konto kostet 20 Dollar im Monat, 17 Dollar bei Jahreszahlung. Alle Preise laut claude.com/pricing in US-Dollar ohne Steuer, den Euro-Betrag mit Mehrwertsteuer siehst du erst im Checkout.

Für die Einführung genügt diese Empfehlung: Startet im ersten Monat mit monatlicher Zahlung und Standard-Sitzen für alle. Nach den vier Wochen wisst ihr, wer an Limits kommt, und dann fällt die Entscheidung über Premium und Jahreszahlung mit Daten statt mit Vermutungen. Die vollständige Rechnung für 3 und 5 Leute, der Vergleich zwischen Team und einzelnen Pro-Konten und der Abschnitt zu Enterprise stehen in Claude Team und Enterprise.

Claude ist eine Marke von Anthropic PBC. KI.ohne.Team steht in keiner Verbindung zu Anthropic und wird nicht von Anthropic unterstützt.

Fazit

Die Einführung entscheidet sich an der ersten Aufgabe, nicht am Abo und nicht am Plan. Eine Aufgabe, die jeder jede Woche hat und niemand gerne macht, vier Wochen lang konsequent über Claude, mit einem gemeinsamen Projekt und einer Liste der Fehlgriffe, die in Woche 2 zu einer besseren Anweisung wird. Wer nicht mitmachen will, macht seine Aufgabe weiter von Hand und liefert zum Termin. Am Ende liegen zwei Seiten, auf denen steht, was gilt, und ein Monatstermin im Kalender, und daran erkennst du in einem halben Jahr, ob das ein Betrieb war oder eine Übung.

Häufige Fragen

Was ist Claude für Unternehmen?

"Claude für Unternehmen" ist kein eigenes Produkt von Anthropic. Gemeint ist meistens der Team-Plan, der ab 2 Personen startet und bis 150 Sitze geht, mit geteilten Projekten, organisationsweiten Skills, Single Sign-on, einer Rechnung und einem Owner, der die Sitze vergibt. Einen Plan mit dem Namen Business führt Anthropic nicht, den Namen gibt es bei ChatGPT.

Wie führe ich KI im Unternehmen ein?

Mit genau einer Aufgabe, die jeder im Team jede Woche hat und niemand gerne macht. In Woche 1 macht das ganze Team diese Aufgabe mit Claude und sammelt die Fälle, in denen das Ergebnis nicht gepasst hat. In Woche 2 wird daraus eine bessere Anweisung im gemeinsamen Projekt. In Woche 3 wird die Aufgabe als Skill an alle verteilt und die zweite Aufgabe kommt dazu. In Woche 4 wird auf zwei Seiten festgehalten, was jetzt gilt.

Wie lange dauert die Einführung?

Vier Wochen mit je einem gemeinsamen Termin von 60 Minuten, danach ein Monatstermin von 30 Minuten. Am Ende der vier Wochen laufen zwei Aufgaben über Claude, nicht der ganze Betrieb. Wer einen Plan über zwölf Monate aufstellt, hat nach vier Wochen einen Plan und keine veränderte Arbeitsweise.

Welche Einstellungen muss ich vor dem Start ändern?

Drei. Erstens das Training mit euren Inhalten abschalten: Bei Free, Pro und Max ist das der Schalter Model Improvement in den Privacy-Einstellungen, im Team-Plan gelten die Commercial Terms, nach denen Kundendaten standardmäßig nicht zum Training genutzt werden. Zweitens ein gemeinsames Projekt für die erste Aufgabe anlegen, mit Anweisungs-Datei, Verbotsliste und einem freigegebenen Beispiel. Drittens in drei Zeilen festhalten, welche Kundendaten in Claude dürfen, welche nicht und wen man im Zweifel fragt. Dazu ein Hinweis: Memory ist bei Team und Enterprise standardmäßig aus, bei Free, Pro und Max an.

Muss jeder im Team mitmachen?

Nein. Eine Person, die gezwungen wird, überspringt den Prüfschritt, und ein Ergebnis, das ungelesen zum Kunden geht, kostet mehr als ihre Handarbeit. Verlange Ergebnisse zum Termin in der vereinbarten Qualität und lass offen, wie sie entstehen. In unserer Erfahrung kommt das Interesse von selbst, sobald jemand anders am Donnerstag fertig ist.

Was kostet Claude für ein Unternehmen?

Ein Standard-Sitz im Team-Plan kostet 25 Dollar pro Person im Monat, 20 Dollar bei Jahreszahlung, ein Premium-Sitz 125 Dollar im Monat oder 100 Dollar bei Jahreszahlung. Ein einzelnes Pro-Konto kostet 20 Dollar im Monat. Preise in US-Dollar ohne Steuer, den Euro-Betrag zeigt der Checkout. Die vollständige Rechnung für 3 und 5 Leute steht unter kiohneteam.de/blog/claude-team.

Brauche ich eine schriftliche KI-Regelung?

Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt Maßnahmen für KI-Kompetenz beim Personal, kein bestimmtes Dokument. In der Praxis ist eine schriftliche Regelung auf zwei Seiten die einfachste Antwort auf die Frage, was bei euch erlaubt ist, und sie beantwortet die Frage auch, wenn du gerade nicht im Haus bist. Die Vorlage steht unter kiohneteam.de/blog/ki-richtlinie-unternehmen. Einordnung aus der Praxis, ersetzt keine Rechtsberatung.

Was bei uns jede Woche über Claude läuft

Die zwei Aufgaben aus den vier Wochen sind der Anfang, und die Frage danach ist, welche Aufgabe im nächsten Monat dazukommt. Bei uns laufen inzwischen Session-Logs, Meeting-Notizen, SEO-Artikel, Landing Pages und die Pflege eines Wissens-Systems mit über 60 eigenen Skills über Claude, und jede dieser Aufgaben hat mit genau der Runde angefangen, die hier beschrieben ist: einmal von Hand vorgemacht, einmal aufgeschrieben, dann an alle verteilt. Im Newsletter zeigen wir jede Woche eine davon, mit dem Prompt oder Skill dahinter und mit dem, was daran nicht funktioniert hat.

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Sascha Hoffmann
Co-Founder KI.ohne.Team

Führt mit Daniel Walter mehrere Unternehmen ohne zusätzliches Team. Baut die Agenten und Workflows, die die Community nutzt, und schreibt hier auf, was davon im Alltag hält.

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