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Claude Prompts: die Prompts, die wir täglich verwenden, und warum sie anders sind als für ChatGPT

daniel.walter
Daniel Walter · Co-Founder KI.ohne.Team
28. September 2026 · 34 min Lesezeit
Teil des GuidesClaude auf DeutschZum Guide →Claude Prompts: die Prompts, die wir täglich verwenden, und warum sie anders sind als für ChatGPT

Ein Claude-Prompt ist die Anweisung, die du Claude gibst, und sie fällt in der Praxis länger aus und ist klarer in Abschnitte geteilt als der gleiche Auftrag an ChatGPT, weil Claude mehr Material am Stück verarbeitet und sich an Abschnittsmarken in spitzen Klammern hält. Wer seine ChatGPT-Prompts eins zu eins in Claude kopiert, bekommt brauchbare Antworten. Wer sie umschreibt, bekommt Antworten, die er nicht mehr nacharbeiten muss.

Wir arbeiten beide täglich in Claude Code und Claude Cowork, und das läuft nicht im Free-Plan. Mein Wissens-System daniel.OS liegt in Obsidian und ist komplett mit Claude entstanden: über 60 eigene Skills, Scheduled Tasks, ein Session-Log für jeden Arbeitstag. Mit Claude und Lovable sind 2026 vier Blog-Systeme und über 80 SEO-Artikel entstanden. Die Prompts in diesem Artikel sind die, die dabei am häufigsten im Einsatz waren.

Die Listen mit Claude-Prompts, die bei Google oben stehen, sind meistens englische Vorlagen für Entwickler oder Sammlungen, die ein Prompt-Generator verkaufen soll. Hier stehen zehn vollständige Prompts auf Deutsch für Aufgaben, die jeden Monat anfallen, wenn du dein Unternehmen ohne großes Team führst. Jeder ist zum Kopieren, mit Platzhaltern in eckigen Klammern. Stand: 25. September 2026.

// Das Wichtigste in Kürze

  • Die fünf Teile eines guten Prompts gelten bei Claude genauso: Rolle, Kontext, Aufgabe, Format, Beispiel. Anders ist, wie viel du reinschreibst und wie du es sortierst.
  • Claude verarbeitet lange Anhänge am Stück. Gib ihm den ganzen Vorgang statt deiner Zusammenfassung davon, und stell die Frage nach dem Material.
  • Abschnitte in spitzen Klammern wie <kontext> und <aufgabe> hält Claude auseinander. Bei langen Prompts ist das der größte Unterschied zu einem Textblock.
  • Was bei ChatGPT ein Custom GPT ist, ist bei Claude ein Projekt für festes Wissen und ein Skill für einen festen Ablauf.
  • Claude liest und schreibt Dateien. Du hängst die Tabelle an statt sie zu beschreiben, und du bekommst eine Datei zurück statt eine Anleitung.
  • Zehn vollständige Prompts stehen unten: Einwände aus Gesprächsnotizen, Angebotstext, Projektanweisung, Skill-Vorlage, Umsatztabelle, Ordner sortieren, Preisentscheidung, Textprüfung, Übergabezettel, Prompt-Umschreiben.

Was ist ein Prompt bei Claude?

Ein Prompt bei Claude ist alles, was du in ein Chatfenster schreibst oder anhängst, damit Claude eine Aufgabe erledigt: die Anweisung selbst, das Material dazu und die Angabe, wie das Ergebnis aussehen soll. Der Begriff "Prompt" heißt übersetzt Eingabeaufforderung, und in der Praxis ist er die Arbeitsanweisung, die du einem neuen Mitarbeiter am ersten Tag gibst.

Bei Claude verteilt sich diese Anweisung auf mehr Orte als bei ChatGPT. Ein Teil steht im Chat, ein Teil in den Anweisungen eines Projekts, ein Teil in einem Skill, ein Teil im Gedächtnis. Wenn du in einem Projekt arbeitest, in dem schon steht, wer du bist und für wen du schreibst, ist dein Prompt im Chat nur noch die Aufgabe und der Fall von heute. Das ist der Grund, warum unsere Claude-Prompts im Chat oft kürzer aussehen als unsere ChatGPT-Prompts, obwohl die vollständige Anweisung länger ist.

Was ein Prompt allgemein ist, aus welchen fünf Teilen er besteht und wie du ihn Schritt für Schritt formulierst, steht im Artikel zu der Frage, was einen guten Prompt ausmacht. Dieser Artikel hier setzt das voraus und beantwortet nur eine Frage: Was machst du anders, wenn der Empfänger Claude ist?

Warum ein Prompt für Claude anders formuliert gehört als einer für ChatGPT

Ein Prompt für Claude gehört anders formuliert, weil Claude mehr Material am Stück verarbeitet, sich an sichtbare Abschnittsmarken hält, festes Wissen in Projekten und feste Abläufe in Skills ablegt statt in einem Custom GPT, und weil er Dateien anfassen kann statt sie nur zu beschreiben. Das sind vier Eigenschaften, aus denen sieben Änderungen an deinen Prompts folgen.

Was du bei ChatGPT machstWas du bei Claude stattdessen machst
Du fasst den Vorgang für den Prompt zusammenDu hängst den ganzen Vorgang an und stellst die Frage danach
Du trennst mit Sternchen und ÜberschriftenDu trennst mit Abschnittsmarken wie <kontext> und <aufgabe>
Du legst einen Custom GPT für einen Kunden anDu legst ein Projekt mit Anweisungen und Dateien an
Du kopierst den langen Ablauf-Prompt jedes MalDu legst den Ablauf einmal als Skill ab
Du beschreibst, was in der Tabelle stehtDu hängst die Tabelle an
Du bittest um eine Anleitung für die DateiDu lässt die Datei erstellen
Du bittest am Ende um eine PrüfungDu gibst die Prüfkriterien vorher mit

Die Tabelle sagt in einem Satz: Bei ChatGPT beschreibst du deine Arbeit, bei Claude gibst du sie ihm. Die sieben Punkte gehen wir einzeln durch, jeder mit einem Prompt, den du kopieren kannst.

Derselbe Auftrag, zwei Prompts: kurze Beschreibung gegen ganzes Material Zwei Karten nebeneinander. Links der Prompt für ChatGPT mit drei Zeilen: Aufgabe, kurze Zusammenfassung, Format. Rechts der gelb hervorgehobene Prompt für Claude mit vier Zeilen: Rolle, ganzes Material im Anhang, Abschnittsmarken, Prüfkriterien. // CLAUDE PROMPTS Derselbe Auftrag, zwei Prompts Für ChatGPT Rolle in einem Satz Deine Zusammenfassung des Vorgangs Aufgabe und Wortgrenze Du arbeitest vor Für Claude Rolle in einem Satz Der ganze Vorgang als Anhang oder Textblock Abschnitte in Klammern Prüfkriterien vorher Claude arbeitet vor KI.ohne.Team · eigene Praxis, Stand 25. September 2026

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Die Grafik zeigt den Kern: Bei ChatGPT steckt die Vorarbeit in deiner Zusammenfassung, bei Claude steckt sie in dem Material, das du anhängst, und in den Kriterien, die du mitgibst.

Unterschied 1: Du gibst Claude den ganzen Vorgang statt deiner Zusammenfassung davon

Der erste Unterschied ist die Menge: Bei Claude hängst du das vollständige Material an und stellst die Frage danach, statt vorher selbst zu sortieren, was wichtig ist. Anthropic nennt als Faktoren, die den Verbrauch erhöhen, unter anderem die Länge und Komplexität der Unterhaltung und große Projekt-Dateien (Quelle: support.claude.com, abgerufen am 25.09.2026). Lange Anhänge kosten also Nutzung, und genau dafür ist die Nutzung da.

Der praktische Nutzen: Deine Zusammenfassung enthält nur, was du selbst schon erkannt hast. Wenn du zwölf Gesprächsnotizen anhängst, findet Claude die Sätze, die dir bei jedem einzelnen Gespräch nicht aufgefallen sind, weil sie erst im Vergleich auffallen. Bei uns ist das der Prompt, mit dem aus einem Stapel Notizen die Einwände werden, die in jedem Verkaufsgespräch vorkommen.

Wichtig ist die Reihenfolge. Material zuerst, Frage zuletzt. Wenn die Frage oben steht und das Material 40 Seiten lang ist, beantwortet Claude am Ende oft die Frage von vor 40 Seiten in verkürzter Form. Steht die Frage unten, ist sie das Letzte, was er liest.

Prompt 1: Die wiederkehrenden Einwände aus deinen Gesprächsnotizen

Du bist mein Assistent für Verkaufsgespräche. Ich bin [Beruf] und verkaufe [Leistung] an [Zielgruppe].

Unten stehen meine Notizen aus [Anzahl] Gesprächen der letzten [Zeitraum]. Die Notizen sind unsortiert, teils Stichpunkte, teils ganze Sätze. Lies alle, bevor du antwortest.

<notizen>
[Hier alle Notizen einfügen oder die Dateien anhängen]
</notizen>

<aufgabe>
Finde die Einwände und Zweifel, die in mehr als einem Gespräch vorkommen. Nicht die, die dir wichtig erscheinen. Nur die, die mehrfach auftauchen.
Für jeden Einwand:
1. Der Einwand in den Worten, in denen die Leute ihn gesagt haben. Wenn ein Zitat in den Notizen steht, nimm das Zitat.
2. In wie vielen der Gespräche er vorkam.
3. Was die Person davor gesagt hat, kurz. Der Satz vor dem Einwand sagt meistens, woher er kommt.
</aufgabe>

<format>
Eine Tabelle mit den Spalten Einwand, Anzahl, Auslöser. Sortiert nach Anzahl, der häufigste oben. Darunter drei Sätze, was dir aufgefallen ist und in den Notizen belegt ist.
</format>

<regeln>
Erfinde keinen Einwand, der nicht in den Notizen steht. Wenn ein Einwand nur einmal vorkommt, lass ihn weg. Bewerte meine Gesprächsführung nicht, ich habe nicht danach gefragt.
</regeln>

Der Prompt hat die Frage bewusst ganz unten und die Regel, nichts zu erfinden, als eigenen Abschnitt. Ohne diese Regel ergänzt jede KI die Liste um die Einwände, die in ihren Trainingsdaten üblich sind.

Unterschied 2: Abschnitte in spitzen Klammern halten einen langen Prompt zusammen

Der zweite Unterschied ist die Gliederung: Bei Claude markierst du die Teile deines Prompts mit Marken in spitzen Klammern, und er hält sie auseinander. Du hast das in Prompt 1 schon gesehen: <notizen>, <aufgabe>, <format>, <regeln>. Die Namen darfst du frei wählen, deutsche Wörter funktionieren genauso wie englische. Wichtig ist nur, dass jede Marke am Ende wieder geschlossen wird, mit einem Schrägstrich vor dem Namen.

Warum das bei Claude mehr ändert als bei ChatGPT: In einem Textblock mit Sternchen und Überschriften verschwimmt die Grenze zwischen deinem Material und deiner Anweisung. Wenn in den Notizen der Satz "Schreib mir ein Angebot" steht, kann eine KI ihn als Auftrag lesen. Steht er in einem Abschnitt <notizen>, ist er Material. Bei kurzen Prompts merkst du davon nichts. Ab etwa einer halben Seite Material merkst du es sofort.

Unsere Regel dafür ist einfach: Sobald ein Prompt aus mehr als drei Sätzen plus Material besteht, kommen die Marken rein. Vier Abschnitte reichen fast immer: Kontext, Material, Aufgabe, Format. Regeln und Beispiel kommen dazu, wenn es sie gibt.

Prompt 2: Der Angebotstext, der die Sprache des Kunden übernimmt

Du bist mein Assistent für Angebotstexte. Du schreibst nicht werblich, du schreibst so, dass der Empfänger in einem Satz weiß, was er bekommt.

<kontext>
Mein Unternehmen: [Was du machst, ein Satz]
Der Empfänger: [Name, Rolle, Unternehmen, was er über mich schon weiß]
Was er im Gespräch gesagt hat, wörtlich: [Zitate aus dem Gespräch]
Was ich liefere: [Leistung in Stichpunkten, inklusive dessen, was NICHT dabei ist]
Preis und Laufzeit: [Angabe]
</kontext>

<aufgabe>
Schreib den Textteil des Angebots. Er besteht aus vier Teilen in dieser Reihenfolge:
1. Ein Absatz, der das Problem des Empfängers in seinen eigenen Worten wiedergibt. Verwende dafür die Zitate oben.
2. Ein Absatz, was nach der Zusammenarbeit anders ist, ohne Versprechen von Zahlen, die ich nicht garantieren kann.
3. Die Leistungen als Liste, jede mit einem Halbsatz, was der Empfänger davon hat.
4. Der nächste Schritt in einem Satz.
</aufgabe>

<format>
Höchstens 350 Wörter insgesamt. Keine Zwischenüberschriften, keine Aufzählung außer bei Punkt 3. Nur der Text, kein Kommentar davor oder danach.
</format>

<regeln>
Keine Superlative. Keine Fachwörter, die der Empfänger nicht selbst benutzt hat. Keine Zahl, die nicht oben im Kontext steht. Wenn dir eine Angabe fehlt, schreib an die Stelle [FEHLT: was genau] statt zu raten.
</regeln>

Die Zeile mit [FEHLT: was genau] ist die wichtigste im Prompt. Diese Zeile verwandelt eine Lücke in eine sichtbare Lücke, statt in einen erfundenen Satz, den du erst beim dritten Lesen bemerkst.

// Aus der Community

Alle Prompts aus diesem Artikel liegen in der Prompt-Datenbank in unserer Community, nach Bereich sortiert und mit den Platzhaltern zum Ausfüllen.

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Unterschied 3: Statt eines Custom GPT legst du ein Projekt an

Der dritte Unterschied ist der Ort für festes Wissen: Was du bei ChatGPT in einen Custom GPT packst, packst du bei Claude in ein Projekt, und dein Prompt im Chat schrumpft auf die Aufgabe von heute. Ein Projekt ist ein abgetrennter Bereich mit eigenen Anweisungen, eigenen Dateien und einem eigenen Gedächtnis-Raum. Jedes Projekt hat laut Anthropic einen eigenen Memory-Raum plus eine Projekt-Zusammenfassung, daneben gibt es das globale Gedächtnis außerhalb der Projekte (Quelle: support.claude.com, abgerufen am 25.09.2026).

Der Unterschied im Alltag: Bei einem Custom GPT tippst du die Anweisungen in ein Formular und bekommst eine eigene Kachel. Bei einem Projekt legst du die Anweisungen an und ziehst zusätzlich die Dateien rein, die dazugehören: die Preisliste, die zwei Angebote, die dir gefallen haben, die Liste der Wörter, die in Kundenmails nicht vorkommen sollen. Claude liest sie mit, ohne dass du sie noch einmal erwähnst.

Was in ein Projekt gehört, ist alles, was in diesem Bereich immer gilt. Was in den Chat gehört, ist der Einzelfall. Wie Projekte und das Gedächtnis zusammenspielen und was jeweils gespeichert wird, steht im Artikel zu Claude Memory und Projekten. Ein Hinweis zur Einstellung: Bei Free, Pro und Max ist das Gedächtnis standardmäßig an, bei Team und Enterprise standardmäßig aus, dort schaltet es der Inhaber des Kontos frei (Quelle: support.claude.com, abgerufen am 25.09.2026).

Prompt 3: Die Projektanweisung für dein Unternehmen

Diesen Text schreibst du einmal in das Feld für die Projektanweisungen, nicht in den Chat. Danach ist er in jedem Chat dieses Projekts vorhanden.

<wer_ich_bin>
Ich bin [Name], [Beruf], und arbeite [allein / mit X Leuten]. Ich verkaufe [Leistung] an [Zielgruppe]. Meine Kunden kommen über [Kanal].
</wer_ich_bin>

<wie_ich_schreibe>
Ich duze meine Kunden [ja / nein]. Ich schreibe kurze Sätze und benutze die Wörter, die meine Kunden benutzen.
Diese Wörter kommen in keinem Text vor, den du für mich schreibst: [Liste, zum Beispiel: innovativ, Synergie, ganzheitlich, Lösung]
Kein Gedankenstrich, keine geschweiften Anführungszeichen, keine Emojis, keine Aufzählung mit fetten Zwischenüberschriften.
</wie_ich_schreibe>

<was_du_immer_tust>
Wenn dir für eine Aufgabe eine Angabe fehlt, frag genau einmal nach, mit höchstens drei Fragen. Danach arbeite mit dem, was du hast, und markiere Lücken mit [FEHLT: was genau].
Erfinde keine Zahlen, keine Namen, keine Zitate und keine Fälle. Wenn ich eine Zahl nicht genannt habe, steht keine im Text.
Antworte ohne Einleitung und ohne Zusammenfassung am Ende. Fang mit dem Ergebnis an.
</was_du_immer_tust>

<dateien in diesem Projekt>
[Kurz auflisten, was du hochgeladen hast und wofür es da ist, zum Beispiel: preisliste.pdf ist die Grundlage für jedes Angebot. angebot-muster.md ist der Ton, an dem du dich orientierst.]
</dateien in diesem Projekt>

Der Abschnitt "was du immer tust" ist der, der die meiste Zeit spart, weil er die drei Gewohnheiten abschaltet, die dich sonst in jedem Chat Nacharbeit kosten: raten, erfinden und einleiten. Wie ein solcher Grundtext aussieht, wenn er länger wird und für alle Chats gelten soll, steht im Artikel zu System-Prompt und Mega-Prompt.

Unterschied 4: Wiederkehrende Abläufe wandern in einen Skill, nicht in den Chat

Der vierte Unterschied ist der Ort für feste Abläufe: Sobald du denselben langen Prompt zum dritten Mal kopierst, gehört er als Skill abgelegt, und Claude holt ihn sich selbst, wenn die Aufgabe passt. Ein Skill ist ein Ordner mit einer Datei SKILL.md, in der oben ein Name und eine Beschreibung stehen und darunter die Anweisungen in normaler Sprache. Skills laufen laut Anthropic in Free, Pro, Max, Team und Enterprise, vorausgesetzt die Code-Ausführung ist eingeschaltet (Quelle: support.claude.com, abgerufen am 25.09.2026).

Der Vorteil gegenüber einem gespeicherten Prompt ist, dass du ihn nicht mehr suchen musst. Claude bekommt zuerst nur die Beschreibungen aller Skills zu sehen und lädt die vollständige Anleitung erst, wenn deine Aufgabe zu einer Beschreibung passt. Deshalb können in meinem Vault über 60 Skills liegen, ohne dass ein normaler Chat davon langsamer wird. Was ein Skill genau ist, welche zehn im Unternehmeralltag am meisten abnehmen und wie du einen ohne Terminal installierst, steht im Artikel zu Claude Skills.

Die Grenze zwischen Prompt und Skill ziehen wir so: Einmal im Monat ist ein Prompt. Dreimal in zwei Wochen ist ein Skill. Länger als ein Absatz Anweisung ist auch ein Skill, selbst bei wenigen Einsätzen, weil ein langer Prompt im Chat jedes Mal Fehler beim Kopieren einlädt.

Prompt 4: Der Prompt, der aus deinem Ablauf einen Skill macht

Du bist mein Assistent für Claude Skills. Du kennst das Format: eine Datei SKILL.md mit einem Frontmatter aus name und description, darunter die Anweisungen in normaler Sprache.

<mein Ablauf>
Die Aufgabe, die immer gleich abläuft: [Aufgabe in einem Satz]
So mache ich es heute, Schritt für Schritt: [Alle Schritte in der Reihenfolge, in der du sie machst. Auch die, die dir selbstverständlich vorkommen.]
Was dabei regelmäßig falsch läuft, wenn ich es an jemanden abgebe: [Liste]
Wie ich nach dieser Aufgabe frage, in meinen Worten: [Drei bis fünf Formulierungen]
</mein Ablauf>

<aufgabe>
Schreib die SKILL.md für diesen Ablauf.
Die description enthält in einem Satz, was der Skill tut, und danach die Formulierungen von oben, mit denen ich danach frage.
Die Anweisungen stehen in der Reihenfolge der Arbeit, jeder Schritt als eigene Zeile mit einem Verb am Anfang.
Aus jedem Punkt der Fehler-Liste wird eine Regel, die den Fehler verhindert.
Am Ende ein Abschnitt, was der Skill NICHT tut und wann er nicht greifen soll.
</aufgabe>

<format>
Der vollständige Inhalt der Datei SKILL.md als Codeblock, nichts drumherum. Keine Erklärung, wie ich sie installiere, die kenne ich.
</format>

<regeln>
Keine Fachbegriffe, die ich oben nicht selbst benutzt habe. Keine Schritte ergänzen, die ich nicht genannt habe. Wenn ein Schritt in meiner Beschreibung fehlt und der Ablauf ohne ihn nicht funktioniert, frag danach, statt ihn zu erfinden.
</regeln>

Wir haben diesen Prompt selbst benutzt, bevor es die Skills gab, mit denen wir heute Skills schreiben. Der Satz, der ihn brauchbar macht, ist der letzte: Ein Skill mit erfundenen Schritten sieht vollständig aus und läuft beim ersten echten Fall daneben.

Unterschied 5: Du hängst Dateien an, statt sie zu beschreiben

Der fünfte Unterschied ist das Material: Claude liest angehängte Dateien und legt neue an, deshalb beschreibst du eine Tabelle nicht mehr, du hängst sie an. Für Excel und PowerPoint gibt es Add-ins ab dem Pro-Plan, für Word bislang nur in Team und Enterprise, jeweils zusätzlich zu einem Microsoft-365-Abo (Quelle: support.claude.com, abgerufen am 25.09.2026). In Claude Cowork kommt dazu, dass Claude Dateien und Ordner auf deinem Rechner anfassen darf.

Was das für deine Prompts ändert: Der Abschnitt, in dem du früher erklärt hast, welche Spalten deine Tabelle hat und was in Zeile 40 steht, fällt weg. Stattdessen steht dort ein Satz, was die Datei ist, und die eigentliche Anweisung wird länger, weil du jetzt über das Ergebnis sprechen kannst statt über die Eingabe.

Der zweite Teil ist die Ausgabe. Statt "erklär mir, wie ich das in Excel rechne" schreibst du "leg mir die Datei an". Der Unterschied zwischen einer KI, die dir sagt, wie eine Auswertung aussehen sollte, und einer, die die Datei auf deinen Schreibtisch legt, ist genau die halbe Stunde, die du sonst mit dem Umsetzen verbringst.

Prompt 5: Die Auswertung, die als Datei zurückkommt

Du bist mein Assistent für Zahlen. Ich bin [Beruf] und arbeite [allein / mit X Leuten].

<material>
Angehängt ist [Dateiname]. Darin stehen [was drin ist, ein Satz], für den Zeitraum [Zeitraum]. Die Zahlen sind [netto / brutto].
</material>

<aufgabe>
Erstelle mir daraus eine neue Tabelle mit drei Blättern:
1. Blatt "Monate": pro Monat die Summe, die Anzahl der Positionen und der Durchschnitt pro Position.
2. Blatt "Kunden": pro Kunde die Summe über den ganzen Zeitraum, absteigend sortiert, dazu der Anteil am Gesamtumsatz in Prozent.
3. Blatt "Auffälligkeiten": jede Zeile, die mir auffallen sollte, mit einem Halbsatz, warum. Zum Beispiel ein Kunde, dessen Summe im zweiten Halbjahr deutlich niedriger ist als im ersten.
</aufgabe>

<format>
Eine Datei im Excel-Format, die ich herunterladen kann. Zahlen als Zahlen formatiert, nicht als Text. Keine Farben, keine Diagramme.
Danach im Chat höchstens fünf Sätze, was im Blatt Auffälligkeiten steht.
</format>

<regeln>
Rechne nur mit den Zahlen aus der Datei. Wenn eine Zeile unvollständig ist, nimm sie in ein viertes Blatt "Unklar" statt sie zu schätzen. Nenn mir am Ende die Anzahl der Zeilen, die du verarbeitet hast, damit ich prüfen kann, ob alle drin sind.
</regeln>

Der letzte Satz ist der Prüfgriff. Wenn die Datei 412 Zeilen hat und Claude 380 nennt, weißt du sofort, dass etwas fehlt, statt es drei Wochen später zu merken. Welche Dateiformate Claude direkt anlegt und was die Add-ins in Excel, PowerPoint und Word können, steht in den Artikeln zum Claude-Guide.

Prompt 6: Der Ordner, den Claude in Cowork sortiert

Du hast Zugriff auf den Ordner [Pfad]. Darin liegen [was drin liegt, ein Satz] aus [Zeitraum].

<aufgabe>
Schritt 1: Lies die Dateinamen und, wo nötig, die erste Seite jeder Datei. Zeig mir eine Liste, welche Gruppen von Dateien du erkennst und wie viele in jede Gruppe fallen. Halt danach an und warte auf mein OK.
Schritt 2: Nach meinem OK legst du für jede bestätigte Gruppe einen Unterordner an und verschiebst die Dateien hinein.
Schritt 3: Schreib in den Hauptordner eine Datei uebersicht.md: pro Unterordner eine Zeile mit dem Namen, der Anzahl der Dateien und einem Halbsatz, was darin liegt.
</aufgabe>

<regeln>
Lösche keine Datei. Benenne keine Datei um. Verschiebe nichts, solange ich Schritt 1 nicht bestätigt habe.
Wenn eine Datei in keine Gruppe passt, lass sie liegen und schreib sie in der Übersicht unter "nicht zugeordnet" auf.
</regeln>

Der Halt nach Schritt 1 ist die Regel, die diesen Prompt vom Risiko trennt. Claude fragt nicht von allein nach, wenn die Anweisung eindeutig klingt, und ein Ordner mit vier Wochen Arbeit ist der falsche Ort für ein Missverständnis.

Unterschied 6: Du lässt Claude erst denken und dann antworten

Der sechste Unterschied ist die Reihenfolge im Kopf: Bei Entscheidungen mit mehreren Größen bittest du Claude, erst sichtbar durchzurechnen und danach die Empfehlung zu geben, statt die Empfehlung mit einer Begründung hinterher. Anthropic nennt Extended Thinking als einen der Faktoren, die den Verbrauch erhöhen (Quelle: support.claude.com, abgerufen am 25.09.2026). Für eine Preisentscheidung ist das die Nutzung wert, für eine kurze Mail nicht.

Der Unterschied ist größer, als er klingt. Eine KI, die zuerst eine Empfehlung schreibt, ordnet danach die Argumente so, dass sie zur Empfehlung passen. Eine KI, die zuerst die Zahlen und die Annahmen aufschreibt, kommt manchmal auf ein anderes Ergebnis als das, das dir vorschwebte. Genau dafür hast du gefragt. Im Prompt steht dafür ein eigener Abschnitt: erst rechnen, dann die Empfehlung, und jede Annahme benennen, die nicht in deinen Angaben steht.

Prompt 7: Die Preisentscheidung, die Claude vorrechnet

Du bist mein Assistent für Preisentscheidungen. Du rechnest, du redest mir nichts ein.

<lage>
Meine Leistung: [Was du verkaufst]
Aktueller Preis: [Betrag] pro [Einheit]
Meine Zeit pro Auftrag: [Stunden], davon abrechenbar: [Stunden]
Meine festen Kosten im Monat: [Betrag]
Aufträge im Monat, im Schnitt der letzten sechs Monate: [Anzahl]
Wie viele Anfragen ich absage, weil ich keine Zeit habe: [Anzahl im Monat]
Was ich ändern will: [zum Beispiel: Preis um 20 Prozent erhöhen]
</lage>

<denken>
Rechne zuerst sichtbar durch, in dieser Reihenfolge:
1. Mein aktueller Stundensatz auf die tatsächlich gearbeiteten Stunden gerechnet.
2. Was passiert, wenn der Preis steigt und die Anzahl der Aufträge gleich bleibt.
3. Was passiert, wenn der Preis steigt und ich ein Viertel der Aufträge verliere.
4. Ab welchem Auftragsverlust ich mit dem neuen Preis schlechter dastehe als heute.
Benenne jede Annahme, die du treffen musst, weil ich die Angabe nicht gemacht habe.
</denken>

<danach>
Erst nach der Rechnung: deine Empfehlung in drei Sätzen, dazu die eine Zahl, die ich in den nächsten drei Monaten beobachten sollte, um zu sehen, ob die Entscheidung richtig war.
</danach>

<regeln>
Keine Marktvergleiche, keine Branchendurchschnitte, keine Zahlen von außen. Nur meine Angaben. Wenn eine Angabe für die Rechnung fehlt, sag mir welche, statt eine anzunehmen und weiterzurechnen.
</regeln>

Der Abschnitt <denken> ist der Grund, warum dieser Prompt bei Claude besser funktioniert als derselbe Auftrag in einem Satz. Du gibst die Rechenschritte vor, und damit kannst du die Rechnung prüfen, statt der Empfehlung zu glauben.

Unterschied 7: Du gibst die Prüfkriterien vorher mit, dann prüft Claude selbst

Der siebte Unterschied ist die Qualitätsprüfung: Du schreibst die Kriterien in den Prompt, nach denen das Ergebnis geprüft wird, und lässt Claude den Text vor der Ausgabe dagegen durchgehen. Bei ChatGPT fragst du danach oft in einer zweiten Nachricht. Bei Claude kannst du es in denselben Prompt legen, weil er lange Anweisungen bis zum Ende befolgt, wenn sie als eigener Abschnitt markiert sind.

Bei uns steckt diese Prüfung inzwischen in einem Skill, weil sie bei jedem Text läuft: Der Skill entslopen geht einen deutschen Text gegen eine Liste von KI-Mustern durch, unter anderem Gedankenstriche, Gegensatz-Konstruktionen, Dreier-Reihungen und Autoritäts-Floskeln. Solange du keinen Skill dafür hast, legst du die Liste in den Prompt.

Der Trick ist, die Prüfung als sichtbare Liste zurückzufordern. Wenn Claude nur "geprüft" schreibt, weißt du nicht, ob er es getan hat. Wenn er jede Regel mit Ja oder mit der geänderten Stelle beantwortet, hat er es sicher getan.

Prompt 8: Der Text, der sich selbst prüft, bevor du ihn verschickst

Du bist mein Korrektor für Texte, die nach draußen gehen.

<text>
[Dein Text, den du prüfen lässt]
</text>

<pruefliste>
Geh den Text gegen diese Punkte durch. Jeder Punkt ist eine Änderung, keine Empfehlung.
1. Gedankenstriche raus, Komma oder Punkt stattdessen.
2. Geschweifte Anführungszeichen raus, gerade Anführungszeichen stattdessen.
3. Keine Konstruktion nach dem Muster "nicht X, [Gegensatzwort] Y". Zwei Sätze stattdessen.
4. Keine Dreier-Reihung von Eigenschaften wie "schnell, einfach und sicher". Eine davon behalten, die stimmt.
5. Kein Satz am Absatzende, der den Absatz nur zusammenfasst. Streichen.
6. Kein abstraktes Substantiv, wo eine Handlung gemeint ist. Statt "die Optimierung deiner Abläufe" die Sache selbst benennen.
7. Keine Höflichkeits-Füller: gerne, einfach mal, natürlich, selbstverständlich.
8. Diese Wörter kommen nicht vor: [deine eigene Liste]
9. Jeder Satz muss beim ersten Lesen verständlich sein. Wo du zweimal lesen musst, schreib den Satz neu.
</pruefliste>

<format>
Zuerst der geänderte Text, vollständig, ohne Markierungen.
Danach eine Liste: pro geänderter Stelle die alte Formulierung und die neue, jeweils in einer Zeile. Wenn ein Punkt der Prüfliste nichts gefunden hat, schreib die Nummer und "nichts gefunden".
</format>

<regeln>
Ändere nichts am Inhalt, an Zahlen, an Namen und an der Aussage. Kürze nicht, außer ein Punkt der Prüfliste verlangt es. Formuliere keine Stelle schöner, die keine der neun Regeln verletzt.
</regeln>

Der letzte Satz hat bei uns zwei Wochen gefehlt, und in der Zeit kam jeder Text sprachlich verbessert zurück, auch an den Stellen, an denen er schon gepasst hatte. Wer einen Korrektor ohne Grenze fragt, bekommt einen neuen Text.

Fünf Abschnitte, aus denen ein langer Claude-Prompt besteht Fünf nummerierte Karten in einer Reihe mit den Abschnittsmarken kontext, material, aufgabe, format und regeln. Die Karte mit der Marke regeln ist gelb hervorgehoben, darunter steht, dass dieser Abschnitt die Nacharbeit spart. // CLAUDE PROMPTS Das Gerüst eines langen Prompts 1 kontext Wer ich bin, für wen das ist 2 material Der ganze Vorgang 3 aufgabe Ein Verb, ein Ziel 4 format Länge, Tabelle, Datei 5 regeln Nichts erfinden, Lücken zeigen spart die Nacharbeit Ab einer halben Seite Material bekommt jeder Abschnitt seine eigene Marke in spitzen Klammern. KI.ohne.Team · eigene Praxis, Stand 25. September 2026

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Die Grafik zeigt die fünf Abschnitte in der Reihenfolge, in der sie im Prompt stehen: kontext, material, aufgabe, format, regeln. Der letzte ist der, den die meisten weglassen, und der, der die Nacharbeit spart.

Der Prompt, mit dem wir ein Arbeitsfenster beenden, bevor das Limit erreicht ist

Dieser Prompt schreibt am Ende einer langen Arbeitssitzung einen Übergabezettel, mit dem der nächste Chat dort weitermacht, wo dieser aufgehört hat. Er ist bei Claude nötig und bei ChatGPT selten, weil Claude das Nutzungsfenster alle 5 Stunden zurücksetzt und zusätzlich ein Wochenlimit über alle Modelle gilt (Quelle: support.claude.com, abgerufen am 25.09.2026). Wer vier Stunden in einem Chat gearbeitet hat und dann anfängt zu warten, fängt sonst im neuen Chat von vorn an zu erklären.

Bei mir läuft dieser Prompt inzwischen als Skill am Ende jeder Arbeitssitzung und schreibt das Session-Log in den Vault. Als Prompt funktioniert er genauso, du legst die Antwort in eine Notiz und hängst sie beim nächsten Mal an.

Prompt 9: Der Übergabezettel für den nächsten Chat

<aufgabe>
Schreib mir eine Übergabe-Notiz für einen neuen Chat, in dem du dieselbe Arbeit fortsetzt, ohne dass ich etwas erklären muss.
</aufgabe>

<format>
1. Woran wir gearbeitet haben, in zwei Sätzen.
2. Was fertig ist, als Liste. Jede Zeile mit dem Ergebnis, nicht mit der Tätigkeit.
3. Was offen ist, als Liste, in der Reihenfolge, in der es dran ist.
4. Entscheidungen, die ich in diesem Chat getroffen habe, mit dem Grund in einem Halbsatz. Auch die, die du für falsch hältst.
5. Dateien, Namen, Zahlen und Formulierungen, die der neue Chat kennen muss, wörtlich.
6. Der erste Satz, mit dem ich den neuen Chat starte.
</format>

<regeln>
Fasse nichts zusammen, was wörtlich gebraucht wird. Lass keine Entscheidung weg, weil sie dir klein vorkommt. Keine Einleitung, keine Rückfrage, nur die Notiz.
</regeln>

Punkt 6 ist der, den man leicht überliest und am meisten braucht. Claude schreibt dir den Einstiegssatz für den nächsten Chat, und du fängst mit einem Satz an statt mit zehn Minuten Kontext.

Der Prompt, mit dem du einen ChatGPT-Prompt für Claude umschreibst

Dieser Prompt nimmt einen Prompt, der für ChatGPT geschrieben wurde, und formuliert ihn nach den sieben Punkten aus diesem Artikel um. Er ist die praktische Antwort auf die Frage nach einem Prompt-Generator: Du brauchst kein Zusatz-Tool, du brauchst einen Prompt, der Prompts umschreibt.

Wir nutzen ihn vor allem für die Prompts aus Sammlungen im Netz. Die sind fast immer für ein Chatfenster ohne Projekt und ohne Anhänge geschrieben, und in Claude lassen sie die Hälfte der Möglichkeiten liegen.

Prompt 10: Aus einem ChatGPT-Prompt einen Claude-Prompt machen

Du bist mein Assistent für Prompts. Du kennst die Unterschiede zwischen einem Prompt für ein einfaches Chatfenster und einem Prompt für Claude.

<alter_prompt>
[Der Prompt, den du umschreiben willst]
</alter_prompt>

<mein Kontext>
Ich arbeite [in einem Projekt mit festen Anweisungen / in einem normalen Chat]. Was in meinem Projekt schon steht: [kurz]
Material, das ich anhängen kann: [Dateien, Notizen, Transkripte]
Wie oft ich diese Aufgabe habe: [Angabe]
</mein Kontext>

<aufgabe>
Schreib den Prompt um. Dabei:
1. Streiche alles, was in meinem Projekt schon steht.
2. Ersetze jede Beschreibung von Material durch einen Abschnitt, in den ich das Material einfüge oder die Datei anhänge.
3. Teile den Prompt in Abschnitte mit Marken in spitzen Klammern.
4. Stelle die Aufgabe hinter das Material.
5. Ergänze einen Abschnitt regeln mit dem, was nicht passieren darf, abgeleitet aus der Aufgabe.
6. Ergänze im Abschnitt format, ob das Ergebnis eine Datei sein soll.
</aufgabe>

<danach>
Sag mir in zwei Sätzen, ob diese Aufgabe bei meiner Häufigkeit besser ein Prompt, eine Projektanweisung oder ein Skill wäre, und warum.
</danach>

Der Abschnitt <danach> ist der Teil, der die Sammlung über die Zeit kleiner macht statt größer. Nach einigen Monaten liegen die zehn Prompts, die täglich laufen, als Skills ab, und im Chat tippst du nur noch die Aufgabe.

Was bei Claude genauso gilt wie bei ChatGPT

Die fünf Teile eines guten Prompts gelten bei Claude unverändert: Rolle, Kontext, Aufgabe, Format, Beispiel. Wer bei ChatGPT keinen Kontext gibt, bekommt eine allgemeine Antwort, und bei Claude bekommt er dieselbe allgemeine Antwort, nur länger.

Genauso gilt: eine Aufgabe pro Prompt, und ein echtes Beispiel ist stärker als jede Regel. Wenn du eine Mail hast, die dir gefallen hat, häng sie an und schreib, dass der Ton so sein soll.

Unsere Prompts für Angebote, Kundenmails, Rechnungen, Protokolle, Content, Recherche, Prozesse und Einstellen liegen in einer eigenen Sammlung mit ChatGPT-Prompts auf Deutsch. Die funktionieren in Claude unverändert. Mit den sieben Änderungen aus diesem Artikel funktionieren sie besser.

Wie lang ein Claude-Prompt sein darf

Ein Claude-Prompt darf so lang sein, wie das Material es verlangt, und die Grenze ist deine Nutzung im laufenden Fenster, nicht die Länge. Anthropic nennt konkrete Nachrichten-Zahlen pro Fenster nicht, sagt aber, welche Faktoren den Verbrauch erhöhen: Länge und Komplexität der Unterhaltung, Code-Ausführung, Web-Suche, das gewählte Modell, das Effort-Level, Extended Thinking und große Projekt-Dateien (Quelle: support.claude.com, abgerufen am 25.09.2026). Claude Code teilt sich den Nutzungs-Pool mit Web und Desktop.

Praktisch heißt das: Ein Prompt mit 20 Seiten Anhang ist kein Problem. Ein Chat, in dem 20 Seiten Anhang liegen und in dem du danach noch 40 Nachrichten schreibst, ist eines, weil das Material bei jeder weiteren Nachricht mitgelesen wird. Unsere Gewohnheit ist deshalb, für eine große Auswertung einen eigenen Chat zu öffnen und ihn danach zu schließen, statt alles in einem langen Chat zu erledigen.

Welcher Plan wie viel Nutzung gibt und wo die Sitzungs- und Wochenlimits liegen, steht in den Artikeln zu den Plänen und Limits im Claude-Guide. Die Faustregel für Prompts: Material rein, Frage stellen, Antwort holen, Chat zu.

Chat, Projekt oder Skill: wohin die Anweisung gehört Drei Karten untereinander. Oben der Chat für den Einzelfall, in der Mitte das Projekt für alles, was in einem Bereich immer gilt, unten gelb hervorgehoben der Skill für Abläufe, die immer gleich sind und mindestens dreimal in zwei Wochen vorkommen. // CLAUDE PROMPTS Wohin die Anweisung gehört Chat Der Fall von heute: dieses Angebot, diese Mail, diese Tabelle einmalig Projekt Was in diesem Bereich immer gilt: Rolle, Ton, Preisliste, Muster immer geladen Skill Ein Ablauf, der immer gleich ist und mindestens dreimal in zwei Wochen vorkommt bei Bedarf KI.ohne.Team · eigene Praxis, Stand 25. September 2026

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Die Grafik sagt in drei Zeilen, wohin eine Anweisung gehört: der Fall von heute in den Chat, das, was in einem Bereich immer gilt, in das Projekt, und ein Ablauf, der mindestens dreimal in zwei Wochen vorkommt, in einen Skill.

Die vier Fehler, die wir mit Claude-Prompts gemacht haben

Die vier Fehler waren: die Frage vor das Material stellen, alles in einen Chat packen, im Projekt und im Prompt dasselbe schreiben und die Regeln weglassen. Jeder hat uns Nacharbeit gekostet, und jeder ist in einem Satz abgestellt.

Die Frage stand oben. Bei langem Material beantwortet Claude am Ende die Frage vom Anfang, und die Antwort ist dann kürzer, als sie sein müsste. Seit die Frage unter dem Material steht, ist die letzte Zeile im Prompt auch das Letzte, was gelesen wird.

Alles lief in einem Chat. Ein Chat mit 30 Nachrichten und drei Anhängen liest bei jeder neuen Nachricht alles mit. Das leert das Fenster schnell und macht die Antworten länger, weil Claude versucht, alles Frühere zu berücksichtigen. Eine Aufgabe, ein Chat.

Projekt und Prompt sagten dasselbe. Wenn im Projekt steht, dass ich geduzt werden will, und im Prompt auch, schrumpft der Prompt nicht. Wer Projekte nutzt, muss danach die Prompts kürzen, sonst hat er beides doppelt und merkt nie, welcher Teil die Arbeit macht.

Die Regeln fehlten. Ein Prompt ohne Abschnitt regeln liefert ein Ergebnis, das aussieht wie gewünscht, mit erfundenen Zahlen, ergänzten Beispielen und einer Einleitung, die du streichst. Die drei Sätze im Abschnitt regeln sind die drei Sätze, die den Unterschied zwischen kopieren und nacharbeiten ausmachen.

Brauchst du einen Claude Prompt Generator?

Einen Prompt-Generator als eigenes Tool brauchst du nicht, weil Claude selbst der Generator ist: Du beschreibst deine Aufgabe und lässt dir den Prompt dafür schreiben. Prompt 10 oben ist genau das, und er kennt deinen Fall, während ein fremder Generator eine Vorlage ausgibt.

Der Grund, warum die Generatoren trotzdem so oft gesucht werden, ist ein anderer: Die meisten Leute wissen nicht, was in einen Prompt gehört. Dafür ist ein Werkzeug die falsche Antwort, weil du auch mit einem fertigen Prompt nicht erkennst, welcher Teil das Ergebnis verbessert hat. Wer drei Wochen eigene Prompts formuliert, kann jeden fremden in einer Minute anpassen.

Was wirklich hilft, ist eine eigene Sammlung, die du nach jedem Einsatz um die eine Zeile ergänzt, die gefehlt hat. Bei uns ist das die Prompt-Datenbank in der Community. Jede Vorlage dort ist mindestens dreimal an einem echten Fall gelaufen, bevor sie aufgenommen wurde.

Claude ist eine Marke von Anthropic PBC. KI.ohne.Team steht in keiner Verbindung zu Anthropic und wird nicht von Anthropic unterstützt.

Fazit

Ein Prompt für Claude ist derselbe Auftrag wie für ChatGPT, anders sortiert: Material zuerst, Frage zuletzt, Abschnitte in spitzen Klammern, Regeln am Ende. Was in einem Bereich immer gilt, gehört in ein Projekt, und was dreimal in zwei Wochen gleich abläuft, gehört in einen Skill. Die zehn Prompts oben sind die, die bei uns am häufigsten laufen, und keiner davon ist beim ersten Versuch so gewesen. Diese Fassung ist nach dem dritten echten Fall entstanden.

Häufige Fragen

Was ist ein Prompt bei Claude?

Ein Prompt bei Claude ist alles, was du eingibst oder anhängst, damit Claude eine Aufgabe erledigt: die Anweisung, das Material und die Angabe zum Format. Bei Claude verteilt sich diese Anweisung auf mehrere Orte, weil festes Wissen in den Anweisungen eines Projekts und feste Abläufe in einem Skill liegen können. Im Chat steht dann nur noch die Aufgabe von heute.

Wie schreibe ich einen guten Prompt für Claude?

Du gliederst ihn in fünf Abschnitte mit Marken in spitzen Klammern: kontext, material, aufgabe, format und regeln. Das Material steht vor der Frage, weil die letzte Zeile im Prompt am stärksten gelesen wird. Im Abschnitt regeln steht, was nicht passieren darf, zum Beispiel Zahlen zu erfinden oder Lücken zu füllen statt sie zu markieren.

Funktionieren ChatGPT-Prompts in Claude?

Ja, unverändert. Die Prompts liefern in Claude aber weniger, als möglich wäre, weil sie meist für ein Chatfenster ohne Projekt und ohne Anhänge geschrieben sind. Mit vier Änderungen passen sie: Material anhängen statt beschreiben, Abschnitte in spitzen Klammern setzen, die Frage hinter das Material stellen und einen Abschnitt mit Regeln ergänzen.

Was ist ein Claude Prompt Generator?

So werden Tools bezeichnet, die aus einer kurzen Beschreibung einen fertigen Prompt ausgeben. Ein eigenes Tool dafür brauchst du nicht, weil Claude das selbst macht: Du beschreibst die Aufgabe, dein Material und wie oft sie vorkommt, und lässt dir den Prompt schreiben. Der Prompt kennt dann deinen Fall statt eine Vorlage zu bedienen.

Wie lang darf ein Prompt bei Claude sein?

Die Länge ist nicht die Grenze, deine Nutzung im laufenden Fenster ist es. Anthropic nennt keine Nachrichten-Zahl pro Fenster, sagt aber, dass Länge und Komplexität der Unterhaltung, Web-Suche, Code-Ausführung, Extended Thinking und große Projekt-Dateien den Verbrauch erhöhen. Ein langer Prompt mit viel Material ist unproblematisch, ein langer Chat mit viel Material darin verbraucht mit jeder Nachricht mehr.

Wo speichere ich meine Claude-Prompts?

An einem Ort, an dem du sie in unter zehn Sekunden findest und ändern kannst: eine Notiz-App, ein Ordner mit Textdateien, ein Notion-Board oder die Prompt-Datenbank in unserer Community. Ein PDF ist der falsche Ort, weil genau das Ändern nach jedem Einsatz aus einer Liste deine eigene Sammlung macht. Was dreimal in zwei Wochen läuft, wandert von dort in einen Skill.

Was ist der Unterschied zwischen Prompt, Projekt und Skill?

Ein Prompt gilt für ein Gespräch, ein Projekt für alles, was in einem Bereich immer gilt, und ein Skill für einen Ablauf, der immer gleich ist. Das Projekt ist immer geladen, der Skill nur dann, wenn die Aufgabe zu seiner Beschreibung passt. Unsere Grenze: einmal im Monat ist ein Prompt, dreimal in zwei Wochen ist ein Skill.

Welche Claude-Prompts bei uns diese Woche laufen

Zwei der zehn Prompts oben sind bei uns inzwischen Skills, weil sie so oft liefen, dass das Kopieren länger dauerte als die Aufgabe: die Textprüfung läuft als Skill entslopen, der Übergabezettel am Ende jeder Arbeitssitzung als Session-Log. Welcher gerade dazugekommen ist und welche Zeile in einem bestehenden gefehlt hat, schreiben wir im Newsletter auf, und in der Prompt-Datenbank in der Community liegt jeweils die aktuelle Version mit den Platzhaltern zum Ausfüllen. Wer anfängt, fängt am besten mit einem Prompt an, den jemand anderes schon drei Wochen im Einsatz hat.

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Daniel Walter
Co-Founder KI.ohne.Team

Führt mit Sascha Hoffmann mehrere Unternehmen ohne zusätzliches Team. Baut die KI-Systeme, die die Community nutzt, und schreibt hier auf, was davon im Alltag hält.

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