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Welche KI für PowerPoint und Excel? Sechs Aufgaben, sechs Antworten

daniel.walter
Daniel Walter · Co-Founder KI.ohne.Team
02. November 2026 · 36 min Lesezeit
Teil des GuidesWelche KI ist die beste für Selbstständige?Zum Guide →Welche KI für PowerPoint und Excel? Sechs Aufgaben, sechs Antworten

Es gibt keine beste KI für PowerPoint und Excel, es gibt sechs Aufgaben, und jede hat ihre eigene Antwort: Folien aus einem vorhandenen Text macht das Programm-Add-in in deiner geöffneten Datei, Folien aus dem Nichts macht der Chat mit einer Gliederung davor, eine Formel bekommst du im kostenlosen Chat, eine große Tabelle wertet die KI im Ordner aus, eine Tabelle aus Notizen entsteht in zwei Schritten, und ein Diagramm aus fertigen Zahlen machst du in vier Klicks selbst. Wer stattdessen ein Werkzeug sucht, das alle sechs Aufgaben gleich gut erledigt, zahlt zwei Abos und benutzt am Ende keins richtig.

Wir arbeiten beide täglich in Claude Code und Claude Cowork, und das läuft nicht im Free-Plan. Über 60 eigene Skills, vier Blog-Systeme und über 80 SEO-Artikel sind 2026 auf diesem Weg entstanden, und ein großer Teil der Arbeit daran waren Tabellen und Folien. Für diesen Artikel haben wir am 25. September 2026 die Funktions-Angaben von Anthropic, Google und Microsoft direkt in den Anbieter-Dokumentationen nachgelesen. Stand: 25. September 2026.

  • Claude arbeitet als Add-in direkt in Excel, PowerPoint und Word. Laut Anthropic-Doku vom 25.09.2026 ist das für Pro, Max, Team und Enterprise allgemein verfügbar, Pro kostet 20 $ im Monat und 17 $ bei Jahreszahlung.
  • Für eine Präsentation aus einem Text, den du schon hast, öffnest du zuerst deine eigene Vorlage. Claude liest den Folienmaster, die Layouts, Schriften und Farben und arbeitet darin.
  • Eine Excel-Formel bekommst du in jedem kostenlosen Chat. Dafür brauchst du kein Abo, du brauchst nur drei Angaben in der Frage: Spaltennamen, Zeilenbereich und was rauskommen soll.
  • Eine Tabelle mit mehreren tausend Zeilen wertet die KI im Ordner aus, also Claude Cowork mit dem eingebauten Excel-Skill. Der Weg über die Seitenleiste in der offenen Datei ist dafür der falsche.
  • Diagramme aus fertigen Zahlen macht Excel selbst schneller als jede KI. Der Fall, in dem die KI gewinnt, ist das Diagramm auf der Folie: Claude in PowerPoint erzeugt echte PowerPoint-Diagramme, keine Bilder.
  • Bei jeder Zahl, die stimmen muss, wird nachgerechnet. Vier Schritte, unter 2 Minuten, und sie stehen weiter unten als Ablauf.
  • Ein Teil der Aufgaben braucht die fertige Datei überhaupt nicht. Wenn nur eine Antwort zählt, ist die Datei ein Umweg.

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Was heißt "KI für PowerPoint und Excel" überhaupt?

Es gibt drei verschiedene Arten, eine KI an eine Tabelle oder eine Präsentation zu lassen, und die Verwechslung dieser drei ist der Grund, warum die Antworten im Netz so weit auseinandergehen. Der erste Weg ist ein Add-in, also ein Zusatzprogramm, das in deinem geöffneten Excel oder PowerPoint als Seitenleiste sitzt und dort Zellen und Folien liest und ändert. Der zweite Weg ist der Chat im Browser: Du lädst eine Datei hoch oder tippst dein Problem ab und holst dir die Antwort zurück in die Datei. Der dritte Weg ist eine KI, die auf deinem Rechner mit Dateien in einem Ordner umgeht, ohne dass Excel oder PowerPoint dabei offen sein müssen.

Diese drei Arten lösen unterschiedliche Aufgaben, und keine ist die bessere. Das Add-in ist stark, wenn du ohnehin in der Datei sitzt und weiterarbeitest. Der Chat ist stark, wenn du eine Auskunft willst, keine Datei. Die KI im Ordner ist stark, wenn mehrere Dateien und Formate zusammengehören.

Für Claude heißen die drei Wege so: Claude für Excel, PowerPoint und Word als Add-in aus dem Microsoft AppSource, Claude im Browser als Chat, und Claude Cowork mit den eingebauten Anthropic-Skills für Excel, Word, PowerPoint und PDF. Laut der Anthropic-Doku vom 25. September 2026 sind alle drei Add-ins allgemein verfügbar für die Pläne Pro, Max, Team und Enterprise. Das ist gegenüber dem Frühjahr eine Änderung: Word war lange auf Team und Enterprise begrenzt, laut der aktuellen Doku steht es jetzt auch Pro und Max offen.

Bei den anderen Anbietern sieht die Landkarte ähnlich aus, nur mit anderen Namen. Microsoft 365 Copilot ist die Add-in-Variante in der Microsoft-Welt, ChatGPT und Gemini sind zuerst Chat-Fenster, und Gemini ist zusätzlich in Google Tabellen und Google Präsentationen eingebaut. Google schreibt dazu auf der eigenen Workspace-Seite, abgerufen am 25. September 2026, Gemini erstelle in Tabellen ganze Tabellen und fülle sie mit neuen Daten, und in Präsentationen ergänze es Folien, die voll bearbeitbar bleiben. Enthalten ist das ab Business Standard mit 13,60 Euro im Monat bei Jahreszahlung.

Drei Arten, eine KI an Tabellen und Folien zu lassen: als Seitenleiste in der offenen Datei, als Chat mit Datei-Upload, als Programm im Ordner Drei Karten nebeneinander. Erste Karte: Seitenleiste in der offenen Datei, gut für laufende Arbeit an einer Datei. Zweite Karte, gelb hervorgehoben: Chat im Browser, gut für eine Auskunft ohne Datei. Dritte Karte: Programm im Ordner, gut für mehrere Dateien in einem Auftrag. Wo die KI sitzt, entscheidet mit In der Datei Seitenleiste neben der offenen Mappe Gut für: weiterarbeiten an einer Datei Im Chat Frage eintippen oder Datei hochladen Gut für: eine Auskunft, keine Datei Im Ordner Dateien auf deinem Rechner, ohne Office Gut für: mehrere Dateien in einem Auftrag Quelle: claude.com/docs/office-agents, Stand: 25. September 2026

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Die Grafik sagt in einem Satz: Eine Seitenleiste in der offenen Datei passt zur laufenden Arbeit an dieser einen Datei, ein Chat passt zu einer Auskunft ohne Datei, und ein Programm, das im Ordner arbeitet, passt zu mehreren Dateien in einem Auftrag.

Warum die Frage nach dem besten Werkzeug keine Antwort hat

Die Frage "welche KI ist die beste für PowerPoint" hat keine Antwort, weil sie sechs verschiedene Aufgaben in einen Topf wirft, die unterschiedlich schwer sind. Eine Folie aus einem fertigen Text zu erzeugen ist eine Formatierungs-Aufgabe. Eine Präsentation aus dem Nichts zu erzeugen ist eine Denk-Aufgabe. Das eine kann jedes Werkzeug, das andere kann keins allein.

Genau deshalb gehen die Vergleichsartikel so weit auseinander. Der eine testet mit einem fertigen Text und ist begeistert, der andere testet mit einem Stichwort und ist enttäuscht, und beide haben recht. Wer die Aufgabe nicht benennt, vergleicht Ergebnisse, die nichts miteinander zu tun haben.

Wir haben deshalb die sechs Aufgaben genommen, die bei uns und in der Community wirklich jede Woche vorkommen. Drei drehen sich um Folien und Präsentationen, drei um Tabellen und Zahlen. Zu jeder steht unten: welches Werkzeug, welcher Weg, was dabei schiefgeht. Wenn du nur eine dieser sechs Aufgaben hast, brauchst du nur diesen einen Abschnitt zu lesen.

Eine Vorbemerkung zum Geld. Bei fünf der sechs Aufgaben lautet die Antwort auf die Kostenfrage: das Abo, das du sowieso zahlst. Ein zweites Abo für dieselbe Aufgabe kostet 240 Euro im Jahr und ändert am Ergebnis weniger als ein besser formulierter Auftrag. Welche Abos für einen kleinen Betrieb überhaupt zusammenpassen, haben wir im Überblick welche KI für dich passt sortiert.

Sechs Aufgaben aus Tabellen und Folien und das jeweils passende Werkzeug Sechs Zeilen mit je einer Aufgabe links und der Antwort rechts: Folien aus vorhandenem Text zum Add-in in PowerPoint, Folien aus dem Nichts zum Chat mit Gliederung, eine Formel zum kostenlosen Chat, eine große Tabelle auswerten zur KI im Ordner, Tabelle aus Notizen in zwei Schritten, Diagramm aus fertigen Zahlen zu Excel selbst. Die dritte Zeile ist gelb hervorgehoben. Die Aufgabe entscheidet, nicht die Marke 1 Folien aus einem Text, den du hast Add-in in PowerPoint 2 Folien, für die es keinen Text gibt Chat, erst Gliederung 3 Eine Formel, die du nicht hinbekommst kostenloser Chat 4 Eine Tabelle mit tausenden Zeilen KI im Ordner 5 Eine Tabelle aus Notizen und Mails Chat, dann Add-in 6 Ein Diagramm aus fertigen Zahlen Excel selbst Eigene Zuordnung, Stand: 25. September 2026

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Die Grafik sagt in einem Satz: Folien aus vorhandenem Text macht das Add-in in PowerPoint, Folien ohne Text brauchen erst eine Gliederung im Chat, eine Formel bekommst du kostenlos, eine große Tabelle gehört in die KI im Ordner, eine Tabelle aus Notizen entsteht in zwei Schritten, und ein Diagramm aus fertigen Zahlen macht Excel selbst am schnellsten.

Aufgabe 1: Du hast einen Text und brauchst Folien daraus

Für eine Präsentation aus einem Text, den du schon hast, ist das Add-in in PowerPoint das richtige Werkzeug, und der entscheidende Schritt kommt vor dem ersten Auftrag: Du öffnest deine eigene Vorlage, nicht eine leere Datei. Anthropic beschreibt in der Doku zu Claude für PowerPoint, abgerufen am 25. September 2026, dass Claude den Folienmaster, die Layouts, Schriften und das Farbschema deiner Datei liest und beim Erzeugen und Ändern von Folien benutzt.

Der Weg. Öffne die Präsentation, in der dein Logo, deine Farben und deine Schriften stecken. Aktiviere das Add-in, melde dich mit deinem Claude-Konto an. Dann gib den Text mit, entweder als offenes Word-Dokument oder eingefügt in die Seitenleiste, und sag, wie viele Folien du willst und welches Layout pro Folientyp gelten soll.

Ein Auftrag, der bei uns funktioniert:

Aus dem offenen Dokument wird eine Präsentation mit 9 Folien.

Folie 1 Titel, Layout "Titelfolie".
Folie 2 die Ausgangslage in drei Zeilen.
Folie 3 das Ziel in einem Satz.
Folie 4 bis 6 die drei Arbeitsschritte, pro Folie ein Schritt mit
  drei Stichpunkten und dem Zeitraum.
Folie 7 was der Kunde selbst liefert.
Folie 8 die Summe und die Zahlungsweise.
Folie 9 der nächste Schritt mit Datum.

Nimm für den Inhalt nur das, was im Dokument steht. Keine neuen
Zahlen, keine neuen Argumente.
Höchstens 30 Wörter pro Folie, ganze Sätze.
Benutze die Layouts aus dem Folienmaster dieser Datei.

Was dabei rauskommt. Neun Folien in deinem Design, mit dem Text aus deinem Dokument, in etwa 2 Minuten. Die Anthropic-Doku nennt dazu einen zweiten Punkt, der im Alltag mehr Zeit spart als das erste Erzeugen: punktgenaue Änderungen an einzelnen Folien, ohne dass der Rest neu erzeugt wird. Du kannst also Folie 3 zehnmal ändern lassen, ohne dass Folie 4 bis 9 wackeln.

Was schiefgeht. Der häufigste Fehler ist die leere Datei. Wer mit einer neuen, leeren Präsentation anfängt, bekommt Standard-Layout, und das Umformatieren hinterher kostet genau die Zeit, die vorne gespart wurde. Der zweite Fehler sind neue Zahlen. Wenn im Dokument eine Summe steht und auf Folie 8 eine andere, war der Auftrag zu offen formuliert. Deshalb steht in dem Auftrag oben ausdrücklich, dass keine neuen Zahlen entstehen dürfen.

Der dritte Punkt ist kein Fehler, er ist eine Grenze. Anthropic schreibt selbst, das Add-in sei nicht für fertige Kunden-Unterlagen ohne menschliche Prüfung gedacht und ersetze die Entscheidung über Design und Erzählweise nicht. Was Claude in diesen Programmen im Detail kann, steht ausführlich in Claude in Excel, PowerPoint und Word.

Aufgabe 2: Du hast kein Material und brauchst trotzdem eine Präsentation

Für eine Präsentation aus dem Nichts ist das Add-in der zweite Schritt, nicht der erste: Du holst dir zuerst im Chat eine Gliederung, entscheidest über die Reihenfolge, und lässt erst danach die Folien erzeugen. Der Grund ist einfach. Eine Präsentation ohne Material hat kein Formatierungs-Problem, sie hat ein Inhalts-Problem, und Folien sind das falsche Format, um über Inhalt zu entscheiden.

Der Weg in zwei Schritten. Erster Schritt im Chat, egal ob Claude, ChatGPT oder Gemini: Du beschreibst Anlass, Zuhörer, Dauer und das Ergebnis, das du am Ende des Termins willst, und lässt dir drei verschiedene Gliederungen geben. Nicht eine, drei. Drei Vorschläge nebeneinander zeigen dir in 30 Sekunden, welche Reihenfolge zu deinem Termin passt, und du merkst beim Lesen, was fehlt.

Ich halte am 12.11. eine Präsentation vor drei Leuten aus der
Geschäftsführung eines Handwerksbetriebs mit 18 Mitarbeitern.
Thema: warum sie ihre Angebotserstellung ändern sollten.
Dauer 20 Minuten, danach Fragen.
Am Ende des Termins soll einer von ihnen sagen: lass uns das
mit zwei Angeboten nächste Woche ausprobieren.

Gib mir drei verschiedene Gliederungen mit je 8 bis 10 Punkten.
Jede Gliederung mit einer anderen Reihenfolge des Arguments.
Schreib unter jede Gliederung einen Satz, für welchen Zuhörer
sie gedacht ist.

Keine Folien, kein Design. Nur die Reihenfolge.

Zweiter Schritt: Du nimmst die Gliederung, die passt, schreibst die zwei bis drei Stellen selbst, an denen deine eigene Erfahrung steht, und gibst das Ganze dann ins Add-in nach dem Weg aus Aufgabe 1.

Was dabei rauskommt. Eine Präsentation, deren Reihenfolge du entschieden hast, mit Text, der an den wichtigen Stellen von dir ist. Das dauert insgesamt 40 Minuten statt 2 Minuten, und das ist bei dieser Aufgabe der Punkt: die 38 Minuten sind die eigentliche Arbeit, die vorher auch anfiel.

Was schiefgeht. Wer diesen Schritt überspringt und einer KI "erstell mir eine Präsentation über Angebotserstellung" sagt, bekommt eine Präsentation, die formal in Ordnung ist und nichts über seinen Fall sagt. Sie hat acht Folien, jede Folie hat drei Stichpunkte, und die Stichpunkte passen auf jeden Betrieb in Deutschland. Im Termin merkt das jeder, weil nichts drin vorkommt, was du im Vorgespräch gehört hast.

Der zweite Fehler ist das Nachschärfen in den Folien. Wenn dir auffällt, dass die Erzählung nicht stimmt, gehörst du zurück in die Gliederung, nicht in Folie 5. In der Folienansicht siehst du immer nur eine Folie, und der Fehler liegt in der Reihenfolge.

Aufgabe 3: Du brauchst eine Formel und kommst nicht weiter

Für eine einzelne Formel brauchst du kein bezahltes Abo und kein Add-in, ein kostenloser Chat genügt, und das Ergebnis hängt an drei Angaben in deiner Frage. Das ist die Aufgabe, bei der die meisten Leute zu viel Werkzeug benutzen.

Der Weg. Öffne irgendeinen Chat. ChatGPT Free liefert laut unserem Preisblatt etwa 10 Nachrichten pro 5 Stunden, Gemini ist in der kostenlosen Version mit Gemini 3.6 Flash dabei, Claude Free deckt "everyday questions" ab. Für eine Formel reicht jede dieser Stufen. Dann nennst du drei Dinge, und zwar genau diese drei:

  1. Wie die Spalten heißen und in welcher Spalte was steht. Also nicht "meine Tabelle", sag stattdessen "Spalte A Datum, Spalte B Kunde, Spalte C Netto, Spalte D Status".
  2. Welcher Bereich gilt. "Zeile 2 bis 4.200" ist eine Angabe, "die ganze Tabelle" ist keine.
  3. Was am Ende in der Zelle stehen soll, in normalen Worten. "Die Summe aller Netto-Beträge von Kunden mit Status offen, aber nur aus dem letzten Quartal."

Dazu ein Satz, der oft übersehen wird: Sag, welche Excel-Version du hast. Eine Formel mit XVERWEIS läuft in Excel 2016 nicht, und wer das nicht dazuschreibt, bekommt eine Formel, die im eigenen Programm einen Fehler zeigt.

Was dabei rauskommt. Eine Formel zum Einfügen, dazu eine Erklärung, welcher Teil was macht. Die Erklärung ist der Teil, der sich lohnt. Wer sich die Formel erklären lässt, kann sie beim nächsten Mal selbst anpassen, und dann fällt die Frage weg.

Was schiefgeht. Der erste Fehler sind Spaltennamen wie "Wert 1" und "Wert 2". Eine Tabelle mit unbestimmten Überschriften erzeugt Antworten, die genauso unbestimmt sind. Der zweite Fehler sind Zellbezüge, die nach dem Einfügen um eine Zeile verschoben sind, weil deine Tabelle eine Kopfzeile mehr hat als angenommen. Deshalb setzt du jede neue Formel zuerst in eine leere Zelle daneben und vergleichst das Ergebnis mit einer Stelle, die du kennst.

Der dritte Fehler ist die Formel mit sieben verschachtelten Funktionen. Wenn eine Antwort so aussieht, frag nach einer Version mit einer Hilfsspalte. Zwei einfache Formeln nebeneinander kannst du in einem Jahr noch lesen, eine verschachtelte nicht.

Wenn dir dieselbe Formel-Frage öfter kommt, ist das Add-in die bessere Stelle. Anthropic nennt für Claude in Excel ausdrücklich, dass Antworten Belege bis auf die Zelle enthalten, dass Änderungen an Werten die Formelbeziehungen intakt halten und dass es Fehler wie #REF! und #DIV/0 auf ihre Ursache zurückverfolgt. Für eine einzelne Formel am Dienstagnachmittag genügt trotzdem der Chat.

Aufgabe 4: Du hast eine große Tabelle und willst wissen, was drinsteht

Eine Tabelle mit mehreren tausend Zeilen gehört in die KI im Ordner, also in Claude Cowork mit dem eingebauten Excel-Skill, nicht in die Seitenleiste der geöffneten Datei. Der Grund steckt in den Grenzen, die Anthropic selbst nennt: Die Add-ins lesen und ändern nur, was gerade offen ist, und eine lange Unterhaltung über eine große Datei verbraucht schnell aus dem Nutzungs-Topf deines Plans.

Der Weg. Leg die Datei in einen Ordner, öffne Cowork, aktiviere in den Einstellungen die Code-Ausführung und gib den Auftrag. Skills sind laut Anthropic Ordner mit Anweisungen, Skripten und Ressourcen, die Claude nur lädt, wenn die Aufgabe dazu passt, und die vier Office-Skills für Excel, Word, PowerPoint und PDF sind mitgeliefert. Verfügbar sind sie in Free, Pro, Max, Team und Enterprise, sobald die Code-Ausführung an ist.

In diesem Ordner liegt buchungen-q3.xlsx mit etwa 6.000 Zeilen.
Spalten: Datum, Betrag, Konto, Buchungstext, Gegenkonto.

Leg eine neue Datei auswertung-q3.xlsx an mit vier Blättern:
1. Summe Einnahmen, Summe Ausgaben, Ergebnis je Monat.
2. Die 10 größten Ausgabenposten mit Anteil an den Gesamtausgaben.
3. Alle Ausgaben nach Konto gruppiert, mit Summe je Konto.
4. Alle Buchungen über 1.000 Euro mit Datum und Text.

Rechne mit Formeln, die auf das Rohdaten-Blatt zeigen, keine
abgetippten Werte.
Vorzeichen: Ausgaben stehen in meiner Datei als negative Beträge.

Schreib mir danach in fünf Sätzen, was in den Zahlen auffällt.
Nur was in den Zahlen steht, keine Vermutungen über Gründe.

Was dabei rauskommt. Eine zweite Datei, in der du in 30 Sekunden siehst, was im Quartal passiert ist. Der letzte Absatz der Antwort ist die eigentliche Arbeit, weil dort die Posten stehen, die aus der Reihe fallen. Der Satz "keine Vermutungen über Gründe" im Auftrag ist wichtig, weil du sonst eine Erzählung darüber bekommst, warum die Materialkosten gestiegen sind, und die Erzählung ist geraten.

Was schiefgeht. Der Klassiker ist das Vorzeichen. Manche Exporte schreiben Ausgaben als negative Beträge, andere führen eine eigene Spalte für Soll und Haben. Steht das nicht im Auftrag, kommt eine Summe heraus, die um den doppelten Ausgabenbetrag falsch liegt, und sie sieht dabei völlig plausibel aus. Der zweite Fehler sind leere Felder: Buchungen ohne Konto landen gern in einer Restkategorie ganz unten, die niemand anschaut.

Der dritte Fehler ist die Wortwahl "alle". Wenn du "alle Ausgaben" schreibst und deine Datei zwei Blätter hat, ist nicht klar, welches gemeint ist. Nenn den Dateinamen und das Blatt.

Wenn dieselbe Export-Datei jeden Monat gleich aussieht, ist das kein Fall für einen Auftrag, den du jedes Mal neu tippst. Bei uns laufen inzwischen über 60 eigene Skills, und fast jeder ist so entstanden: dieselbe Anweisung zum dritten Mal kopiert, dann einmal aufgeschrieben und benannt.

Aufgabe 5: Du hast Notizen und Mails und brauchst daraus eine Tabelle

Eine Tabelle aus unstrukturierten Daten entsteht in zwei Schritten: erst legt der Chat die Spalten fest, dann füllt das Add-in oder der Excel-Skill die Zeilen. Wer beides in einem Schritt verlangt, bekommt eine Tabelle mit 14 Spalten, von denen 9 leer sind.

Der Weg. Erster Schritt: Kopier dein Rohmaterial in einen Chat, also die Mails, die Notizen aus dem Telefonat, die Zeilen aus dem Notizbuch. Und dann stell die Frage nach den Spalten, noch nicht die Frage nach der Tabelle.

Hier stehen Notizen aus 11 Telefonaten der letzten zwei Wochen.
Format ist bei jedem anders, manche sind drei Zeilen, manche
eine halbe Seite.

Schritt 1, nur das: Sag mir, welche 6 bis 8 Spalten eine Tabelle
hätte, die aus diesen Notizen entsteht. Für jede Spalte einen
Satz, warum sie drin ist, und bei wie vielen der 11 Notizen die
Angabe tatsächlich vorkommt.

Nenn mir zusätzlich die Angaben, die in weniger als der Hälfte
der Notizen stehen. Die kommen nicht in die Tabelle.

Zweiter Schritt: Mit dieser Spaltenliste gehst du in Excel und lässt füllen. Entweder über das Add-in in der offenen Mappe oder in Cowork mit dem Excel-Skill, wenn das Rohmaterial in Dateien liegt. Wichtig ist die Regel für fehlende Angaben: Was in einer Notiz nicht steht, bleibt leer und wird nicht geschätzt.

Leg auf Blatt "Anfragen" eine Tabelle mit genau diesen Spalten an:
Datum, Name, Firma, Anliegen, Budget genannt ja/nein, Zeitrahmen,
nächster Schritt.

Eine Zeile pro Notiz, 11 Zeilen.
Wo eine Angabe in der Notiz fehlt, bleibt die Zelle leer.
Schätz nichts, ergänz nichts, runde nichts.

Schreib mir danach eine Liste der Zellen, die leer geblieben sind.

Was dabei rauskommt. Eine Tabelle, die du sortieren und filtern kannst, plus eine Liste der Lücken. Die Liste der Lücken ist der Teil, der nachher zählt, weil sie dir sagt, wonach du in den nächsten Gesprächen fragen musst. Bei uns ist aus genau dieser Liste die Frage entstanden, die jetzt in jedem Erstgespräch vorkommt.

Was schiefgeht. Der erste Fehler sind erfundene Angaben. Wenn in einer Notiz kein Budget steht und in der Tabelle plötzlich "mittleres Budget" auftaucht, hast du eine Tabelle, die aussieht wie Daten und keine sind. Deshalb steht "schätz nichts" im Auftrag, und deshalb verlangt der Auftrag die Liste der leeren Zellen.

Der zweite Fehler sind uneinheitliche Datumsformate. Aus "letzten Donnerstag" wird in einer Zelle ein Text und in der nächsten ein Datum, und danach sortiert die Spalte nicht mehr. Schreib in den Auftrag, welches Format gelten soll, und prüf hinterher, ob die Spalte rechtsbündig steht. Zahlen und Datumsangaben stehen in Excel rechts, Text steht links. Das ist der schnellste Blick, den es gibt.

Der dritte Fehler ist die Spaltenzahl. Elf Notizen ergeben keine Tabelle mit 14 Spalten. Wenn eine Angabe nur in zwei von elf Fällen vorkommt, gehört sie in eine Bemerkungsspalte und nicht in eine eigene.

Aufgabe 6: Du hast die Zahlen und brauchst ein Diagramm

Für ein Diagramm aus Zahlen, die schon in der Tabelle stehen, ist Excel selbst das schnellste Werkzeug: Bereich markieren, Einfügen, Diagramm, fertig, vier Klicks. Eine KI dazwischenzuschalten dauert länger und bringt kein besseres Bild.

Das gilt für den einen Fall. Es gibt drei Fälle, in denen die KI gewinnt, und es lohnt sich, sie auseinanderzuhalten.

Fall eins: Das Diagramm soll auf eine Folie. Hier ist das Add-in in PowerPoint deutlich schneller, und zwar aus einem Grund, der in der Anthropic-Doku steht: Claude erzeugt in PowerPoint echte, bearbeitbare PowerPoint-Diagramme und Schaubilder aus Stichpunkten, keine Bilder. Ein Bild kannst du im Termin nicht ändern, ein echtes Diagramm schon. Und über die Verbindung zwischen den Add-ins holt dieselbe Unterhaltung die Zahlen aus der offenen Excel-Mappe.

Fall zwei: Du weißt nicht, welche Art Diagramm passt. Das ist eine Frage, keine Bau-Aufgabe, und dafür genügt der Chat: "Ich habe 14 Monate Umsatz je Produktgruppe, vier Gruppen. Welche Diagrammart zeigt, dass eine Gruppe seit Mai wächst und eine fällt, und warum diese?" Die Antwort kostet 20 Sekunden und spart dir das Kreisdiagramm, das niemand lesen kann.

Fall drei: Die Zahlen liegen noch nicht in der Form, die ein Diagramm braucht. Die Arbeit steckt hier in der Umsortierung davor, und das ist Aufgabe 4 aus diesem Artikel. Sobald die Tabelle stimmt, ist das Diagramm wieder ein Vier-Klick-Vorgang.

Was schiefgeht. Der häufigste Fehler ist das Diagramm mit vier Aussagen. Wenn ein Bild gleichzeitig den Umsatz, die Marge, die Stückzahl und den Vorjahresvergleich zeigt, zeigt es nichts. Ein Diagramm hat eine Aussage, und wenn du zwei hast, nimm zwei Diagramme.

Der zweite Fehler ist die Achse, die nicht bei Null anfängt. Ein Balkendiagramm mit einer Achse ab 80 Prozent lässt aus 4 Prozent Unterschied einen Berg werden. Wenn du dieses Bild in eine Kunden-Unterlage gibst und jemand fragt nach, kostet das mehr Vertrauen, als der Berg an Aufmerksamkeit gebracht hat.

Der dritte Fehler ist das Diagramm ohne Satz daneben. Was du mit dem Bild sagen willst, schreibst du in eine Zeile darunter. Wer das nicht macht, erklärt es im Termin mündlich, und in der Unterlage, die danach im Postfach liegt, fehlt es.

Die wichtigste Grenze: jede Zahl, die stimmen muss, wird nachgerechnet

Bei jeder Zahl, die nach draußen geht, wird das Ergebnis der KI gegengerechnet, und das ist keine Vorsicht, das ist die einzige Stelle, an der bei diesen sechs Aufgaben echtes Geld hängt. Anthropic schreibt es in den eigenen Grenzen zu Claude für Excel selbst: nicht für fertige Kunden-Unterlagen ohne menschliche Prüfung, nicht für prüfungsrelevante Berechnungen ohne Kontrolle.

Der Grund liegt in der Art des Fehlers. Ein falsch geschriebener Satz fällt beim Lesen auf. Eine falsche Summe fällt nicht auf, weil sie aussieht wie eine Summe. Sie steht in deiner Datei, in deinem Layout, mit deiner Schriftart, und danach hat sie dieselbe Autorität wie jede Zahl, die du selbst getippt hast.

Die gute Nachricht ist, dass Nachrechnen schnell geht, wenn du es immer gleich machst. Wir benutzen dafür vier Schritte, und sie dauern zusammen weniger als 2 Minuten.

Schritt 1: Die Endsumme gegen die Statuszeile. Markier die Spalte, aus der die Summe kommt, und schau unten in Excels Statuszeile auf den Wert neben "Summe". Steht dort etwas anderes als in deiner Ergebniszelle, ist der Fehler entweder ein falscher Bereich oder eine Zeile, die zweimal drin ist. Dieser eine Schritt findet die meisten Fehler.

Schritt 2: Eine Zeile von Hand. Nimm eine einzige Zeile aus der Mitte, nicht die erste, und rechne sie mit dem Taschenrechner nach. Stimmt eine Zeile, stimmt in der Regel die Formel, und was dann noch falsch sein kann, ist der Bereich. Den hat Schritt 1 geprüft.

Schritt 3: In die Formel klicken. Klick in eine Zelle mit Formel und lies, worauf sie zeigt. Zeigt sie auf die Zeile, die du erwartest? Anthropic nennt für Claude in Excel Belege bis auf die Zelle, also Verweise, die du anklickst und die dich zur Quellzelle springen lassen. Benutz sie, sie sind genau dafür da.

Schritt 4: Die Plausibilitäts-Frage. Frag dich einmal: Kann das ungefähr stimmen? Wenn dein Monatsumsatz sonst bei 30.000 Euro liegt und hier 300.000 stehen, ist es ein Komma oder ein Vorzeichen. Diese Frage kostet fünf Sekunden und fängt die Fehler, die die ersten drei Schritte durchlassen.

Vier Schritte, mit denen du eine Zahl aus der KI in unter zwei Minuten gegenrechnest Vier nummerierte Zeilen untereinander. Erstens Endsumme gegen die Statuszeile in Excel prüfen. Zweitens eine Zeile aus der Mitte mit dem Taschenrechner nachrechnen. Drittens in die Formel klicken und den Bezug lesen. Viertens fragen, ob die Größenordnung stimmen kann. Die erste Zeile ist gelb hervorgehoben. Vier Schritte, immer dieselben 1 · Markier die Spalte und lies Excels Statuszeile unten Weicht die Summe ab, ist der Bereich falsch oder eine Zeile doppelt. 2 · Rechne eine Zeile aus der Mitte von Hand nach Stimmt eine Zeile, stimmt meist die Formel. Nie die erste nehmen. 3 · Klick in die Formel und lies, worauf sie zeigt Claude in Excel setzt Belege bis auf die Zelle. Klick sie an. 4 · Frag dich, ob die Größenordnung stimmen kann 30.000 statt 300.000 Euro ist ein Komma oder ein Vorzeichen. Eigener Ablauf, Stand: 25. September 2026

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Die Grafik sagt in einem Satz: Summe gegen Excels Statuszeile, eine Zeile von Hand, in die Formel klicken, Größenordnung prüfen, und diese vier Schritte laufen bei jeder Zahl gleich ab.

Zwei Dinge gehören noch dazu. Erstens: Schreib die vier Schritte in deine eigenen Dauer-Anweisungen. Laut Anthropic-Doku hat jedes Add-in ein Feld für Anweisungen, die in jeder Unterhaltung in diesem Programm gelten, und sie sind je Programm getrennt. In Excel gehört dort hinein, wie Zahlen formatiert werden und dass jede Ergebniszelle eine Formel bekommt und keinen abgetippten Wert. Formeln kannst du prüfen, abgetippte Werte nicht.

Zweitens: Anthropic warnt bei allen drei Add-ins ausdrücklich vor versteckten Anweisungen in Dateien aus fremden Quellen. Heruntergeladene Vorlagen, Dateien von Lieferanten, geteilte Dokumente und Daten-Importe können Text enthalten, der die KI zu Dingen bringt, die du nicht wolltest. Deshalb fragt Claude bei Vorgängen mit Risiko nach, und deshalb lies diese Rückfragen, statt sie wegzuklicken. Bei einer Datei, die du selbst angelegt hast, ist das ein Nebenthema. Bei der Vorlage aus dem Netz nicht.

Wann du das Ergebnis gar nicht in der Datei brauchst

Bei einem guten Teil der Fälle willst du keine Datei, du willst eine Antwort, und dann ist jeder Weg über Excel oder PowerPoint ein Umweg. Das ist der Abschnitt, der am meisten Zeit spart, weil er ganze Aufgaben streicht statt sie zu beschleunigen.

Die Frage, die entscheidet, lautet: Muss danach noch jemand mit dieser Datei arbeiten? Wenn ja, brauchst du die Datei. Wenn nein, brauchst du drei Sätze.

Drei Fälle aus dem Alltag, in denen die Datei überflüssig ist:

Du willst eine Zahl wissen. "Wie viel Umsatz kam im dritten Quartal von Kunden, die vorher nicht gekauft hatten?" Das ist eine Frage, keine Auswertung. Du lädst die Tabelle in den Chat, fragst, bekommst die Zahl mit dem Rechenweg und bist fertig. Ein neues Blatt in der Mappe hilft dir nur, wenn du die Zahl nächsten Monat wieder brauchst.

Du willst im Termin drei Sätze sagen. Bei einem internen Gespräch mit zwei Kollegen ist eine Präsentation die falsche Form. Anstatt acht Folien zu erzeugen, lass dir aus der Tabelle drei Sätze schreiben, die du sagen kannst, dazu die zwei Zahlen, die du nennen willst. Wer dafür Folien erzeugt, hat 20 Minuten damit verbracht, dass er im Gespräch nicht in die Augen schaut.

Du willst wissen, ob es sich lohnt. "Wenn ich den Stundensatz um 8 Euro erhöhe, wie ändert sich der Jahresumsatz bei gleicher Auslastung?" Das ist eine Rechnung, keine Datei. Die Antwort brauchst du für eine Entscheidung, und wenn die Entscheidung getroffen ist, ist die Rechnung erledigt.

Umgekehrt gehört die Datei dazu, sobald einer dieser drei Punkte zutrifft: Jemand anderes arbeitet damit weiter, du brauchst dasselbe nächsten Monat wieder, oder du musst später belegen, wie die Zahl entstanden ist. Beim dritten Punkt ist die Datei nicht das Ergebnis, sie ist der Nachweis.

Wir sind an dieser Stelle über die Jahre strenger mit uns geworden. Eine Präsentation, die einmal gezeigt und nie wieder geöffnet wird, ist eine Datei, die einen Termin lang gelebt hat und danach im Ordner liegt. Drei Sätze und eine Zahl an der Tafel erledigen dieselbe Aufgabe. Was dabei bleibt, sind die Unterlagen, die ein Kunde mitnimmt und in zwei Wochen noch einmal aufmacht, und dort lohnt sich jede Minute Formatierung.

Was die sechs Wege kosten und was du davon schon hast

Für fünf der sechs Aufgaben brauchst du nichts, was du nicht sowieso hast, und die einzige, die wirklich ein bezahltes Abo verlangt, ist die Arbeit im Add-in. Alle Preise unten stehen so in unserem Preisblatt vom 22. September 2026 oder auf den Anbieter-Seiten, abgerufen am 25. September 2026.

Was du brauchstPreisFür welche Aufgabe
Ein kostenloser Chat (Claude Free, ChatGPT Free, Gemini Free)0Aufgabe 3 Formel, Aufgabe 6 Fall zwei, die Gliederung in Aufgabe 2
Claude Pro plus Microsoft 36520 $ im Monat, 17 $ bei Jahreszahlung, plus dein Microsoft-AboAufgabe 1 Folien aus Text, Aufgabe 5 Schritt zwei, Aufgabe 6 Fall eins
Claude Cowork mit den Office-Skillsim Claude-Konto enthalten, Code-Ausführung anschaltenAufgabe 4 große Tabelle, Aufgabe 5 wenn das Material in Dateien liegt
ChatGPT Plus22,99 Euro im Monat inklusive MehrwertsteuerChat-Aufgaben mit Recherche, 25 Dateien pro Projekt
Google Workspace Business Standard13,60 Euro im Monat bei JahreszahlungTabellen und Folien, wenn du in Google arbeitest statt in Office
Microsoft 365 Copilot Business15,60 Euro netto bei Jahresabrechnung, Aktionspreis bis 31.12.2026Tabellen und Folien in der Microsoft-Welt, mit Zugriff auf Mails und Dateien
Excel ohne KI0Aufgabe 6 im Normalfall

Die Tabelle sagt in einem Satz: Drei der sechs Aufgaben kosten dich nichts, für zwei brauchst du ein bezahltes Claude-Abo plus Microsoft 365, und eine löst Excel allein.

Zwei Hinweise zu den Zahlen. Anthropic nennt seine Preise in US-Dollar ohne Steuer, der Euro-Betrag mit Mehrwertsteuer erscheint erst im Checkout, und über die App-Stores können die Preise abweichen. Microsoft weist Geschäftspreise netto aus, OpenAI nennt bei Plus den Endpreis. Wer 22,99 Euro neben 15,60 Euro stellt, vergleicht brutto mit netto. Die Rechnung dafür steht in Copilot oder ChatGPT.

Zu den Limits gibt es für die Add-ins keine eigene Zahl. Sie verbrauchen aus demselben Topf wie deine Chats. Bei Pro und Max setzt sich das Sitzungs-Limit alle 5 Stunden zurück, dazu kommt ein wöchentliches Limit über alle Modelle. Eine Tabelle mit 8.000 Zeilen ist eine große Datei, und wer einen ganzen Vormittag in der Seitenleiste arbeitet, merkt das am Limit. Konkrete Nachrichten-Zahlen pro Fenster nennt Anthropic nicht.

Welche Abos in einem Betrieb mit 1 bis 10 Leuten überhaupt sinnvoll nebeneinander laufen, haben wir in die besten KI-Tools für kleine Unternehmen sortiert. Und wenn die Entscheidung zwischen zwei Chat-Anbietern ansteht, steht der direkte Vergleich in Claude oder ChatGPT.

Was auf keinem dieser Wege geht

Es gibt vier Dinge, die keines dieser Werkzeuge erledigt, und sie stehen alle in den Anbieter-Dokumentationen, nicht in unserer Erfahrung. Wer sie vorher kennt, spart sich einen Nachmittag mit Ausprobieren.

Makros und VBA. Anthropic führt Makros und VBA-Vorgänge ausdrücklich als nicht unterstützt für Claude in Excel auf, ebenso Datentabellen. Wenn deine Arbeitsmappe auf Makros läuft, ist die Seitenleiste dafür der falsche Ort.

Alte Office-Versionen und Tablets. Das Add-in läuft nicht in Excel und PowerPoint 2016 oder 2019 als Kaufversion, nicht auf dem iPad und nicht auf Android. Für Excel nennt Anthropic als Voraussetzung die Web-Version, Windows mit Microsoft-365-Abo ab Build 16.0.13127.20296 oder Mac ab Version 16.46. Bei Word sind es Windows ab Version 2205 mit Build 15202.10000 oder Mac ab 16.61, und alte .doc-Dateien müssen vorher als .docx gespeichert werden.

Dateien, die nicht offen sind. Die Verbindung zwischen den Add-ins arbeitet nur mit Dateien, die gerade geöffnet sind. Anthropic schreibt dazu, Claude könne Dateien nicht selbst anlegen, öffnen, schließen oder wechseln. Wer über mehrere Dateien arbeiten will, öffnet sie vorher alle. Der Schalter dafür heißt "Let Claude work across files", steht in den Einstellungen jedes Add-ins, ist bei Pro und Max standardmäßig an und bei Team und Enterprise standardmäßig aus, und er gilt je Gerät.

Die Entscheidung über Inhalt und Erzählweise. Anthropic nennt das bei allen drei Add-ins unter den Grenzen, und es ist die Grenze aus Aufgabe 2. Eine Präsentation, deren Reihenfolge du nicht selbst entschieden hast, erkennt jeder im Raum.

Welche Tabelle darf überhaupt in eine KI?

Eine Tabelle mit personenbezogenen Daten gehört in einen Team- oder Enterprise-Plan, nicht in ein persönliches Konto, und der Unterschied liegt im Vertrag, nicht in der Technik. Laut Anthropic gelten bei Team, Enterprise und der API die Commercial Terms: Der Kunde ist Verantwortlicher, Anthropic Auftragsverarbeiter, ein Auftragsverarbeitungsvertrag gehört zum Standard, und ein Training mit Kundendaten findet ohne ausdrückliche Teilnahme an einem Partnerprogramm nicht statt.

Bei Free, Pro und Max entscheidet ein Schalter. Anthropic schreibt mit Stand vom 16.03.2026 auf privacy.claude.com, Chats würden nur dann zum Training verwendet, wenn "Model Improvement" in den Einstellungen aktiv ist, wenn Inhalte für eine Sicherheitsprüfung markiert wurden oder wenn man an einem Programm wie Trusted Tester teilnimmt. Der Schalter lässt sich abschalten, Incognito-Chats werden nie zum Training genutzt, Feedback-Daten bis zu 5 Jahre gespeichert.

Für die Add-ins nennt Anthropic in der Doku vom 25. September 2026 zusätzlich zwei Punkte, die den Unterschied zum normalen Chat machen. Ein- und Ausgaben werden binnen 30 Tagen nach Empfang oder Erzeugung auf der Anthropic-Seite gelöscht, mit den Ausnahmen aus den Aufbewahrungs-Hinweisen. Und der Chat-Verlauf der Add-ins liegt lokal in deinem Browser, nicht auf Anthropic-Servern, wird nicht zwischen Geräten abgeglichen und lässt sich in den Einstellungen löschen. Für Enterprise-Organisationen mit aktiver Compliance-API sind die Add-in-Sitzungen enthalten, laut Anthropic als öffentliche Beta.

Praktisch heißt das für deine sechs Aufgaben: Ein Buchhaltungs-Export deiner eigenen Firma ist eine andere Frage als eine Tabelle mit Namen, Adressen oder Gesundheitsdaten von Kunden. Wer regelmäßig mit personenbezogenen Daten arbeitet, richtet den Team-Plan ein und lässt sich den Vertrag geben. Wer eine Preisliste auswertet, hat diese Frage nicht.

Kurz zur Einordnung: Das hier ist unsere Einordnung aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Was in deinem Fall gilt, klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten oder Anwalt.

Claude ist eine Marke von Anthropic PBC, Excel, PowerPoint, Word und Copilot sind Marken der Microsoft Corporation, ChatGPT ist eine Marke von OpenAI, Gemini und Google Workspace sind Marken von Google. KI.ohne.Team steht in keiner Verbindung zu diesen Unternehmen.

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Fazit

Die Frage nach der besten KI für PowerPoint und Excel löst sich auf, sobald du die Aufgabe benennst. Drei der sechs Aufgaben aus diesem Artikel kostet dich nichts, zwei laufen im Add-in mit einem bezahlten Claude-Plan plus Microsoft 365, und eine macht Excel allein in vier Klicks. Was in allen sechs Fällen gleich bleibt, sind die vier Schritte zum Nachrechnen und die Frage, ob nach dir noch jemand mit dieser Datei arbeitet. Wer diese zwei Gewohnheiten hat, kommt mit dem Abo aus, das er sowieso zahlt.

Häufige Fragen

Welche KI kann PowerPoint-Präsentationen erstellen?

Claude erzeugt Präsentationen über das PowerPoint-Add-in direkt in der geöffneten Datei, laut Anthropic-Doku allgemein verfügbar für Pro, Max, Team und Enterprise. Gemini ergänzt in Google Präsentationen bearbeitbare Folien, enthalten ab Google Workspace Business Standard mit 13,60 Euro im Monat bei Jahreszahlung. Microsoft 365 Copilot erzeugt Präsentationen aus einem Auftrag oder aus vorhandenen Inhalten. Der Unterschied liegt weniger im Anbieter als in der Vorlage: Wer seine eigene Vorlage vorher öffnet, bekommt Folien im eigenen Design, wer mit einer leeren Datei anfängt, bekommt Standard-Layout. Stand: 25. September 2026.

Welche KI kann Excel-Tabellen erstellen?

Claude legt über das Excel-Add-in neue Blätter, Spalten und Formeln in der geöffneten Arbeitsmappe an und kann bestehende Vorlagen füllen. Über Claude Cowork mit dem eingebauten Excel-Skill entsteht eine komplette .xlsx-Datei auf deinem Rechner, auch ohne Microsoft 365, dafür muss in den Einstellungen die Code-Ausführung an sein. Gemini erstellt laut Google in Google Tabellen ganze Tabellen und füllt sie mit neuen Daten. In allen Fällen lohnt sich die Vorgabe, dass Ergebniszellen Formeln enthalten und keine abgetippten Werte.

Kann KI Excel-Formeln schreiben?

Ja, und dafür genügt ein kostenloser Chat. Du brauchst drei Angaben in der Frage: wie die Spalten heißen und was in welcher steht, welcher Zeilenbereich gilt, und was am Ende in der Zelle stehen soll. Nenn außerdem deine Excel-Version, weil eine Formel mit XVERWEIS in Excel 2016 einen Fehler zeigt. Setz die neue Formel zuerst in eine leere Zelle daneben und vergleich das Ergebnis mit einer Stelle, die du kennst.

Welche KI ist die beste für Präsentationen?

Diese Frage hat zwei Antworten, weil zwei verschiedene Aufgaben dahinterstecken. Wenn der Text schon fertig ist, gewinnt das Add-in in PowerPoint, weil es in deiner Vorlage arbeitet und einzelne Folien punktgenau ändert, ohne den Rest neu zu erzeugen. Wenn es noch keinen Text gibt, holst du zuerst im Chat drei Gliederungen, entscheidest über die Reihenfolge und lässt erst danach die Folien erzeugen. Wer den ersten Schritt überspringt, bekommt eine Präsentation, die auf jeden Betrieb passt und über keinen etwas sagt.

Brauche ich Microsoft 365 für KI in Excel und PowerPoint?

Für die Add-ins ja, für alles andere nein. Claude für Excel, PowerPoint und Word läuft in der Web-Version von Office, unter Windows mit Microsoft-365-Abo und auf dem Mac ab den von Anthropic genannten Versionsständen, nicht auf dem iPad, nicht auf Android und nicht in den Kaufversionen 2016 und 2019. Ohne Microsoft 365 machst du dieselben Aufgaben über Claude Cowork mit den eingebauten Office-Skills oder in Google Tabellen und Google Präsentationen.

Kann KI Diagramme aus meinen Zahlen erstellen?

Wenn die Zahlen schon in der Tabelle stehen, ist Excel selbst schneller: Bereich markieren, Einfügen, Diagramm, vier Klicks. Die KI gewinnt in drei Fällen. Erstens beim Diagramm auf der Folie, weil Claude in PowerPoint laut Anthropic echte, bearbeitbare PowerPoint-Diagramme aus Stichpunkten erzeugt und keine Bilder. Zweitens bei der Frage, welche Diagrammart zu deinen Daten passt. Drittens dann, wenn die Zahlen vorher umsortiert werden müssen.

Darf ich eine Tabelle mit Kundendaten hochladen?

Tabellen mit personenbezogenen Daten gehören in einen Team- oder Enterprise-Plan, wo laut Anthropic die Commercial Terms mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag als Standard gelten und ohne ausdrückliche Teilnahme an einem Partnerprogramm kein Training mit Kundendaten stattfindet. Bei Free, Pro und Max hängt es am Schalter "Model Improvement" in den Datenschutz-Einstellungen, der sich abschalten lässt. Für die Office-Add-ins nennt Anthropic zusätzlich, dass Ein- und Ausgaben binnen 30 Tagen gelöscht werden und der Chat-Verlauf lokal im Browser liegt. Das ist unsere Einordnung aus der Praxis und keine Rechtsberatung.

Was wir jede Woche an Tabellen und Folien abgeben

Die sechs Aufgaben oben sind bei uns keine Ausnahme, sie sind die normale Woche. Kalkulationen, Auswertungen aus Exporten und Folien für Termine laufen über Claude, und was zweimal gleich abläuft, wird bei uns zu einem Skill, den wir danach nie wieder erklären. Im Newsletter steht jede Woche, welche Aufgabe wir in der Woche davor abgegeben haben, was eine Woche später wieder rausgeflogen ist und an welcher Stelle wir nachgerechnet haben. Die Liste ist nach dem LinkedIn-Start in 3 Wochen auf knapp 1.000 Abonnenten gewachsen.

daniel.walter
Daniel Walter
Co-Founder KI.ohne.Team

Führt mit Sascha Hoffmann mehrere Unternehmen ohne zusätzliches Team. Baut die KI-Systeme, die die Community nutzt, und schreibt hier auf, was davon im Alltag hält.

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